Sonntag, 19. September 2021
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HJS Rallye
10.09.2021

Zweite Saisonhälfte des HJS DMSB Rallye Cup startet im Saarland

Mit der 33. ADAC Rallye ‚Kohle und Stahl‘ (11.09.2021) rund um Nohfelden im nördlichen Saarland startet der HJS DMSB Rallye Cup der Region Süd in die zweite Saisonhälfte. Der vierte von sechs Läufen im Süden wandelt auf den Spuren des deutschen Weltmeisterschaftslaufes, der ebenfalls in dieser Region ausgetragen wird. Der MSC Obere Nahe kann aufgrund der wieder gestiegenen Fallzahlen als Veranstalter erneut keine Zuschauer zulassen.

Die sechs Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 68,20 Kilometern beinhalten einen Anteil an unbefestigten Teilen von 2,2 Kilometern. Das ist für Rainer Noller bereits vorentscheidend. Der Schwabe gehört mit sieben Gesamtsiegen bei der ‚Kohle‘ fast schon zum Inventar, die letzten drei absolvierte er in Folge. „Ohne einen nennenswerten Schotteranteil und bei trockenem Wetter habe ich im Mitsubishi-Allradler gegen die Brüder Kai und Tim Otterbach in ihrem BMW M3 kaum eine Chance.“ Für Noller gehört die ‚Kohle‘ zu seinen Lieblingsrallyes, „Top-Organisation, nette Menschen und Top-Prüfungen.“
 
Mit Noller und den Otterbach-Brüdern ist die Liste der Anwärter auf die vorderen Platzierungen aber noch lange nicht vollständig. Cup-Leader Oliver Bliss im Mitsubishi Lancer, Johannes Kessel (BMW M3) oder Damian Sawicki im Subaru Impreza bilden lediglich die Spitze der weiteren Top-Teams.

HJS-DRC Region Süd: Spannender Kampf an der Spitze

Die Cup-Spitze liegt im Süden eng beieinander, zwischen Oliver Bliss an der Spitze und dem viertplatzierten Tom Kässer sind es nur 2,33 Zähler. Da die Punkte in den jeweiligen Klassen in Relation zu den gestarteten Teilnehmern vergeben werden, ist auch die Anzahl der Starter für eine perfekte Ausbeute wichtig. Oliver Bliss und Co-Pilot Fabian Peter starten in ihrem Mitsubishi Lancer in der Klasse NC1 mit 13 weiteren Teams. Darunter sind aber auch alle Favoriten auf den Gesamtsieg und damit die Podestplätze in der Klasse. „Wir werden natürlich um den Sieg kämpfen, aber dabei auch immer im Blick haben, dass wir auf jeden Fall ins Ziel kommen und uns Punkte sichern“, beschreibt Bliss die Taktik. „Ziel ist das Podium, alles zwischen Platz eins und drei wäre genial.“ René Noller, der Sohn von Rainer Noller, liegt derzeit auf dem zweiten Platz, der 19-jährige führt im Opel Corsa Rally4 zudem die Junior-Wertung an. Für Vater Rainer ist es ‚ein komisches Gefühl‘, wenn René hinter mir startet. „Am liebsten würde ich ihn nur betreuen. 2020 hatten wir schon einen Doppelstart bei der ‚Kohle‘. Das Ergebnis mit dem Gesamtsieg für mich und den Klassensieg für René können wir gerne wiederholen“, ergänzt er schmunzelnd. Für Noller junior bietet die Rallye diesmal keine optimalen Voraussetzungen, „mit nur zwei Startern in der Klasse gibt es nur reduzierte Punkte. Damit wird es schwer, unsere Platzierung zu halten. Aber dennoch geben wir alles und versuchen auch, im Gesamtklassement ganz vorne dabei zu sein“, sagt der Gesamtsieger des letzten Laufes in Thüringen.

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Etwas besser sind die Chancen für Michael Mathes /Julius Emmert die als Zweite der Junior-Wertung und dritte im Gesamtklassement im VW Golf in der seriennahen Klasse NC8 gegen vier weitere Teams antreten. Mit 20 Startern stellt die Klasse NC3 hingegen fast ein Drittel des gesamten Starterfeldes. Entsprechend hoch sind auch die Punkte, die man hier erreichen kann.

Tom Kässer und Co-Pilot Stephan Schneeweiß liegen aktuell auf dem vierten Cup-Rang. Im Honda Civic haben sie allerdings auch harte Konkurrenz in der Klasse. Hans Limpert im BMW 320is und die Schumann-Zwillinge Max (Honda Civic) und Felix (Ford Fiesta ST) wollen nicht nur beim Kampf um die Klassenspitze, sondern auch bei der Punkte-Vergabe im Cup ein Wörtchen mitreden. Kässer erklärt, „unsere Taktik ist so wie immer: Wir wollen die Klasse gewinnen. Dabei werden wir aber auch so vorsichtig agieren, dass wir nicht ausfallen und auf jeden Fall Punkte sammeln. Da unsere Antriebswellen die Schwachstelle des Civic sind, werden wir an den entscheidenden Stellen sehr materialschonend ans Werk gehen.“