Donnerstag, 28. Oktober 2021
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Sonstiges
01.10.2021

ABT e-Line unterstützt Formel-Projekt der Hochschule Kempten

Das Team Infinity Racing der Hochschule Kempten konstruiert und fertigt jedes Jahr ein Formel-Auto. Um die 60 Studierende nahezu aller Fakultäten tragen mit ihren Fähigkeiten in diesem eingetragenen Verein dazu bei, einen fahrtüchtigen und konkurrenzfähigen Rennwagen bei der Formula Student an den Start zu bringen. Bei den dazugehörigen Events, bei denen Teams aus der ganzen Welt antreten, liegt der Fokus nicht nur auf dem fahrenden Boliden, sondern auch auf statischen Disziplinen. Seit 2007 ist Infinity Racing nun aktiv und steht aktuell vor seiner größten Herausforderung – dem Umstieg vom Verbrennungsmotor auf Elektroantrieb. 

2022 soll der erste elektrische Rennwagen „Silicia“ sein Debüt feiern. Die ABT e-Line unterstützt Infinity Racing mit der Bereitstellung eines ABT e-Transporter 6.1 zum umweltschonenden Transport von Ersatzteilen. Außerdem steuert sie ihr Know-how rund um die Elektromobilität bei und hilft bei Schulungen und Weiterbildungen. Darüber hinaus stellt die ABT e-Line Prototypenteile und benötigtes Spezialwerkzeug zur Verfügung. Max Stahl, Leiter Erprobung und Homologation bei der ABT e-Line, über das Projekt: „Wir freuen uns, Infinity Racing bei der Transformation zur Elektromobilität unterstützen zu dürfen und beobachten aufmerksam die Fortschritte. Mit unserem Support soll ein noch größerer Fokus auf neue Mobilitätsideen gelegt werden und junge Menschen von den technischen Möglichkeiten begeistert werden.“

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Da der Rennbolide „Silicia“ aktuell noch entwickelt wird, sind die Daten zum Fahrzeug noch nicht final, das Antriebskonzept jedoch steht. Vier Radnabengetriebemotoren mit insgesamt 140 kW (190 PS) treiben das circa 200 kg schwere Fahrzeug mit bis zu 1.600 Nm an. Mit eigens entwickeltem Akku und Umrichter ist der auf 600 V basierende Antriebstrang komplett. Das Voll-Carbon-Monocoque wird von einem Doppel-A-Arm-Fahrwerk getragen – eine aerodynamisch-optimierte Chassis-Struktur vervollständigt den Boliden. Jeder Motor kann separat angesteuert werden, um mit sogenanntem „Torque Vectoring“ die komplette Leistung auf die Straße zu bringen. Erst bei circa 124 km/h soll die Höchstgeschwindigkeit erreicht sein.

Die erste Testfahrt mit „Silicia“ ist im Mai 2022 geplant, bevor es dann bei den wichtigsten Events des Jahres, unter anderem auf international bekannten Kursen in Hockenheim, Spielberg, Barcelona und Assen richtig ernst wird.