Mittwoch, 23. Oktober 2019
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Automobilsport
02.10.2019

Schütz-Duo Vize-Champions in der Juniorwertung

Für Schütz Motorsport ging es beim Finale des ADAC GT Masters auf dem 3,645 Kilometer langen Sachsenring noch um den Titel des besten Juniors. Der 22-jährige Marvin Dienst und der zwei Jahre jüngere Aidan Read hielten das Rennen um den besten Fahrer unter 25 Jahre bis zum Schlussoffen und durften sich am Ende über einen zweiten Platz in der Juniorwertung freuen. In der ADAC GT4 Germany holte Marcus Suabo Rang fünf in der Trophywertung, in der die über 35-jährigen Starter mit wenig Rennsport-Erfahrung zusammengefasst sind. 

Schütz Motorsport kehrte in diesem Jahr nach einjähriger Pause zurück ins ADAC GT Masters und setzte dabei auf zwei junge Piloten. Der Deutsche Marvin Dienst war bereits ein Bekannter der Mannschaft von Christian Schütz, während der Australier Aidan Read neu zum Team stieß und erstmals in seiner noch jungen Karriere eine Rennserie in Europa bestritt. Gemeinsam eroberten sie den zweiten Platz in der hart umkämpften Juniorwertung. „Natürlich hätten wir gerne den Titel gewonnen, aber auch mit Rang zwei können wir bei unserem Comeback in der Serie gut leben. Mir ist wichtiger, dass wir als Team in diesem Jahr zusammengewachsen sind, die Abläufe optimiert haben und viel für die Zukunft gelernt haben“, ist Teamchef Christian Schütz nicht unzufrieden mit der Saisonleistung seiner Truppe.

Anzeige
Auf dem Sachsenring starteten sie gut, Dienst sicherte sich in seinem Qualifying die dritte Position. Aus dieser nahm er dann auch das erste Rennen des Wochenendes auf und blieb dort bis zum Beginn der obligatorischen Fahrerwechsel. „Doch leider hatten wir beim Stopp ein technisches Problem mit dem Timer“, erklärte Dienst. So dauerte der Halt über 20 Sekunden länger als die laut Reglement vorgeschriebenen 70 Sekunden, was Read auf den zehnten Rang zurückwarf. Aber er steckte den Kopf nicht in den Sand und gab alles. „Am wichtigsten war mir, mich im Duell gegen Frédéric Vervisch durchzusetzen und ich war froh, das geschafft zu haben. Dessen Partner Ricardo Feller war einer unser härtesten Rivalen in der Juniorwertung, es ging also um wichtige Punkte in diesem Klassement“, gab Read, der auf Rang acht und damit vier Positionen vor Vervisch abgewinkt wurde, zufrieden zu Protokoll.

Am Sonntag wurde dann das finale Rennen des Jahres gestartet, das Read und Dienst auf Platz 14 beendeten. Das bedeuteteRang vier unter den Junioren, was sie auf Platz zwei in der Junior-Abschlusstabelle brachte. „Ich bin stolz, dass wir das erreicht haben, denn diese Saison war nicht einfach. Auch persönlich bin ich zufrieden, denn ich konnte mich vor allem in Hockenheim und jetzt am Sachsenring noch einmal steigern“, zog Read ein zufriedenes Fazit seiner ersten Saison im ADAC GT Masters.

Während Read sich wie üblich auf seine Einsätze mit dem Mercedes-AMG GT3 konzentrierte, waren Diensts Fähigkeiten auch in der ADAC GT4 Germany gefragt. Zusammen mit Marcus Suabo belegte er einen 15. Platz und musste einen Ausfall hinnehmen. „Marvin ist ein klasse Rennfahrer und ein toller Driver-Coach; ich kann mich bei ihm nur für die vielen Tipps und Hinweise über die Saison hinweg bedanken“, lobte Suabo seinen Lehrer. Dass er die Tipps des ehemaligen Champions der ADAC Formel 4 auch umsetzen konnte, bewies er mit dem fünften Platz in der Trophywertung der GT4 Germany.

Lob gab es auch für den ADAC, der in diesem Jahr erstmals eine GT4-Rennserie ausgeschrieben hatte. „Wir sind mit der GT4 Germany sehr zufrieden. Der ADAC macht einen tollen Job, die Organisatoren sind motiviert und geben sich alle Mühe, die Kommunikation untereinander ist vorbildlich. Es hat Spaß gemacht, Teil des Debütjahres dieser Serie zu sein“, fasste Christian Schütz die GT4-Saison aus seiner Sicht zusammen.