Mittwoch, 21. Oktober 2020
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Porsche Carrera Cup
21.09.2020

Mythos Le Mans auch beim Markenpokal-Rennen spürbar

Der Porsche Carrera Cup Le Mans zog am vergangenen Wochenende nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die TV-Zuschauer von Eurosport und Sport1 in seinen Bann.

In einem spektakulären Rennen setzte sich der Niederländer Larry ten Voorde (Nebulus Racing by Huber) gegen 52 Fahrer durch und bestieg gemeinsam mit dem Zweitplatzierten Leon Köhler (Deutschland/T3/HRT Motorsport) und Ayhancan Güven (Türkei/Martinet by Alméras) das offizielle Siegerpodest des Circuit des 24 Heures du Mans. Ten Voorde erhielt zudem den Pokal als bester Fahrer des Porsche Carrera Cup Deutschland überreicht. Porsche-Junior Güven nahm eine zusätzliche Trophäe für den erfolgreichsten Fahrer des Porsche Carrera Cup France in Empfang.

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An der Gemeinschaftsveranstaltung des deutschen und des französischen Markenpokals nahmen auch vier internationale Gaststarter teil. Loek Hartog (Niederlande/Bas Koeten Racing) repräsentierte den Porsche Carrera Cup Benelux. Er machte durch einen furiosen Start auf sich aufmerksam und setzte sich an die Spitze des Feldes. Fünf Runden leistete er Führungsarbeit, musste sich dann jedoch der Konkurrenz geschlagen geben. Er überquerte die Ziellinie als Vierter, allerdings bekam er für die Verwicklung in eine Kollision mit Porsche-Junior Jaxon Evans (Neuseeland/BWT Lechner Racing) im Nachhinein eine 30-Sekunden Strafe. Evans musste im Kiesbett seine Chancen auf einen Podestplatz begraben und der 17-jährige Hartog wurde in der finalen Ergebnisliste auf Platz 29 gewertet.

Der Belgier Alessio Picariello startete für den Porsche Carrera Cup Asia. Er konnte am Ende des 45-minütigen Rennens Platz acht für sich verbuchen. Der Niederländer Max van Splunteren ging als Vertreter des Porsche Mobil 1 Supercup an den Start. Als Anerkennung für seine Leistung als bester Rookie des internationalen Markenpokals, der im Rahmenprogramm der Formel 1 fährt, wurde sein Fahrzeug von der Porsche AG eingesetzt. Im Gesamtklassement belegte er nach neun Runden Platz 18. 

Als offizieller VIP-Starter kam Hollywood-Star Michael Fassbender zum Einsatz. Der renommierte Schauspieler steuerte einen Porsche 911 GT3 Cup der Porsche AG und überquerte auf Platz 38 von 53 Startern die Ziellinie. Einmal mit einem Porsche 911 RSR am 24-Stunden-Rennen in Le Mans teilzunehmen, lautet das Ziel des mehrfach für den Oscar nominierten Darstellers. „Für mich war es aufregend, zum ersten Mal hier zu fahren. Auf der Strecke war es aufgrund des Regens vorher sehr rutschig. In der Einführungsrunde hatte ich einen Dreher, aber dadurch war ich für das Rennen sensibilisiert. Ich brauche einfach viel Fahrzeit, um hier im nächsten Jahr meinen Traum gemeinsam mit Porsche zu verwirklichen.“ 

Fahrer aus 14 Ländern ließen sich die Sonderveranstaltung auf der legendären Rennstrecke von Le Mans mit ihren 485 PS starken Fahrzeugen nicht entgehen. Für ten Voorde und van Splunteren war es sogar ein Doppeleinsatz. Sie saßen für Porsche-Kundenteams beim 24-Stunden-Rennen im Cockpit eines Porsche 911 RSR. Der frisch gekürte Porsche Mobil 1 Supercup Champion ten Voorde belegte mit Team Project 1 Platz vier in der Klasse GTE-Am. Supercup-Rookie-Meister van Splunteren pilotierte einen RSR von Proton Competition und sah als Zwölfter der Klasse GTE-Am die Zielflagge.

„Der Porsche Carrera Cup Le Mans war für alle Teilnehmer eine ganz besondere Veranstaltung. Wir haben ein actionreiches Rennen mit vielen Zweikämpfen gesehen und die spezielle Atmosphäre an dieser geschichtsträchtigen Strecke war überall spürbar. Das starke Teilnehmerfeld mit 53 Porsche 911 GT3 Cup Fahrzeugen zeigt die ungebrochene Attraktivität des Markenpokal-Konzepts“, sagt Oliver Köppen, Leiter Vertrieb Europa Süd von Porsche Motorsport.

Wer das 45-minütige Rennen des Porsche Carrera Cup Le Mans nochmals anschauen möchte, kann dies auf dem YouTube-Kanal des Porsche Carrera Cup Deutschland oder von Porsche France tun. 

Gesamtergebnis Porsche Carrera Cup Le Mans
1. Larry ten Voorde (Niederlande/Nebulus Racing by Huber)
2. Leon Köhler (Deutschland/T3/HRT Motorsport)
3. Ayhancan Güven (Türkei/Martinet by Alméras)
4. Laurin Heinrich (Deutschland/T3/HRT Motorsport)
5. Adam Eteki (Frankreich/CLRT)
6. Jean-Baptiste Simmenauer (Frankreich/BWT Lechner Racing)
7. Marvin Klein (Frankreich/Martinet by Alméras)
8. Alessio Picariello (Belgien/Team Carrera Cup Asia)
9. Jaden Conwright (USA/Dinamic Motorsport)
10. Julian Hanses (Deutschland/Förch Racing)