Montag, 3. August 2020
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VLN
14.07.2020

KTM X-BOW Cup bei den NLS-Läufen zwei und drei mit viel Action

Die Nürburgring Langstrecken Serie brachte am Wochenende den ersten „Double Header“ ihrer Geschichte äußerst erfolgreich hinter sich, sowohl am Samstag (NLS2) als auch am Sonntag (NLS3) bekamen die hunderttausenden Fans am Livestream große Starterfelder und atemberaubende Renn-Action quer durch alle Klassen direkt von der Nürburgring Nordschleife „frei Haus“ geliefert. Auch der „KTM X-BOW CUP powered by MICHELIN“ war am Start, drei Teams teilten sich je einen KTM X-BOW GT4 in Cup-Spezifikation.

Schnellster Mann im Qualifying war – wenig überraschend – einmal mehr KTM Werksfahrer Reinhard Kofler, er teilte sich den KTM X-BOW GT4 wie gewohnt mit Georg Griesemann. Die Rennen selbst liefen dann nicht ganz so eindeutig ab, wenngleich das Duo Kofler/Griesemann am Samstag mit einer Runde Vorsprung auf das Trio Maik Rönnefarth/„MAX“/„JENS“ und mit zwei Runden Vorsprung auf das Dreier-Gespann Stephan Brodmerkel/Michael Mönch/Karam Osman Ercan gewinnen konnte.

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Denn am Sonntag kam bereits kurz nach dem Start um 12:00 Uhr alles anders: Kofler, der den Start-Turn fuhr, wurde nur wenige Kilometer nach dem Beginn des Rennens, noch auf der Grand-Prix-Strecke, von Jörg Viebahn im Porsche Cayman GT4 mit der Startnummer 177 von der Strecke geschossen. Der Deutsche war Kofler eingangs der Schikane nahezu ungebremst ins Auto gefahren. Während damit das Rennen für Griesemann/Kofler zu Ende war, konnte Viebahn weiterfahren. Die offenbar angedachte, aber aus unerfindlichen Gründen nicht ausgesprochene 35-Sekunden-Strafe für Viebahn erzürnte Georg Griesemann noch mehr, als es der Vorfall ohnehin schon getan hatte: „Das ist eine bodenlose Frechheit. Unser Rennen ist nach ein paar Kilometern zu Ende, und die Rennleitung spricht eine Alibi-Strafe aus. Wenn das Schule macht, dann öffnet das Tür und Tor zu absolut unfairem Verhalten!“ KTM-Werksfahrer Reinhard Kofler sah die Sache ähnlich: „Ein absoluter Witz – manche Leute glauben offenbar immer noch, dass sie ein vier Stunden Rennen auf der ersten Runde am Grand-Prix-Kurs gewinnen. Langsam wird es Zeit, dass sich die Rennleitung etwas überlegt, um solche völlig sinnbefreiten Aktionen in den Griff zu bekommen, wir fahren ja nicht Auto-Crash…“

Die beiden verbliebenen Teams fuhren indes ein starkes Rennen: Maik Rönnefahrt setzte sich, dieses Mal im Duo mit Kara Osman Ercan, mit zwei Runden Vorsprung vor Stephan Brodmerkel/Michael Mönch/Karl-Heinz Teichmann durch, womit der Lokalmatador auch die Führung in der Cup-Wertung übernehmen konnte. Dort liegt er nun mit 28 Zählern knapp vor Brodmerkel und Mönch (je 25 Punkte).