Samstag, 19. September 2020
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ROTAX MAX Euro Trophy
12.08.2020

Sieg für RS Competition beim Euro-Trophy-Auftakt

Einen wahren Härtetest absolvierte die Mannschaft von RS Competition am vergangenen Wochenende (7. bis 9. August 2020): Im belgischen Genk stand der Auftakt zur Rotax MAX Challenge Euro Trophy 2020 auf dem Programm: Im international hartumkämpften Starterfeld gingen insgesamt acht RSC-Schützlinge auf die Reise. Auf sie warteten nicht nur ein hochkarätiger Wettbewerb, sondern auch extreme Gripverhältnisse und eine Mischung aus Wetterextremen, die von sonnigen 37°C bis hin zu Regen reichten ... 

Den Anfang machte das Junior-Duo Valentin Kluss und Mikkel Pedersen. Nach dem Qualifying fanden sich die beiden noch im Mittelfeld der Meute wieder, bevor sie in den Vorläufen nachlegen konnten. So verbesserte sich Kluss – unter anderem dank eines guten vierten Platzes in Heat 3 – auf Gesamtrang acht, während Pedersen als 13. ebenfalls Boden gutmachen konnte. Leider wurde der Aufwärtstrend im ersten Finale jäh gestoppt. Beide Piloten verpokerten sich bei der Reifenwahl und waren bei zunehmendem Regen auf Slickreifen chancenlos unterwegs. Als 13. rettete sich Kluss ins Ziel, wohingegen Pedersen wegen eines Regelverstoßes disqualifiziert wurde. Im zweiten Finale konnte Pedersen aber nochmals glänzen. Vom Ende des Feldes gestartet, erkämpfte er sich den beachtlichen neunten Schlussrang. Kluss musste sich dahinter mit Rang 15 zufriedengeben.

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Stark präsentierten sich die DD2-Fahrer des Teams: Allen voran zeigte Silas Loven Rytter mit  Platz drei im Qualifying und Rang zwei nach den Heats sein Potenzial. Im verregneten ersten Finale katapultierte sich der DD2-Rookie dann sensationell zum Sieg. Allerdings erhielt er im Nachhinein eine Spoilerstrafe und eine weitere Penalty wegen Frühstarts, was ihn trotzdem nur auf Platz sechs zurückwarf. Das hielt ihn nicht davon ab, im zweiten Finale erneut zum Angriff zu blasen. Bis zum Schluss setzte er den Führenden unter Druck und musste sich letztlich nur knapp mit Position zwei geschlagen geben, was ihm in der Tageswertung aber den hervorragenden dritten Platz einbrachte. Gleich hinter dem Podiumskandidaten beendete Teamkollege Mathias Lund das Wochenende. Der Däne war in sämtlichen Sessions ein sicherer Top-Fünf-Kandidat und sah in den Finals als Vierter und Dritter die Zielflagge. Weniger gut lief es bei Ville Viiliäinen. Der Finne hatte schon im Qualifying keine Rundenzeit setzen können, haderte dann in den Vorläufen und schied im ersten Finale zu allem Überfluss aus. Am Ende konnte er immerhin Rang elf im Abschlussrennen einfahren.

Sebastian Rumpelhardt war der Mann des Wochenendes in den Reihen des RSC-Mannschaft. In der Qualifikationsphase noch mit soliden Ergebnissen im Mittelfeld unterwegs, kam seine große Stunde mit dem Regen am Finalsonntag. Auf nasser Piste fühlte er sich pudelwohl und erkämpfte sich eine zweiten Platz und einen Sieg, was ihm auch den Triumph in der Tageswertung bescherte. Stallgefährte Michael Becker war am Freitag und Samstag noch die Speerspitze des Teams und rangierte in Schlagdistanz zu Spitze. Er fiel im ersten Finale allerdings auf P6 zurück, bevor er sich im zweiten Hauptrennen wieder auf Rang drei steigerte. In der Endabrechnung belegte er den guten vierten Schlussrang, während Konrad Bayer als Neunter ebenfalls den Sprung in die Top-Ten schaffte und das gute Teamergebnis abrundete.    

„Das waren wirklich sehr schwierige und besondere Bedingungen an diesem Wochenende. Derart hohe Temperaturen und Gripverhältnisse habe ich noch bei kaum einem Rotax-Rennen erlebt. Der Regen am Sonntag war dann eine willkommene Abkühlung, aber damit hatte laut Wetterprognosen niemand gerechnet. Dass unsere Fahrer bei sämtlichen Streckenverhältnissen konkurrenzfähig waren, zeigt, dass wir einen guten Job gemacht haben und sogar noch Luft nach oben haben”, so Marcel Schirmer als zufriedener Teamchef.

Weiter geht es für die Mannschaft von RS Competiton am 15. und 16. August 2020. Dann steht in der neuen Arena E von Mülsen der Saisonauftakt der Rotax MAX Challenge Germany auf dem Plan.