Donnerstag, 23. Mai 2019
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FIA Formel E
11.03.2019

DS TECHEETAH in Hongkong: gute Leistung, aber keine Belohnung

Der fünfte Lauf der ABB FIA Formel E-Meisterschaft in Hongkong war gleichzeitig das fünfzigste Rennen der rein elektrischen Motorsportserie. Das vom Regen bestimmte Qualifying prägte die Startaufstellung und das Renngeschehen. 

In den Testphasen und im Qualifying war die Rennstrecke wegen einiger Regenschauer äußerst rutschig. Beide Rennfahrer von DS TECHEETAH starteten in der zweiten Qualifikationsgruppe. André Lotterer erreichte die Super Pole, während Jean-Éric Vergne vom neunten Startplatz ins Rennen ging. Nach einer engagierten Fahrt während der Super Pole startete sein Teamkollege vom dritten Platz aus.

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Gleich zu Rennbeginn konnte André Lotterer im „Attack Mode“ einen Platz gewinnen und anschließend die Rennspitze übernehmen. Jean-Éric Vergne kämpfte im Mittelfeld und wurde in zwei Unfälle verwickelt. André Lotterer konnte sich bis zur vorletzen Runde gegen alle Überholversuche wehren und in Führung bleiben. Nach einem zu aggressiven Angriff des Briten Sam Bird platzte ein Reifen des DS E-Tense FE 19 und die Radaufhängung wurde beschädigt. Jean-Éric Vergne und André Lotterer erreichten als Dreizehnter und Vierzehnter das Ziel.

Mark Preston, Teamchef DS TECHEETAH: „Es tut uns allen leid für André. Der Sieg war greifbar, er hätte ihn verdient. Seit André für DS TECHEETAH fährt, ist er stärker geworden und wurde mit Podiumsplätzen belohnt. Das gesamte Wochenende über war er leistungsstark, hatte beeindruckende Zeiten während der Testphasen und im Qualifying erzielt und wurde zur Super Pole zugelassen. Beinahe wäre er aus einem spannenden Rennen als Sieger hervorgegangen, doch das Glück war nicht auf seiner Seite. Wichtig ist, dass André in Führung lag und auf nasser Strecke die Leistungsfähigkeit des DS E-Tense FE 19 unter Beweis stellte. Das ist sehr positiv. Wir konzentrieren uns nun ganz auf das nächste Rennen und wollen in zwei Wochen im chinesischen Sanya erneut angreifen.“

Xavier Mestelan Pinon, Direktor DS Performance: „Das Ergebnis ist zwar enttäuschend, ich möchte André aber dennoch zu seiner starken Leistung gratulieren. Er war am Wochenende schnell und hätte den Sieg verdient gehabt. Wegen eines Zusammenstoßes mit Sam Bird ist nicht nur sein Reifen geplatzt sonder auch der Traum vom Sieg. Es ist für das gesamte Team ernüchternd, aber das ist Motorsport.“

Jean-Éric Vergne: „Ich war heute vom Pech verfolgt und für André tut es mir leid. Es hätte sein Sieg und ein wichtiger Sieg für das Team werden sollen. Wir werden das Rennen vergessen und nach vorne schauen. Alle Teammitglieder halten fest zusammen. In Sanya wird es wieder aufwärts gehen.“

André Lotterer: „Es sollte ein schöner Tag werden. Doch in der letzten Runde beschädigte Sam Bird meine Reifen und meine Aufhängung. Das war kein Fair-Play von ihm und wir konnten keine Punkte erzielen. Obwohl Sam dafür bestraft wurde, ändert es nichts an unserem Ergebnis. Der erste Platz ist dahin. Wenigstens habe ich im Rennen mit einem sehr wettbewerbsfähigen DS E-Tense FE 19 die beste Rundenzeit erzielt. Ich kann es kaum erwarten, nach Sanya zu fahren.“