Donnerstag, 12. Dezember 2019
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Automobilsport
21.11.2019

Drei Fragen an Raffaele Marciello

Mit dem Sieg beim FIA GT World Cup in Macau hat Raffaele Marciello seinen Ruf als einer der weltbesten GT-Piloten eindrucksvoll untermauert. Mit seinem ersten Sieg bei dem prestigeträchtigen Rennen sicherte sich der 24-jährige Italiener nach der Fahrermeisterschaft der Blancpain GT Series 2018 nun einen weiteren begehrten Titel mit dem Mercedes-AMG GT3. 

Raffaele, herzlichen Glückwunsch zu deinem Sieg in Macau. Beschreibe uns bitte kurz dein Rennwochenende? 
Raffaele Marciello: „Vielen Dank! Das Event in Macau war wahrscheinlich das absolut beste Rennwochenende meiner Karriere, es ist wirklich optimal gelaufen. Es ging los mit der Bestzeit im Qualifying, die mir mit der letzten fliegenden Runde geglückt ist. Und genauso ging es weiter. Sieg im Qualifikationsrennen, Sieg im Hauptrennen – das lief wirklich alles echt fehlerfrei. Das Auto war perfekt zu fahren, es hat unglaublich viel Spaß gemacht auf der Strecke. Es war eine großartige Arbeit des gesamten Teams!“

2018 hast du die Blancpain GT Series gewonnen, 2019 den FIA GT World Cup. Welcher Titel bedeutet dir mehr? 
„Die beiden Titel sind schwer miteinander zu vergleichen. In der Blancpain GT Series kann man über die gesamte Saison hinweg auch mal ein schlechteres Rennen ausgleichen. In Macau darf man sich keinen einzigen Fehler erlauben. Das Feld in Macau ist das stärkste im GT-Sport. Wenn man sich da nur eine kleine Schwäche leistet, wird das sofort bestraft. Deshalb ist es ein tolles Gefühl, so viele große Namen hinter sich gelassen zu haben.“

Die Saison ist für dich noch nicht vorbei. Am Wochenende startest du beim Finale der Intercontinental GT Challenge (IGTC) in Kyalami. Du bist Zweiter der Fahrerwertung hinter Maximilian Buhk, kannst aber nicht den Titel gewinnen, da ihr gemeinsam auf einem Auto startet. Mit welcher Motivation gehst du in das Rennen? 
„Ich gehe nochmal mit voller Konzentration in das letzte Saisonrennen. Es ist eine neue Strecke für mich, aber auch für alle anderen. Zugleich ist es ein historisches Event, das mit viel Prestige verbunden ist. Da wollen wir gemeinsam um den Rennsieg kämpfen. Auch wenn ich selbst nicht den Fahrertitel holen kann, werde ich alles geben, damit natürlich Maxi und Mercedes-AMG am Ende den Fahrer- und Herstellertitel gewinnen werden. Ich freue mich schon sehr auf das Event.“