Freitag, 26. April 2019
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Rallye WM
28.03.2019

Rallye Tour de Corse: Heimspiel für die Citroën C3 WRC

Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika tritt das Citroën Total World Rally Team vom 28. bis 31. März vor Heimpublikum an. Nach zwei Siegen in den ersten drei Weltmeisterschaft-Rallyes 2019 peilt Citroën Racing nun beim vierten Lauf seinen nächsten Saisonsieg an. Titelverteidiger Sébastien Ogier, der in Monte Carlo und zuletzt in Mexiko gewonnen hat, ist nach den jüngsten Testfahrten optimistisch. Die besondere Herausforderung für ihn wie für seinen Teamkollegen Esapekka Lappi bei der ersten reinen Asphalt-Rallye des Jahres: Der Streckenverlauf der Rallye Tour de Corse wurde gegenüber dem letztjährigen um mehr als 62 Prozent verändert.

So eng und kurvig wie auf Korsika geht es nirgends zu an den 14 WRC-Schauplätzen: Nicht umsonst wird der traditionsreiche Weltmeisterschaftslauf auf den asphaltierten Bergstraßen der französischen Mittelmeerinsel „Rallye der 10.000 Kurven“ genannt. Bei der insgesamt 62. Auflage – der 41. mit WM-Prädikat – stehen an den drei Wettbewerbstagen 14 Wertungsprüfungen über fast 350 Kilometer auf dem Programm. Am Freitag wird im Süden gefahren, am Samstag und Sonntag im Norden mit der Küstenstadt Calvi als finalem Zielort. 

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Der Streckenverlauf der Rallye Tour de Corse 2019 ist um mehr als 62 Prozent verändert im Vergleich zur letztjährigen Ausgabe und hat längere, härtere Wertungsprüfungen. Am Freitag ist nur ein Reifenwechsel erlaubt, am Samstag gibt zwei fast 50 Kilometer lange Abschnitte und am Sonntag eine mit knapp 20 Kilometern extra lange finale Power Stage. Erschwerend hinzu kommt das im westlichen Mittelmeer oft wechselhafte, meist schwer vorhersehbare Frühlingswetter. Doch im Gegensatz zur Asphalt-Rallye rund um Monte Carlo sind die Korsika-Pisten auf jeden Fall frei von Schnee und Eis.

„Die Strecke ist diesmal wieder ganz anders, aber das ist hier ja schon öfter passiert. Und es liegt mir offenbar, neue Wertungsprüfungen in den Griff zu bekommen“, sagt Sébastien Ogier. Der Zweite der aktuellen Fahrerwertung ergänzt: „Das bringt etwas mehr Stress und Adrenalin in die Rallye und dadurch kann es zu größeren Zeitdifferenzen kommen als sonst.“ Der amtierende Weltmeister, zur Saison 2019 zusammen mit seinem Beifahrer Julien Ingrassia zu Citroën Racing zurückgekehrt, hat die Rallye Korsika bislang zweimal gewonnen – 2016 und 2018. „Außerdem kennen wir die Qualitäten unseres C3 WRC auf Asphalt. Unser Test vor dieser Rallye war wirklich produktiv und mein Gefühl im Auto gut“, begründet Ogier seinen Optimismus.

„Wir sitzen alle im selben Boot wegen des geänderten Streckenverlaufs. Für uns ist das sogar eine Chance, denn so fällt anders als bei den anderen Rallyes unser Erfahrungsrückstand nicht so ins Gewicht“, sagt Esapekka Lappi. Der talentierte Nachwuchspilot aus Finnland fährt mit seinem Landsmann Janne Ferm im Citroën Total World Rallye Team den zweiten Citroën C3 WRC. Lappi schaffte 2019 als Zweiter in Schweden bereits einen Podestplatz und liegt in der Fahrertabelle derzeit auf Rang sechs.