Dienstag, 20. August 2019
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Automobilsport
15.08.2019

Kein Aston Martin am Nürburgring: PROpeak Performance zieht Fahrzeuge zurück

PROpeak Performance wird am Wochenende (16. bis 18. August) nicht auf dem Nürburgring an den Start gehen. Sowohl aus der ADAC GT4 Germany als auch aus dem ADAC GT Masters zieht das Team aus Wiesemscheid seine Fahrzeuge zurück. Damit reagiert PROpeak Performance, seit Jahresbeginn offizieller Race-Partner von Aston Martin Racing (AMR), einerseits auf die nach dem Rennen am vergangenen Wochenende in Zandvoort erfolgte negative Änderung der Fahrzeugeinstufung, der so genannten „Balance of Performance“, kurz BoP, für den Aston Martin Vantage GT4, andererseits auf die fehlende Konkurrenzfähigkeit des Aston Martin Vantage GT3.     

 Teamchef Christoph Esser erklärt: „Diese Entscheidung ist uns sehr schwergefallen, gerade bei unserem Heimspiel auf dem Nürburgring nicht anzutreten. Aber uns bleibt keine andere Möglichkeit als diese Konsequenz zu ziehen und wegen der nicht nachvollziehbaren BoP-Änderung in der GT4 und der fehlenden Konkurrenzfähigkeit des Vantage in der GT3 unsere Autos in der Werkstatt stehen zu lassen. Beim Rennen zur ADAC GT4 Germany am vergangenen Wochenende in Zandvoort konnten wir dank einer positiven BoP-Veränderung erstmals im Vorderfeld mitfahren. Weil andere Teams nachträglich bestraft wurden, haben wir im Samstag-Rennen mit David Griessner und Akhil Rabindra letztlich sogar den vierten Rang belegt. Aber wir hatten in Zandvoort nie eine Chance, um den Sieg mitzufahren. Daher ist es für uns weder nachvollziehbar noch akzeptabel, dass die BoP für Aston Martin nach nur einem Rennen wieder verschlechtert wird. Dagegen bleibt die Einstufung von BMW und KTM unverändert, obwohl beide Fahrzeuge seit Saisonbeginn klar überlegen sind und – fahrerunabhängig – fünf der sechs Rennen gewonnen haben, BMW drei und KTM zwei. Aufgrund der nicht nachvollziehbarer Verschlechterung der BoP ist keiner unserer GT4-Fahrer bereit, zum Rennen anzutreten und für den Einsatz zu zahlen. In der GT3 haben wir die Situation, dass es in sieben Wochen Vorbereitung vor Zandvoort nicht gelungen ist, den Aston Martin Vantage GT3 konkurrenzfähig zu machen. Das Zandvoort-Ergebnis war eine große Enttäuschung für uns und Aston Martin. Die fehlende Testzeit zu Saisonbeginn durch die verspätete Auslieferung der Fahrzeuge macht sich mehr und mehr negativ bemerkbar. Wir treffen den Peak der Reifen nicht, woraus schlechte Qualy-Ergebnisse resultieren – und Überholen war in Zandvoort unter diesen Voraussetzungen fast unmöglich Wegen des Abstandes von nur einer Woche zwischen Zandvoort und Nürburgring hatten wir keine Möglichkeit, die GT3 zu verbessern. Mit der Absage wollen wir unsere Fahrer, das Team PROsport Performance und letztlich auch Aston Martin vor einer weiteren Enttäuschung schützen.“