Sonntag, 19. September 2021
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Rallye Allgemein
12.09.2021

ADAC Rallye Masters sorgt für Überraschungen im Norden

Wechselhafte Wetterbedingungen bei der ADAC Cimbern Rallye verlangten den Teilnehmern des ADAC Rallye Masters großes Geschick im Umgang mit ihren Rallye-Fahrzeugen ab. In der schnellsten Gesamtzeit unter den Startern der beliebten Breitensport-Rallyeserie des ADAC bewältigten Martin Christ und Heinke Möhrpahl die Rallye rund um das schleswig-holsteinische Süderbrarup. Nach seinem dritten Klassensieg in Folge ist Tarek Hamadeh-Spaniol zur Saisonhalbzeit alleiniger Gesamtführender des ADAC Rallye Masters. Seine Fortsetzung findet der Kampf um Klassensiege und Punkte für das Gesamtklassement bei der ADAC 3-Städte-Rallye, die vom 14. bis 16. Oktober in und um Freyung-Grafenau in Niederbayern stattfindet.

Drei unterschiedliche Klassen in der Spitzengruppe der Gesamtwertung

Erneut bewies das Starterfeld des ADAC Rallye Masters, dass in der ADAC Rallye-Serie verschiedenste Fahrzeuge Erfolge verbuchen können. Die schnelle Klasse NC1 gewann bei der ADAC Cimbern Rallye das Duo Christ/Möhrpahl. Damit verbuchte das Mitsubishi Lancer Evo 9-Gespann weitere 30 Meisterschaftspunkte. Sie verwiesen Michael Bieg/Julia Götzl im gleichen Fahrzeugmodell auf Platz zwei der Klasse. Andreas Dahms/Paul Schubert, die mit dem Porsche 911 als einziges NC1-Team im Ziel nicht auf ein Rallye-Auto der Mitsubishi Lancer-Reihe setzten, hielten den dritten Klassenrang.

In der Wertung der NC2-Fahrzeuge feierte Routinier Walter Gromöller (Opel Ascona 400) einen weiteren Klassensieg und brachte damit erneut maximale Punkte auf sein Konto im Gesamtklassement des ADAC Rallye Masters. Dort belegt er gemeinsam mit Beifahrer René Meier nach der ADAC Cimbern Rallye den zweiten Platz. Klassen-intern komplettierten Kai-Dieter Kölle/Theresa Bockwoldt (Porsche 911 Carrera 2,7) und Nicolai Göttig/Jennifer Gräfe (Opel Corsa OPC) die Top-3.

Hamadeh-Spaniol zeigt bislang makellose Bilanz 2021

Eines der sportlichen Highlights der ADAC Cimbern Rallye setzte jedoch Tarek Hamadeh-Spaniol (Citroën C2). Mit Henry Wichura auf dem Beifahrersitz fuhr der Saarländer bei der dritten Veranstaltung des diesjährigen ADAC Rallye Masters bereits seinen dritten Klassensieg in der Klasse NC4 ein und blickt somit auf eine makellose Bilanz. Diese beschert ihm aktuell die alleinige Führung in der Gesamtwertung der ADAC Rallye-Serie. Dort verwaltet er einen Vorsprung von neun Punkten auf Gromöller/Meier. Hamadeh-Spaniols Klassen-Konkurrenten Dirk Bieber/Jens Grzebien (Honda Civic) und Andy und Katja Schorsch (Citroën DS3 R1) ernteten Punkte für die Klassen-Positionen zwei und drei.

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Zweitschnellster ADAC Rallye Masters Pilot im hohen Norden Deutschlands wurde Konstantin Keil (Citroën DS3 R3T Max), der gemeinsam mit Co-Pilotin Stefanie Fritzensmeier ein erneut starkes RC4-Feld anführte. Das Duo reihte sich in der ADAC Rallye Masters Gesamttabelle der ADAC Cimbern Rallye zwischen Christ/Möhrpahl und Bieg/Götzl ein. Dahinter in der Klasse RC4 wurden Nico Knacker/Enrico Flores-Trigo (Opel Adam R2) und Armin Holz/Nico Eichenauer (Citroën DS3) gewertet, die damit sowohl im ADAC Rallye Masters als auch in der 2WD-Wertung der Deutschen Rallye-Meisterschaft Zählbares einfuhren.

Dinkel bleibt punktelos im hohen Norden

Für Patrik Dinkel und Tamara Lutz (Mitsubishi Lancer Evo 9 RS), die in den ersten zwei Rallyes der Saison ebenfalls maximale Punkte feierten, war die ADAC Cimbern Rallye bereits nach der ersten Wertungsprüfung beendet. Das Duo blieb nach einem Unfall unversehrt, büßte mit dem Ausfall allerdings wertvolle Zähler in der Klasse NC1 sowie in der Gesamtwertung des ADAC Rallye Masters ein.

Martin Christ (Mitsubishi Lancer Evo 9): “Für uns hat es heute gut funktioniert. Wir waren Schnellste in der Klasse und konnten uns direkt hinter den Rally2-Fahrzeugen platzieren. Nach der Saarland-Pfalz Rallye haben wir unser Fahrzeug optimiert, das geht offensichtlich in die richtige Richtung. Jetzt blicken wir natürlich auf die nächsten Rallyes. Mit ihrer Länge wird die ADAC 3-Städte-Rallye sicherlich eine Mammutaufgabe für uns, aber wir freuen uns definitiv sehr auf die nächsten Duelle mit unseren unmittelbaren Konkurrenten.“