Samstag, 20. April 2019
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Rallye WM
15.01.2019

Citroën Total WRT ist startklar für die Saison 2019

Neue Fahrer und neue Farben für das Citroën Total World Rally Team in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft: Sébastien Ogier/Julien Ingrassia, das Weltmeisterduo der letzten sechs Jahre, und Esapekka Lappi/Janne Ferm, eine der talentiertesten Crews der nächsten Generation, bilden das Fahreraufgebot 2019. Mit neuen Farben für die C3 WRC feiert Citroën in diesem Jahr das 100-jährige Firmenjubiläum. Neben den langjährigen Partnern Total und Michelin kehrt Red Bull 2019 zum Citroën Total WRT zurück.

Der diesjährige Saisonstart wird vom 24. bis 27. Januar bei der legendären Rallye Monte Carlo ausgetragen. Dort treten zwei C3 WRC mit den neuverpflichteten Fahrercrews Sébastien Ogier/Julien Ingrassia und Esapekka Lappi/Janne Ferm an. Danach folgen 13 weitere ebenso anspruchsvolle WM-Läufe. Das Saisonfinale findet vom 14. bis 17. November in Australien statt. Seit 1999 hat das Citroën Total WRT 99 WM-Läufe gewonnen. In dieser Saison soll die 100-Siege-Marke geknackt und um die WM-Titel gekämpft werden.

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Pierre Budar, der Teamchef von Citroën Racing, erklärt: „Nachdem wir uns in der zweiten Hälfte der Saison 2018 kontinuierlich verbessert haben – was der Sieg in Spanien sowie Platz zwei in Finnland und Platz drei in Australien unterstrichen haben – wollen wir uns nun weiter steigern. Daher starten wir auch mit zwei neuen Fahrercrews. Sébastiens und Juliens Sinn für Perfektion und Details sowie ihre Fähigkeit, das Team zusammenzubringen, spiegeln die Charakteristiken wieder, die große Champions ausmachen. Wir haben große Hoffnungen, ihnen den siebten WM-Titel zu ermöglichen. Esapekka und Janne sind dagegen die vielversprechendste Fahrercrew der nächsten Generation. Neben ihrem großen Potenzial sind wir von ihrer Reife und ihrer sehr konstruktiven Einstellung begeistert. Wenn man die aktuellen Weltmeister verpflichtet hat, die zuletzt sechsmal in Folge den Titel geholt haben, kann das Ziel nur heißen, die WM-Titel zu holen.“

Citroën feiert 2019 ein besonderes Jubiläum: Vor 100 Jahren gründete der französische Industrielle André-Gustave Citroën die gleichnamige Marke. Diese ist seitdem zu einem großen, weltweit operierenden Automobilhersteller geworden, bei dem der Motorsport schon immer eine wichtige Rolle gespielt hat. Um das Jubiläum zu feiern starten die C3 WRC in diesem Jahr mit den Doppelwinkeln, die an das originale Logo im Gründungsjahr 1919 erinnern. Die neue Beklebung der Rallyeboliden geht jedoch darüber hinaus: Fester Bestandteil bleibt das Rot des langjährigen Partners Total. Citroën und der französische Schmierstoffhersteller arbeiten mittlerweile seit 51 Jahren zusammen. Ebenso eng ist die Kooperation mit dem französischen Reifenhersteller Michelin. Zurück auf den Fahrzeugen und der Teamkleidung wird Red Bull sein. Der Energy-Drink-Hersteller war bereits von 2009 bis 2012 Partner von Citroën.

Um die Ziele für 2019 zu erreichen, wurde der Citroën C3 WRC stetig weiterentwickelt. Für die Saison 2018 war das Ziel, das Fenster zu vergrößern, in dem das Fahrzeug optimal agiert und damit den Fahrern mehr Vertrauen in ihr Arbeitsgerät zu geben. In Argentinien wurde daher eine neue Hinterradaufhängung eingeführt, wodurch das Handling des Autos deutlich konstanter wurde. Der zweite wichtige Schritt war die neue Vorderradaufhängung, die in Finnland debütierte und für eine bessere Balance sorgte. „Diese Änderungen haben den Citroën C3 WRC berechenbarer gemacht, wenn sich die Gripverhältnisse ändern, und sorgen für bessere Traktion beim Bremsen“, sagt Olivier Maroselli, der Technische Direktor vom Citroën Total WRT. „Die Arbeit an der Kinematik der Radaufhängung für Asphaltveranstaltungen hat ebenfalls positive Ergebnisse gebracht.“ Diese wurde durch den Sieg in Spanien unterstrichen. Dort setzte sich Citroën bei wechselnden, teilweise nassen und schlammigen Bedingungen gegen die Titelkandidaten durch. „Wir arbeiten weiter an verschiedenen Dämpfer-Lösungen, aber auch an weiteren Ideen für eine bessere Effizienz – so auch am 1,6-Liter-Turbotriebwerk“, so Maroselli. „Im Laufe dieses Jahres ist ein Chassis-Upgrade bei der Radaufhängung geplant. Zudem wägen wir derzeit ab, ob es sinnvoll wäre, den Abtrieb zu erhöhen.“