Freitag, 30. Oktober 2020
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ADAC GT4 Germany
23.09.2020

Hofor Racing by Bonk Motorsport: Stark gekämpft in Hockenheim

„Obwohl der BMW M4 GT4 in der aktuellen Situation sicherlich das langsamste Fahrzeug in der ADAC GT4 Germany ist, konnten wir unsere aussichtsreiche Position sowohl in der Fahrer- als auch in der Teamwertung sichern. Wir waren in beiden Qualifyings und Rennen jeweils das schnellste BMW-Team, mehr konnten wir an diesem Wochenende wirklich nicht erreichen“, stellte Teamchef Michael Bonk nach den Rennen in Hockenheim sachlich fest.

Die unter der Nennung Team Hofor Racing by Bonk Motosport eingesetzten zwei BMW M4 GT4 wurden wie gewohnt von den Fahrerpaarungen Michael Schrey/Gabriele Piana (Startnummer 2) und Claudia Hürtgen/Sebastian von Gartzen (Startnummer 3) pilotiert. Im Zeittraining für das erste Rennen fuhr Piana auf Startplatz zwei und von Gartzen auf Position elf. Teamchef Bonk: „Wir haben in Hockenheim die Reihenfolge der Fahrer geändert, da wir uns dadurch einen taktischen Vorteil erwartet hatten. Im Zeittraining für das zweite Rennen platzierte Schrey den Bonk-BMW auf Position acht, Hürtgen erzielte Startplatz zehn.

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In Rennen 1 funktionierte der Plan von Bonk Motorsport nahezu optimal. Piana setzte sich nach einem guten Start sofort in die Führungsposition und baute den Vorsprung in der Folge kontinuierlich aus. Nach dem Pflichtboxenstopp zur Rennhalbzeit konnte Schrey, trotz der fünf Sekunden längeren Standzeit aufgrund des zweiten Platz im zweiten Rennen auf dem Nürburgring, die gute Position zunächst halten. Doch in der Endphase des Rennens rückten der schnelle KTM und der Allied-Porsche deutlich näher. Der KTM war nicht zu halten, den Porsche konnte der Bonk-BMW auf Rang drei verweisen. Hürtgen/von Gartzen waren konstant schnell unterwegs und arbeiteten sich bis auf Position sechs nach vorn. Teamchef Bonk: „Das hat gepasst. Die Positionen zwei und sechs waren das absolute Maximum im Rennen.“

Für das zweite Rennen waren die Startpositionen etwas schlechter. Trotzdem zeigten die Piloten der Bonk-BMW erneut eine gute Vorstellung. Schrey übergab den BMW auf Rang acht an den Copiloten Piana. Der Italiener konnte sich anschließend noch bis auf Platz vier vorarbeiten – auch durch Probleme der Konkurrenz. Teamchef Bonk: „Im Verkehr hatten wir einfach Probleme, einen Konkurrenten zu überholen. Im Vergleich zur Konkurrenz sind wir einfach zu schlecht eingestuft. Es fehlt auch am Topspeed auf den Geraden. Deshalb waren wir auch mit dem vierten Rang sehr zufrieden.“ Der zweite Bonk-GT4 endete auf Platz neun. Noch einmal Bonk: „Auch das war eine tolle Vorstellung. Speziell Claudia Hürtgen hat in der Anfangsphase einige bemerkenswerte Zweikämpfe zu ihren Gunsten entschieden. Aber auch für unser zweites Duo war unter diesen Bedingungen einfach nicht mehr drin.“

Fazit von Teamchef Bonk: „Mit dem Abschneiden können wir zufrieden sein. Allerdings muss sich für die nächsten Veranstaltungen etwas an der Balance of Performance ändern. Aktuell sind wir nicht in der Lage, ein Rennen aus eigener Kraft zu gewinnen.“


Nächster Stopp 24h-Rennen Nürburgring

Bonk Motorsport geht mit drei Fahrzeugen in drei verschiedenen Klassen und mit zwei verschiedenen Marken beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring (24.-27. September) an den Start. Das Topteam startet unter der Flagge von Hofor Racing by Bonk Motorsport mit einem BMW M4 GT4 in der Klasse SP10. Hinter dem Lenkrad des GT4 wechseln sich die Bonk-Stammpiloten Michael Schrey, Michael Fischer, Sebastian von Gartzen und Claudia Hürtgen ab.

Ebenfalls unter der Nennung Hofor Racing by Bonk Motorsport schickt das Team aus Münster einen BMW M240i Racing Cup in der Klasse Cup5 auf die 24-Stunden-Reise. Jürgen Meyer, Axel Burghardt, Rainer Partl und Michael Bonk wechseln sich im Cockpit des Cup-BMW ab.

Als drittes Auto kommt ein Audi RS3 LMS in der TCR-Klasse zum Einsatz, der von Hermann Bock, Max Partl, Andreas Möntmann und Alexander Prinz pilotiert wird.

Teamchef Michael Bonk: „Auch für uns eine neue Erfahrung, so spät im Jahr hat das 24h-Rennen noch nicht stattgefunden. Wir wollen möglichst alle Fahrzeuge ins Ziel bringen und um Klassensiege mitkämpfen.“