Freitag, 30. Juli 2021
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Tourenwagen Allgemein
14.07.2021

Herausforderung Zandvoort beim vierten Lauf der TWC 2021

Der Kurs circa 30 Kilometer westlich von Amsterdam – direkt an der Nordsee – ist für alle Teilnehmer aufgrund seiner im letzten Jahr erfolgten quasi Runderneuerung fast wieder als Neuland einzuordnen.

Dabei ist zwar das Layout, die eigentliche, grundlegende Streckenführung, weitgehend erhalten geblieben, aber darüber hinaus stehen alle Piloten vor „einigen“ Neuheiten. 

Dies betrifft zum einen Kurvenradien und mit diesen die damit natürlich neu zu definierenden Brems- und Scheitelpunkte, zum anderen aber vor allem das Gripp-Niveau des Asphalts. 

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Aufgrund der aktuellen Einstufung als Formel-1 Grand Prix Kurs ist die oberste Deckschicht des jetzt 4,307 Kilometer langen Rundkurses komplett neu erstellt worden.

Soweit – so gut, aber in Zandvoort kommt noch ein weiterer elementarer Faktor hinzu. Denn: Je nach Windrichtung waren und sind die daraus resultierenden Auswirkungen hier mehr oder weniger erheblich. 

Bei ‚auflandigen' Wind wird nämlich der Sand vom Strand über den Dünenkamm direkt auf die Strecke transportiert. 

Dementsprechend fehlt es an belastbaren Erfahrungswerten, wie sich diese nur hier anzutreffende Kombination auswirkt. Hintergrund: Die Werte sind beispielsweise notwendig für die Einstellung der Fahrwerke.

Da aber alle Piloten gleichermaßen davon betroffen sind, ergeben sich daraus keine Reglement-relevanten Vor- oder Nachteile. „Nur“ ein wenig mehr Arbeit für die Teams und die Mechaniker, die die diesbezüglichen Wünsche und Vorstellungen der Piloten umsetzen müssen.

Und diese unterscheiden sich von denen des vorangegangenen Laufes im belgischen Spa-Francorchamps elementar. Dem dortigen an die Mittelgebirgs-Topographie angepassten ständigem Auf- und Ab in den Ardennen folgt jetzt die Strecke quasi auf Meereshöhe. 

Kurzum: Eine weitere und neue Herausforderung an die ehemaligen Profis der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft der goldenen Ära zum Ende der 80iger und zu Beginn der 90iger Jahre, die gemeinsam mit den heutigen, nicht weniger ambitionierten Piloten der Tourenwagen Classics ihre Titelträger der laufenden Saison 2021 ausfahren – mit den Boliden, die schon vor rund 40 Jahren auf den Rennstrecken für Furore sorgten.