Montag, 21. Juni 2021
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Rallye WM
20.05.2021

Rallye Portugal: 18 privat eingesetzte ŠKODA FABIA Rally2 evo

Vor sechs Jahren begann bei der Rallye Portugal die eindrucksvolle Erfolgsserie des ŠKODA FABIA R5. Zum vierten Lauf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2021 am kommenden Wochenende (20. bis 23. Mai) werden insgesamt 18 ŠKODA FABIA Rally2 erwartet, wie das Modell nach einer Änderung im Reglement mittlerweile heißt. Die Teams erwarten einige der anspruchsvollsten Schotterstrecken des Championats – und eine legendäre Sprungkuppe.

ŠKODA und die Rallye Portugal – das passte in der Vergangenheit stets gut zusammen. Vor sechs Jahren startete der ŠKODA FABIA R5 seine internationale Erfolgsgeschichte auf den Schotterpisten des traditionsreichen WM-Laufs. Das Nachfolgemodell ŠKODA FABIA R5 evo feierte 2019 zum Einstand direkt einen Doppelsieg mit den Fahrern Kalle Rovanperä und Jan Kopecký. Seitdem ist das Rallye-Auto, das seit einer Änderung im Reglement die Bezeichnung ŠKODA FABIA Rally2 evo trägt, das erfolgreichste und populärste in seiner Kategorie. In den Kategorien WRC2 und WRC3 fahren bei der Rallye Portugal am kommenden Wochenende insgesamt 42 Rally2-Fahrzeuge von fünf verschiedenen Herstellern um den Sieg – davon sind 18 privat eingesetzte FABIA.

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Leider nicht am Start ist Andreas Mikkelsen (NOR) aus dem von ŠKODA Motorsport unterstützten Team Toksport WRT. Der WRC2-Tabellenführer muss aufgrund einer Corona-Infektion aussetzen. „Natürlich tut es mir sehr leid für das Team. Ich wollte zeigen, dass der ŠKODA FABIA Rally2 evo das schnellste Auto auf Schotter ist“, sagt Mikkelsen und ergänzt: „Ich habe mich sofort in Selbstisolation begeben und werde alles tun, um bis zum nächsten WM-Lauf in Italien wieder zu 100 Prozent fit zu sein.“

Marco Bulacia aus Bolivien, Mikkelsens Kollege im Team Toksport WRT, liegt in der WRC2-Tabelle derzeit auf Rang zwei. Er freut sich auf die Rallye Portugal. „Unbefestigte Strecken liegen mir, ich kann es kaum erwarten, den ŠKODA FABIA nach langer Zeit endlich wieder einmal bei einer Schotter-Rallye zu fahren“, betont Bulacia.

In der WRC3-Kategorie für Privatfahrer, in der ebenfalls Rally2-Fahrzeuge starten, feierten Kajetan Kajetanowicz/Maciej Szczepaniak (ŠKODA FABIA Rally2 evo) bei der Rallye Kroatien den Sieg. Ihre finnischen Markenkollegen Emil Lindholm/Mikael Korhonen wurden Zweite. Nun findet das Duell der beiden WRC3-Spitzenteams auf den Schotterpisten der Rallye Portugal seine Fortsetzung.

Die Rallye Portugal beginnt am Donnerstagabend (20. Mai) mit dem Showstart in Coimbra. Am Freitag (21. Mai) führt die Rallye in die Region um Arganil. Insgesamt stehen acht Wertungsprüfungen über rund 123 Kilometer Strecke an. Der Samstag (22. Mai) ist auch in diesem Jahr wieder der längste Tag der Veranstaltung. Die sieben Wertungsprüfungen über mehr als 165 Kilometer prägt ein Mix aus sandigen Pisten, rauen Stein- und Felspassagen und tiefen Spurrillen. Die jeweils zweiten Durchgänge machen das Programm noch anspruchsvoller. Hier ist die richtige Reifenwahl der Schlüssel zum Erfolg: Weichere Gummimischungen ermöglichen mehr Traktion auf sandigem Untergrund, während härtere Pneus einen geringeren Verschleiß auf den längeren Prüfungen garantieren.

Am Sonntag (23. Mai) stellen sich die Teams den Wertungsprüfungen rund um die Stadt Fafe, hier erwarten sie schnelle, glatte Schotterpisten inklusive der berühmten Sprungkuppe. Nach insgesamt 21 Prüfungen über 346,26 Kilometer erreicht der Sieger am Sonntag gegen 14:20 Uhr Ortszeit (15:20 Uhr MESZ) das Ziel in Matosinhos in der Nähe von Porto.