Freitag, 3. Dezember 2021
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10.11.2021

Der BMW M8 GTE gibt seine Abschiedsvorstellung in Nordamerika

Am kommenden Samstag endet eine Ära: Beim Langstreckenklassiker MOTUL Petit Le Mans in Road Atlanta (USA) bestreitet der BMW M8 GTE nach vier erfolgreichen Jahren sein letztes Rennen. Seit 2018 ging das BMW Team RLL mit dem BMW M8 GTE in der nordamerikanischen IMSA WeatherTech SportsCar Championship an den Start. In diesen vier Jahren feierte das Team mit dem Fahrzeug fünf Siege und insgesamt 25 Podiumsplatzierungen. Die unbestrittenen Highlights waren die beiden aufeinanderfolgenden GTLM-Siege bei den 24 Stunden von Daytona (USA) in den Jahren 2019 und 2020. Zudem gelang in der vergangenen Saison der Gewinn des Fahrer-, Team- und Markentitels in der GTLM-Klasse des IMSA Michelin Endurance Cups.
 
Nun also steht die Abschiedsvorstellung an: Beim Zehn-Stunden-Rennen MOTUL Petit Le Mans am Samstag, 13. November, setzt das BMW Team RLL wieder zwei MOTUL BMW M8 GTE ein. Die Startnummer 24 wird von John Edwards (USA), Jesse Krohn (FIN) und Augusto Farfus (BRA) pilotiert. Ihre Teamkollegen Connor De Phillippi (USA), Bruno Spengler (CAN) und Philipp Eng (AUT) sind im MOTUL BMW M8 GTE mit der Startnummer 25 im Einsatz. Das MOTUL Petit Le Mans ist das vierte und letzte Langstrecken-Rennen der IMSA-Saison 2021. Die Titelverteidigung im IMSA Michelin Endurance Cup ist sowohl in der Fahrer- als auch in der Team- und Herstellerwertung noch möglich. In der Vorbereitung auf das Rennen hat das BMW Team RLL zwei erfolgreiche Testtage in Road Atlanta absolviert.
 
In der GTD-Klasse setzt Turner Motorsport wieder den BMW M6 GT3 ein. Das Team konnte 2019 den GTD-Sieg beim Petit Le Mans feiern. An diesem Wochenende wird der #96 BMW M6 GT3 von Rennlegende, BMW Urgestein und IMSA-Rekordsieger Bill Auberlen (USA), Robby Foley (USA) und Aidan Read (AUS) pilotiert.
 
Bereits am Freitag, 12. November, steht für Turner Motorsport das letzte Saisonrennen in der IMSA Michelin Pilot Challenge auf dem Programm. Auberlen und sein Teamkollege Dillon Machavern (USA) gehen im #95 BMW M4 GT4 als Führende der Meisterschaftswertung in der GS-Klasse ins Saisonfinale. Foley teilt sich das Cockpit des #96 BMW M4 GT4 mit Vincent Barletta (USA). Sie belegen aktuell den dritten Platz der GS-Wertung.
 
Der Abschied des BMW M8 GTE und des BMW M6 GT3 markiert gleichzeitig den Start in die Zukunft: Der neue BMW M4 GT3, der ab 2022 weltweit als neues GT-Flaggschiff von BMW M Motorsport antritt, wird im Rahmen des Wochenendes in der Fan Zone an der Rennstrecke ausgestellt.
 
Bobby Rahal (Team Principal BMW Team RLL): „Unser Rennsport-Programm mit dem BMW M8 GTE war ein großartiges Projekt. Das Highlight war natürlich, die 24 Stunden von Daytona nicht nur einmal, sondern zweimal zu gewinnen. Und dass es uns gelungen ist, den Sieg in zwei Jahren in Folge zu feiern, ist eine tolle Bestätigung für das Potenzial des BMW M8 GTE. Wir hatten viele wirklich gute Rennen mit ihm. Im M8 haben wir einen fantastischen Rennwagen eingesetzt. Er war vom Design her wirklich sehr gut durchdacht, und das ist, denke ich, der Grund, warum er erfolgreich war. Alles in allem blicken wir sehr zufrieden auf unsere Zeit mit dem BMW M8 GTE zurück, und wir möchten sie mit einem Sieg beim Petit Le Mans erfolgreich abschließen.“
 
John Edwards (BMW Team RLL, #24 MOTUL BMW M8 GTE): „Wir hatten seit Watkins Glen eine recht lange Pause, und ich kann es kaum erwarten, wieder Rennen zu fahren. Beim letztjährigen Petit Le Mans hat der BMW M8 GTE unter Beweis gestellt, dass er in Road Atlanta schnell ist. Doch leider ist uns der Sieg in der letzten halben Stunde durch die Finger geronnen, als ein Prototyp Augusto von der Strecke geschoben hat. Das gibt uns für dieses Jahr noch zusätzliche Motivation, das zu holen, was schon im vergangenen Jahr unseres war, und das letzte Rennen des BMW M8 GTE mit einem Sieg zu beenden! Der M8 hat uns über die Jahre großartige Momente geschenkt, aber das Rennen mit dem Auto, das mir am meisten in Erinnerung bleiben wird, ist ganz klar das Rolex 24 in Daytona 2020. Und hier speziell mein Triple-Stint am Sonntagmorgen. Die Porsches waren in der Nacht schnell unterwegs, aber als die Sonne kam und die Streckentemperaturen stiegen, schlug die Stunde unseres M8. Ich hatte ein tolles Duell mit einem der Porsches, und wir haben uns im Kampf um die Führung bei 290 km/h fast berührt. Es war der mental anstrengendste Stint, den ich je in einem Rennen gefahren bin, und es ging um alles. Wir haben an diesem Tag gewonnen, den zweiten Daytona-Sieg in Folge für den BMW M8 GTE geholt und damit bewiesen, dass 2019 keine Eintagsfliege war. Wir werden den M8 vermissen.“
 
Jesse Krohn (BMW Team RLL, #24 MOTUL BMW M8 GTE): „Road Atlanta war für uns in den vergangenen Jahren ein gutes Pflaster. Letztes Jahr waren wir kurz davor, das Rennen zu gewinnen. Deshalb wissen wir, dass wir es schaffen können, solange wir reibungslos durchkommen. Es ist das letzte Rennen für den BMW M8 GTE, deshalb werde ich versuchen, jeden Moment zu genießen. Und es wäre fantastisch, das Auto mit einem letzten Sieg in den Ruhestand zu verabschieden. Es war ein Privileg für mich, in den vergangenen vier Jahren ein Teil des GTLM-Projekts mit dem BMW M8 GTE und dem BMW Team RLL zu sein. Ich habe viele schöne Erinnerungen daran, die ich nie vergessen werde. Der wichtigste Moment war der Sieg bei den 24 Stunden von Daytona 2020, und dass ich der Fahrer war, der ihn nach Hause gebracht hat. Der Moment, nach 24 Stunden engen Racings über die Ziellinie zu fahren, war großartig. Das Auto ist ein Biest, und ich werde es ganz sicher vermissen.“
 
Augusto Farfus (BMW Team RLL, #24 MOTUL BMW M8 GTE): „Dies wird für uns alle ein sehr emotionales Rennen, da es das Ende der BMW M8 GTE Ära bedeutet. Natürlich möchten wir alle mit diesem Auto noch einmal ganz nach oben auf das Podium fahren. Im vergangenen Jahr haben wir bis in die Schlussminuten geführt und wurden am Ende Dritte, nachdem wir von der Strecke geschoben worden waren. Eins ist mir am wichtigsten: Danke an BMW für die Möglichkeit, mit einem so wunderbaren Auto in einer großartigen Rennserie anzutreten.“
 
Bruno Spengler (BMW Team RLL, #25 MOTUL BMW M8 GTE): „Road Atlanta hat dem BMW M8 GTE in der Vergangenheit gut gelegen. Daher hoffe ich, dass wir im letzten Rennen dieses Autos um ein Top-Ergebnis kämpfen können. Meine schönste Erinnerung an das Auto ist, als ich 2020 mit Connor das Sechs-Stunden-Rennen auf dieser Strecke gewonnen habe. Die GTE war eine besondere Kategorie. Die Autos sind toll zu fahren, haben super Reifen und kein ABS. Es hat mich ein bisschen an ein DTM-Auto erinnert – mit weniger Downforce.“
 
Connor De Phillippi (BMW Team RLL, #25 MOTUL BMW M8 GTE): „Das Petit ist die Abschiedsvorstellung für unseren BMW M8 GTE, und ich weiß, dass das Auto bereit ist, sich erfolgreich zu verabschieden. Wir hatten zwei super Testtage, und im vergangenen Jahr war das Team kurz davor, das Rennen zu gewinnen. Road Atlanta liegt dem Auto gut, und wenn wir ein fehlerfreies Rennen abliefern, dann sollten wir gute Chancen haben, um den letzten Sieg für den M8 zu kämpfen. Das M8 Programm wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben, da es mein erstes Werksprojekt mit BMW war. Ein besonders unvergesslicher gemeinsamer Sieg war natürlich der beim Rolex 24 in Daytona 2019. Dies war nicht nur für BMW als Marke ein sehr emotionaler Sieg, sondern auch für mich. Denn meine Familie hat diesen Höhepunkt meiner Karriere vor Ort miterlebt. Es waren vier fantastische Jahre mit Höhe und Tiefen, und ganz sicher war dies mit die tollste Zeit, die ich bisher im Motorsport erlebt habe. Ich werde die GTLM-Ära sehr vermissen, aber ich denke, dass die Zukunft unserer Motorsportprogramme großartig wird.“
 
Philipp Eng (BMW Team RLL, #25 MOTUL BMW M8 GTE): „Das Petit Le Mans ist eines meiner Saisonhighlights. Die Strecke ist eine der besten der Welt. Wir haben in Road Atlanta getestet und dabei gute Arbeit mit dem Auto geleistet. Ich würde mir sehr wünschen, dass uns beim Petit Le Mans ein Doppelsieg gelingt, und auch der Sieg im Michelin Endurance Cup liegt im Fokus. Das BMW Team RLL und jeder, der an diesem Projekt beteiligt ist, hätte diesen Erfolg wirklich verdient.“