Montag, 11. November 2019
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Rallye WM
27.08.2019

Roman Schwedt überzeugt bei der ADAC Rallye Deutschland

Mit einem mehr als deutlichen Klassensieg hat Roman Schwedt mit Co-Pilot Henry Wichura die ADAC Rallye Deutschland beendet. Mit dem Peugeot 208 R2 leistete er sich keinen Fehler, allein ein Plattfuß auf der WP „Panzerplatte“ kostete ihn rund zwei Minuten. Doch durch den herausgefahrenen Vorsprung brachte ihn auch dieser Zwischenfall nicht in Bedrängnis.

Freude und Erleichterung spiegelten sich im Gesicht von Roman Schwedt als er als Klassensieger am Sonntagabend über die Zielrampe der ADAC Rallye Deutschland am Bostalsee fuhr. Rund 350 Wertungsprüfungs-Kilometer hatte der junge Förderfahrer der ADAC Stiftung Sport abgespult und viele mit seiner Leistung überzeugt. Er selbst freute sich am meisten über die Fortschritte, die sein Aufschrieb in diesem Jahr gemacht hatte, denn diese brachten ihm wertvolle Sekunden. „Besonders auf den Strecken in den Weinbergen habe ich einen Unterschied gemerkt. Ich konnte deutlich schneller fahren und habe mich dabei sehr sicher gefühlt“, so der 20-Jährige.

Anzeige
Nachdem Schwedt und Beifahrer Wichura im Shakedown versuchten, sich wieder an das Auto und das Rallyefahren zu gewöhnen, klappte es auf WP 1 auf Anhieb. „Wir saßen schon wieder einige Zeit vor der Rallye nicht im Auto, haben aber schnell unseren Rhythmus gefunden und auch das Set-Up fühlte sich gut an, sodass wir positiv gestimmt in die Rallye gestartet sind“, fasste Schwedt zusammen.

Von Anfang an war er in seiner Klasse tonangebend, zeigte eine souveräne Leistung in den Weinbergen am Freitag und hatte auch noch Spaß dabei. Am meisten begeisterte ihn am Samstag dann aber die berühmt-berüchtigte Panzerplatte, die in diesem Jahr auch ein Mal im Dunkeln gefahren wurde. „Das war vielleicht nicht meine absolut schnellste WP, aber mit Sicherheit eine, die in die Top-Drei-Liste meiner schönsten WP gehört“, meinte Schwedt und ergänzte lachend: „Das könnte natürlich auch daran liegen, dass ich im Dunkeln die fiesen Hinkelsteine gar nicht erst gesehen haben!“

Am Sonntag ließ es das Team Schwedt/Wichura ruhig angehen, um die gute Platzierung nicht am letzten Tag noch zu gefährden. „Ich wusste, dass ich trotz des Plattfußes auf der Panzerplatte noch ausreichend Vorsprung hatte, um sauber und ohne zu großes Risiko durchzufahren“, so Schwedt. „Dabei dann die Nerven zu behalten und nicht wie sonst 100 % zu geben, war allerdings auch eine Herausforderung.“ Die meisterte der Saarländer ohne Kompromisse und ohne dem von ROMO Motorsport eingesetzten Peugeot 208 R2 zu viel zuzumuten. „So stelle ich mir eine fast perfekte Rallye vor. Wir sind fehlerfrei geblieben, die Pace hat gestimmt, wir haben uns weiterentwickelt und alles neu Gelernte hier zusammenbringen können. Für mich war das einfach nur genial – vor allem, weil sich alles vor heimischem Publikum abspielte“, erklärte Schwedt, der überwältigt war von den vielen Fans und der Unterstützung, die er vor Ort erfuhr. „Ich möchte mich bei allen bedanken – angefangen bei meinen Partnern und Sponsoren, bei meinem Team, bei meiner Familie und allen, die an diesem langen Rallye-Wochenende da waren“, so Schwedt abschließend.