Freitag, 1. Juli 2022
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24h Nürburgring
25.05.2022

Sorg Rennsport peilt Podestplätze in drei Klassen an

Die Rennwagen sind fertig vorbereitet, die Lkw beladen, die Mannschaft motiviert und in bester Stimmung – für Sorg Rennsport kann das lange Rennwochenende mit dem Highlight der 24 Stunden Nürburgring beginnen. Daniel Sorg, gemeinsam mit Bruder Benjamin Teamchef des Wuppertaler Rennstalls, blickt zuversichtlich auf die legendäre Hatz zweimal rund um die Uhr: „Das Quali-Rennen lief für unsere Autos richtig gut. Wir halten in allen drei Klassen, in denen wir antreten, Podestplätze oder sogar Siege für möglich“, erklärt er. 

Zwei BMW 330i, zwei Porsche Cayman S und ein Porsche Cayman GT4 Clubsport bilden das Aufgebot der motorsportbegeisterten Brüder und ihres Teams für das 24-Stunden-Rennen. Insgesamt tritt Sorg Rennsport am langen Eifel-Wochenende sogar mit zehn Fahrzeugen an, denn auch die Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) und die Youngtimer bestreiten Läufe in der „Grünen Hölle“. Schon am Mittwoch stehen Einsätze auf dem Rundkurs an, um weiteren Piloten zu einem der begehrten Nordschleifen-Permits zu verhelfen. Bei den schnellen Klassikern gilt dem BMW E30 aus dem Hause Sorg besonderes Augenmerk, denn der „Ur-M3“ feiert auf der Nordschleife seine Rennpremiere. 

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Für den 24-Stunden-Höhepunkt setzen die Wuppertaler  in der Klasse VT2 RWD zwei BMW 330i ein. Die Startnummer 224 teilen sich Olaf Meyer (Verden), Hans Joachim Theiß (Werne), Bernhard Wagner (Langgöns, A) und Heinz Jürgen Kroner (Kerpen). Im Schwesterauto – dem „BGS“-BMW mit der Startnummer 226 – wechseln sich Nicolas Griebner (Weichs), Luis Ramirez (Quiddelbach), Daniel Niermann (Bünde) und ein noch zu benennender Teamkollege ab.

Zwei Porsche Cayman S schickt Sorg Rennsport in der Klasse V6 ins Rennen. Die weiß lackierte Startnummer 227 ist mit Reinhard Schmiedel (Würzburg), Cesar Mendieta (Brechen) sowie den beiden Italienern Alberto Carobbio (Bergamo, I) und Ugo Vicenzi (Gorgonzola, I) besetzt. Das baugleiche, jedoch schwarz-orange folierte Mittelmotor-Coupé mit der Startnummer 228 steuern Xavier Lamadrid (Monaco, MC), Rasmus Helmich (Klampenborg, DK), Caryl Frische (La Chaux-de-Fonds, CH) und Fabrice Reicher (La Rochette, F). Gleich vier dieser Cayman-Piloten gehörten schon 2021 zum 24-Stunden-Aufgebot von Sorg Rennsport. Im Quali-Rennen hatten die Sportwagen die Plätze drei und vier ihrer Klasse erreicht.

Mit dem „Schmersal“-Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport (Modellreihe 982) peilt Sorg Rennsport in der Cup3-Klasse eine Spitzenplatzierung an. Beim Langstreckenklassiker teilen sich Stefan Beyer (Neustadt/Aisch), Heiko Eichenberg (Fritzlar), Fidel Leib (Kressbronn) und Björn Simon (Weilerswist) den weiß-blauen Renner.

Der Aufbau der Fahrzeuge stellt das Team im Vorfeld vor einige Herausforderungen, denn genau wie die gesamte Automobilindustrie ist auch der Motorsport von der Teileknappheit betroffen. Sorg Rennsport hat dies mit viel Kreativität gelöst: „Wir haben beispielsweise komplette Radträgersätze für beide Cayman S aus England beschafft“, berichtet Daniel Sorg. Der Engpass betraf jedoch nur Revisionsteile. Der Ersatzteilebestand fürs Rennen ist längst gesichert – und wird bis auf die Verschleißteile hoffentlich nicht benötigt… 

„Wir werden auf jeden Fall mit den Reifen haushalten müssen“, blickt Daniel Sorg voraus. „Dieser Aspekt fließt in unsere Strategie für Trainings und Rennen mit ein. Aber wir haben alle Eventualitäten durchgeplant und freuen uns auf ein tolles Event.“ Genauso positiv bewertet der Teamchef die Rückkehr der Fans an die Strecke. „Es ist toll, dass wir die 24 Stunden wieder vor Zuschauern fahren können und diese Veranstaltung das Volksfest sein kann, dass sie immer war.“

Neben seinen zehn Rennfahrzeugen kümmert sich das circa 40-köpfige Team auch um eine fast doppelt so große Anzahl Gäste. „Wir haben wieder eine sehr schöne Hospitality vor Ort und für Freitag und Samstag sogar einen DJ engagiert“, so Daniel Sorg. „Schon jetzt möchte ich dem gesamten Team ausdrücklich für den großen Einsatz danken. Unsere Leute haben in der Vorbereitung viel geleistet und eine starke Basis für ein erfolgreiches und stimmungsvolles Nürburgring-Wochenende gelegt.“
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