Sonntag, 20. September 2020
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VLN
04.08.2020

Ein Rennen zum Vergessen: Enttäuschender Samstag für mathilda racing

Beim vierten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie, dem 43. RCM DMV Grenzlandrennen, erlebte mathilda racing einen enttäuschenden Samstag. Voller Vorfreude reiste der Kölner Rennstall mit dem brandneuen Cupra Leon Competición in die Eifel. Allerdings durfte der TCR-Rennwagen gar nicht erst starten. Der altbekannte Cupra TCR mit der Startnummer 806 hatte im Verlauf des Rennens mit Problemen zu kämpfen und der Scirocco schied in der letzten Runde mit technischem Defekt aus.

Anders als erwartet fand das Zeittraining bei starkem Regen statt. Das spielte dem frontangetriebenen mathilda-Scirocco in die Karten: Die Stammpiloten Timo Hochwind und Teamchef Michael Paatz wurden an diesem Wochenende von Cupra-Werksfahrer Mikel Azcona unterstützt. Der Spanier arbeitet an seiner Nordschleifen-Permit, die er für den Start im brandneuen Cupra Leon Competición benötigt. Das schnelle Trio machte sich die Vorteile der Wetterbedingungen zunutze und schnappte sich den zweiten Startplatz in der teilnehmerstärksten Klasse VT2. Für den Cupra TCR reichte es zum dritten Rang in der Klasse SP3T, die mit mehreren TCR-Fahrzeugen ebenfalls stark besetzt war.

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Pünktlich zum Start des Rennens kam die Sonne wieder heraus, sodass beide Fahrzeuge mit den Slick-Reifen von Falken auf die Reise gingen. Bereits nach wenigen Runden musste der Cupra TCR aufgrund eines Problems am Schaltgestänge einen unplanmäßigen Stopp einlegen, der das Fahrertrio um Matthias Wasel, Kai Jordan und Mathias Schläppi weit zurückwarf. In der hart umkämpften SP3T lässt sich dieser Rückstand nicht mehr aufholen, sodass der Cupra TCR schlussendlich auf dem sechsten Platz in der Klasse gewertet wurde.

Besser lief es zunächst für den Scirocco, der bei den ersten drei Saisonrennen jeweils ein Podium in der teilnehmerstärksten VT2-Klasse erzielte. Timo Hochwind absolvierte den Start und hielt den Kontakt zur Spitzengruppe, ehe sich Michael Paatz und Mikel Azcona ans Steuer setzten. Leider musste Hochwind, der für einen Schlussstint übernahm, den Scirocco mit Benzindruckproblemen in der letzten Runde und nur wenige Minuten vor dem Ende abstellen. Teamchef Paatz: „Wir sind ein solides Rennen gefahren und hätten nicht nur wichtige Punkte für die Meisterschaft gebraucht. Mikel benötigt das Ergebnis auch für seine Nordschleifen-Permit. Daher ist dieser Ausfall doppelt ärgerlich!“


Keine Starterlaubnis für den neuen CUPRA

Beim vierten Lauf der NLS stand vor allem die Premiere des brandneuen Cupra Leon Competición im Mittelpunkt. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung durften die Fans das Design des TCR-Rennwagens mitbestimmen. Mit einer Live-Kamera aus dem Cockpit des Cupra wollte sich mathilda racing bei den treuen Fans für die starke Teilnahme bedanken. Doch nur kurz nach Beginn des Zeittrainings wurde der Cupra mit der schwarzen Flagge aus der Veranstaltung geholt.

„Erst fünf Minuten vor Beginn des Trainings wurde ich zu den Technischen Kommissaren beordert und darüber in Kenntnis gesetzt, dass der neue Cupra mangels vorliegender ,Balance of Performance‘ (BoP) nicht eingestuft sei“, erklärt Teamchef Michael Paatz. „Leider hat der kurze Vorlauf nicht mehr gereicht, um das Auto, welches bereits das Training aufgenommen hatte, zu stoppen. Daher wurden wir disqualifiziert, obwohl nach Querprüfung vor Ort alle notwendigen Dokumente für einen Start vorlagen. Leider haben sämtliche Diskussionen mit den Offiziellen keine Änderung zugelassen. Darüber sind wir sehr enttäuscht.“

Wie es bei den kommenden Rennen weitergeht, entscheidet das Team in den kommenden Wochen. Der nächste Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie findet am 29. August 2020 statt. Der vergangene Samstag hat allerdings seine Spuren hinterlassen. „Die Lust an der TCR-Klasse ist uns definitiv vergangen, denn ganz offentsichtlich ziehen in Bezug auf die TCR-Klasse nicht alle an einem Strang“, erklärt Paatz.