Dienstag, 25. Februar 2020
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Automobilsport
06.02.2020

Drei Fragen an Stefan Wendl

Der Start in die Saison 2020 bescherte Mercedes-AMG Motorsport neben den ersten offiziellen Renneinsätzen des neuen Mercedes-AMG GT3 auch die ersten internationalen Erfolge – darunter eine Podiumsplatzierung mit dem neuen GT3-Modell beim IGTC-Auftakt in Bathurst/Australien, einen Gesamt- und zwei Klassensiege beim 24-Stunden-Rennen in Dubai sowie ein Dreifacherfolg des Mercedes-AMG GT4 bei der IMSA Michelin Pilot Challenge in Daytona. Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing, ordnet die Ergebnisse des Saisonauftakts ein und blickt auf die kommenden Highlights. 

Stefan, mit den 24-Stunden-Rennen in Dubai und Daytona sowie den 12 Stunden von Bathurst sind die ersten drei großen Events im Rennkalender von Mercedes-AMG Customer Racing vorüber, der neue Mercedes-AMG GT3 hat dabei seine Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt. Wie fällt Dein Fazit des Saisonstarts aus? 
Stefan Wendl: „Was den Mercedes-AMG GT3 angeht, war das vorzeitig abgebrochene Regenrennen in Dubai natürlich keine Standortbestimmung im klassischen Sinne. Trotzdem nehmen wir unseren Sieg dort als gutes Vorzeichen für die weitere Saison. Der neue GT3 hat sehr gut performt, was wir auch beim Auftakt in die Intercontinental GT Challenge in Bathurst sehen konnten. Hier waren wir mit drei neuen GT3-Fahrzeugen am Start, haben einen dritten Platz geholt und konnten alle drei in den Top-Sechs platzieren. Das ist sehr vielversprechend! Und wenn man die IMSA Michelin Pilot Challenge in Daytona hinzurechnet, haben wir sogar zwei der insgesamt vier ersten Rennen gewonnen. Wir wussten, dass unsere Mercedes-AMG GT4 zu einer starken Performance in der Lage sind. Dass wir dann sogar die ersten drei Plätze belegen konnten, war beeindruckend. Es zeigt, was für eine gute Bandbreite wir in unserem Customer Racing Programm haben.“

Wie sieht der aktuelle Stand und die weitere Planung zum neuen Mercedes-AMG GT3 aus? 
„Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz auf den neuen Mercedes-AMG GT3. Die Nachfrage von Seiten der Kundenteams ist enorm, wir arbeiten mit Hochdruck an der Fertigung. Für die Kolleginnen und Kollegen in Affalterbach bedeutet das eine große Herausforderung, der sich alle mit großem Einsatz stellen. Nach einer intensiven Test- und Erprobungsphase hat sich der neue GT3 nun auch bei seinen Debüteinsätzen bewährt und bereits erste Erfolge erzielt. Ich bin mir sicher, dass uns das Fahrzeug in dieser Saison noch viel Freude machen wird.“

Die GT-Saison nimmt erst in ein paar Wochen so richtig Fahrt auf. Was habt ihr Euch vorgenommen? 
„Im März müssen wir voll da sein. Dann starten unter anderem mit der GT World Challenge und der Nürburgring Langstrecken-Serie zwei für uns sehr wichtige Serien. In der GT World Challenge sind wir Titelverteidiger in der Herstellermeisterschaft und auf der Nordschleife haben unsere Teams 2019 eine Rekordsaison hingelegt. In der „Grünen Hölle“ wollen wir zum Saisonstart 2020 eine möglichst gute Vorbereitung für das 24-Stunden-Rennen absolvieren – dort haben wir uns in unserem zehnten Jubiläumsjahr besonders viel vorgenommen. In Sebring steht außerdem die zweite Runde der IMSA WeatherTech SportsCar Championship an, wo wir uns im Vergleich zu Daytona steigern wollen. Es werden herausfordernde Wochen für unsere Teams, aber genau darin liegt ja auch der Reiz.“