Montag, 1. Juni 2020
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X30 Euro Series
25.03.2018

Erste Sieger der IAME Euro Series 2018

Die Strecke von Sologne Karting im französischen Salbris war vom 22. bis 25. März 2018 Austragungsort des Saisonauftakts zur IAME Euro Series. Über 150 Teilnehmer fanden sich auf der 1.477 Meter langen Piste 200 Kilometer südlich von Paris, um sich die ersten Punkte in der offiziellen IAME-Europameisterschaft zu sichern. Gestartet wurde in den X30-Kategorien Mini, Junioren, Senioren und Super Shifter.
 
Äußerst ausgeglichen ging es in der Nachwuchsklasse der Minis zur Sache. Nachdem im Zeittraining noch der Spanier Alejandro Pardi Melendez (MDC) das Tempo diktierte, übernahm sein Landsmann Sergio Ruiz Alvarez (FA Racing Spain) die Spitze nach den Vorläufen. Doch auch ihm war der Platz an der Sonne nicht lange vergönnt. Im Prefinale setzte sich mit Nathan Ottink (PDB) wiederum ein neues Gesicht durch. Entsprechend gespannt blickte man auf das große Finale, wo sich letztlich Alejandro Pardi Melendez erfolgreich zurückmeldete. Der Trainingsschnellste erkämpfte sich mit nur 0,169 Sekunden Vorsprung den ersten Saisonsieg vor Ruben Volt (Dan Holland Racing) aus Estland und Miguel Peiró Luzárraga (FA Racing Spain) aus Spanien.

Bei den Junioren setzte der Brite Georgi Dimitrov (Fusion Motorsport) die Bestzeit im Qualifying, bevor er in den Vorläufen den Weg für Mari Boya (Kids to Win) an der Spitze räumen musste. Zum Finaltag übernahm jedoch jemand anderes das Zepter: Lewis Gilbert (KR Sport) holte sich im Prefinale den Sieg und sah nach einer kämpferischen Leistung auch im Finale als Sieger die Zielflagge. Mari Boya fuhr dahinter auf den zweiten Platz und der Belgier Luca Leistra (Dan Holland Racing) folgte mit Respektabstand auf dem dritten Rang.

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Ein regelrechtes Waterloo erlebten die deutschen Junioren in Frankreich: Linus Jansen (HTP Kart Team), Daniel Gregor (Team Zinner), Christian Wilken (ADAC Weser-Ems) und Herolind Nuredini (HTP Kart Team) fanden sich nach einer durchwachsenen Qualifikationsphase allesamt im Hoffnungslauf wieder. Hier gelang am Ende nur Herolind Nuredini mit Rang fünf die Last-Minute-Qualifikation für die Finalrennen. Im Prefinale musste der deutsche Hoffnungsträger kurz vor Rennende einen Ausfall in Kauf nehmen, konnte aber im Finale mit Platz 24 einen versöhnlichen Abschluss feiern.

Im riesigen Feld der Senioren bestimmten die Briten das Geschehen. Allen voran setzte sich Mark Kimber (Strawberry Racing) im Zeittraining an die Spitze, bevor er seinem Landsmann Danny Keirle (HTP Kart Team) nach den Vorläufen den Vortritt lassen musste. Doch davon ließ sich Kimber nicht beeindrucken und so legte er in den Finalrennen nochmals eine Schippe nach. Am Ende stand ein souveräner Doppelsieg für den Tony-Kart-Piloten zu Buche. Danny Keirle musste sich dahinter mit Rang zwei begnügen, während der Niederländer Joey van Splunteren (Super B Batteries / Evolution) als Dritter den Sprung auf das Podium schaffte.

Der einzige Deutsche Senior, Luci Trefc (HTP Kart Team), verpasste im 79-köpfigen Feld den Sprung in die Runde der 34 Finalisten. Er startete im sogenannten Komet-Cup, den er auf einem beachtlichen vierten Platz beenden konnte.

Im Feld der Super Shifter setzte Sten Dorian Piirimagi (Eurokarting) die Messlatte: Im Zeittraining fuhr der Pilot aus Estland die Bestzeit und fand sich auch nach den Vorläufen an der Spitze der Meute wieder. Seiner Favoritenrolle wurde er auch in den Finalrennen gerecht und so kassierte er gleich zum Auftakt das Punktemaximum. Hinter dem dominierenden FA-Kart-Piloten erkämpfte sich der Belgier Thierry Delré (Delré Racing / Mach1 Motorsport) den zweiten Platz, während der Schweizer Kevin Lüdi (Spirit Racing) das Podium als Dritter komplettierte.

Weiter geht es für die IAME Euro Series vom 24. bis 27. Mai 2018 auf dem modernisierten Kurs von Mariembourg (BE) Halt. Danach gibt die IAME Euro Serie wieder ein Gastspiel in Wackersdorf (5. bis 8. Juli 2018) und reist vom 9. bis 12. August 2018 zum großen Finale nach Castelletto (IT).