Montag, 25. Oktober 2021
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TCR Germany
20.09.2021

Hyundai Team Engstler jubelt auch in Hockenheim

Das Hyundai Team Engstler hatte auch am vierten Rennwochenende der ADAC TCR Germany in Hockenheim allen Grund zu feiern. Die Mannschaft um Teamchef Franz Engstler konnte das ADAC Racing Weekend dazu nutzen, ihre Tabellenführung in allen Wertungsklassen auszubauen.

Die meisten Punkte für das Team aus Wiggensbach sammelte erneut Luca Engstler. Der Gesamtführende in der Fahrerwertung startete am Samstag von Platz zwei in das erste Rennen auf der Grand-Prix-Strecke von Hockenheim. Trotz Zusatzgewicht im Auto nach seinem Doppelerfolg am Lausitzring verteidigte der 21-Jährige Rang zwei und kürte sich nach dem siebten von 14 Saisonrennen zum inoffiziellen Halbzeitmeister. Noch erfolgreicher lief es für Engstler am Sonntag: Im Zeittraining stellte der Allgäuer seinen Hyundai i30 N TCR mit knapp einer halben Sekunde Vorsprung auf die Poleposition und fuhr souverän seine fünften Saisonsieg ein.

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Martin Andersen konnte seine hervorragenden Qualifying-Ergebnisse auf dem Hockenheimring hingegen nicht in einen Podiumserfolg umsetzen. Der Däne fuhr am Samstag als Vierter über die Ziellinie. Am Sonntag fiel Andersen nach einer Berührung mit Marcel Fugel und einem daraus resultierenden Reifenschaden wenige Kurven vor Schluss noch von Rang drei auf den fünften Platz zurück.

Den verlorenen Podiumsplatz von Andersen konnte dafür sein Teamkollege Nico Gruber für das Hyundai Team Engstler sichern. Das Rennen am Tag zuvor beendete der 20-jährige Nachwuchsfahrer auf Rang fünf. Damit gewann der Österreicher in beiden Rennen die Juniorwertung und baute seinen Vorsprung in der Klasse weiter aus. Routinier Roland Hertner feierte mit den Plätzen sieben und zehn sein bestes Saisonergebnis und konnte durch zwei Siege in der Trophywertung ebenfalls seinen Vorsprung als Führender vergrößern.

Bevor die ADAC TCR Germany Ende Oktober erneut in Hockenheim zu Gast ist, wird in zwei Wochen auf dem Sachsenring der fünfte Saisonlauf ausgetragen. Vom 5. bis 7. November findet schließlich das Finale auf dem Nürburgring statt.

Kurt Treml, Sport- und Marketingdirektor Hyundai Team Engstler: „Vor dem Wochenende haben wir angesichts des enormen Gewichtnachteils nicht damit gerechnet, hier in Hockenheim erfolgreich zu sein. Aber durch eine fantastische Leistung des gesamten Teams konnten wir doch den nächsten Sieg feiern und viele Punkte mitnehmen. Unsere Ingenieure haben nicht aufgehört, noch jede Kleinigkeit an den Autos zu verbessern. Heute hat sich im Qualifying schon gezeigt, dass wir ein tolles Setup gefunden haben. Und dass wir Fahrer haben, die das sofort umsetzen können. Die Jungs haben uns mit ihren Leistungen in den Rennen für die harte Arbeit belohnt. Ich bin sehr stolz auf die ganze Mannschaft und freue mich schon auf den Sachsenring.“

Luca Engstler (21/Wiggensbach, Deutschland), Hyundai i30 N TCR #8: „Ich bin natürlich sehr glücklich mit dem Wochenende. Unser Speed auf der Strecke war trotz des Zusatzgewichts der Wahnsinn. Wir konnten sogar unseren Vorsprung in der Meisterschaft um ein paar Punkte ausbauen. Der heutige Sieg gehört den Ingenieuren, den Mechanikern, einfach allen im Team. Obwohl wir vorher wussten, dass Hockenheim ein schwieriges Wochenende für uns wird, haben wir nie aufgehört, uns weiter zu verbessern. Dafür möchte ich von ganzem Herzen Danke sagen.“

Martin Andersen (27/Logstrup, Dänemark), Hyundai i30 N TCR #19: „Ich war an beiden Tagen sehr zufrieden mit den Ergebnissen im Qualifying. Schade, dass es nicht zu einem weiteren Podium gereicht hat. Heute bin ich gut aus der ersten Startreihe weggekommen und musste im Rennen eigentlich nur einen Platz abgeben. Schade, dass es so kurz vor Ende zu der Kollision und damit zum Reifenschaden kam. Das Podium war heute eigentlich schon zum Greifen nah. Aber auch so waren es gute Punkte für das Team.“

Nico Gruber (20/Grieskirchen, Österreich), Hyundai i30 N TCR #97: „Am Samstag hatte ich einen guten Start und war nach zwei, drei Runden auf Platz eins in der Juniorwertung. Am Sonntag bin ich auch als Sechster gestartet, hatte aber leider durchdrehende Reifen. Dadurch hatte ich zunächst ein paar Plätze verloren, die ich aber schnell wieder gut machen konnte. In der letzten Runde kam es dann leider zu dem unglücklichen Zwischenfall für Martin, wovon ich profitierte. Es ist natürlich super, Platz drei für das Team zu sichern und die Führung in der Juniorwertung auszubauen. Vielen Dank an das Team und meine Sponsoren, die das möglich gemacht haben. Jetzt freue ich mich riesig auf den Sachsenring.“