Sonntag, 22. September 2019
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
ROTAX MAX Challenge
22.05.2019

Pokalregen für Nees Racing Team in Oppenrod

Mit insgesamt neun Piloten reiste das Nees Racing Team am 18. und 19. Mai 2019 ins hessische Oppenrod, um sich in der traditionsreichen Motorsportarena Stefan Bellof dem Halbzeit-Event der Rotax MAX Challenge Germany zu stellen. Am Ende konnte der Maranello-Importeur aus Unterfranken neben einem Sieg auch drei weitere Podestplätze einfahren ...
 
Bei den Jüngsten der Mircos vertraten Tom Muhler, Tom Reger und Moritz Wolber die Teamfarben erfolgreich. Schon beim Event am Samstag holte sich Muhler als Zweiter einen Platz auf dem Podium der Tageswertung, während Reger und Wolber als Vierter beziehungsweise Fünfter knapp daran vorbeischrammten. Am Sonntag legte das Trio aber noch eine Schippe nach. Mit einer sensationellen Leistung bugsierte sich der Teamnachwuchs an die Spitze der Meute, indem sich Muhler und Reger beide Laufsiege aufteilten. Am Ende durfte Muhler seinen zweiten Saisonsieg feiern und Reger machte als Zweiter den Doppelsieg perfekt. Auch Wolber konnte sich im Vergleich zum Vortag nochmals steigern und belegte am Ende des Wochenendes Platz vier.
 
Max Reis startete bei den Minis verhalten ins Halbzeit-Wochenende und erkämpfte sich am Samstag einen soliden vierten Platz in der Schlussrechnung. Besser in Fahrt kam der Ramsteiner am Sonntag, was er schon mit der Trainingsbestzeit am Morgen unterstrich. Auch in den Rennen war er in Topform und so kreuzte er den Zielstrich einmal als Erster und einmal als Zweiter. Unglücklicherweise erhielt Reis in beiden Durchgängen eine nachträgliche Strafe, weshalb am Ende kein besseres Ergebnis als Rang vier in der Tageswertung heraussprang. Sein Teamkollege Jonas Ungnader etablierte sich an beiden Tagen im Mittelfeld und trat die Heimreise mit zwei sechsten Plätzen im Gepäck an.
 
Stark präsentierte sich Senior Lukas Horstmann, der schon am Samstag mit der zweitschnellsten Zeit im Qualifying für Aufsehen sorgte. Dass dies kein Zufallstreffer war, bewies der Meerbuscher in den Rennen, die er mit drei Spitzenplatzierungen beendete. Am Abend durfte er verdient den dritten Platz der Tageswertung feiern. Auch am Sonntag knüpfte Horstmann an seine Performance an, indem er sich im Zeittraining mit Position drei empfahl. Allerdings verliefen die Rennen dieses Mal nicht ganz reibungslos. Unter anderem kostete ihn eine Spoiler-Strafe wertvolle Positionen. Am Ende reichte es noch zum sechsten Platz in der Tageswertung.
 
Der zweite Senior im Team, Laurin Frey, konnte aus privaten Gründen nur am Samstag an den Start rollen. Er hatte jedoch wenig Glück: Holte er in den ersten beiden Wertungsläufen noch die Positionen 18 und 17, schied er im letzten Rennen vorzeitig aus.
 
Das Feld der DD2-Klasse mischten die Brüder Florian und Oliver Breitenbach auf: Florian konnte vor allen Dingen im Qualifying glänzen, was P5 am Samstag und P2 am Sonntag eindrucksvoll veranschaulichen. In den insgesamt sechs Rennen sammelte er allerdings vier Zeitstrafen wegen Spoilervergehens beziehungsweise Frühstarts. Damit reichte es am Ende auch nur zu den Plätzen acht und neun in den Tageswertungen. Bruder Oliver fand sich auf ähnlichen Platzierungen wieder, hatte aber am Sonntag im letzten Rennen des Tages seinen großen Auftritt: Als einziger Pilot im Feld entschied er sich nach einem Gewitterschauer für Slick-Reifen und lag damit vollkommen richtig. Aus der Box startend, eilte er dem ganzen Feld mit einer sehenswerten Aufholjagd hinterher. Platz um Platz kämpfte er sich nach vorne bis er als Fünfter die Zielflagge sah. Einzig ein Abflug in die Botanik hatte ihn enorm viel Zeit und letztlich auch ein sicheres Top-Drei-Ergebnis gekostet.
 
Teamchef Manuel Nees war am Abend sehr zufrieden: „Unser Nachwuchs bei den Micros und Minis schlägt sich wirklich toll. Es ist eine Freude, den Kids zuzusehen. Auch bei den Senioren sind wir ganz vorne dabei und wollen diese Pace weiterhin halten. Das Potenzial in der DD2-Klasse ist ebenfalls absolut vorhanden, allerdings konnten wir es diesmal nicht in ein zählbares Ergebnis umwandeln.” 
 
Als nächstes steht für die Mannschaft aus Alzenau das dritte Saisonrennen des RMC Clubsports auf dem Programm. Dieses findet am 22. und 23. Juni 2019 in Bopfingen statt, bevor es eine Woche später nach Genk (BE) zum vorletzten Rennwochenende der RMC Germany geht.