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VLN
05.04.2018

Frikadelli Racing: Erste Generalprobe für das 24h-Rennen

Der Höhepunkt des Jahres wirft seine Schatten voraus: Die Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) steht auch am kommenden Samstag noch einmal ganz im Zeichen des 24-Stunden-Rennens auf der legendären Nordschleife, dem auch Frikadelli Racing mit Spannung entgegenblickt. Das Kult-Team aus Barweiler schickt seine beiden Pro-Porsche mit neu zusammengesetzten Fahrer-Crews in den zweiten VLN-Saisonlauf.

So erhält Felipe Laser (Leipzig) im 911 GT3 R mit der Startnummer 30 dieses Mal Verstärkung durch den langjährigen Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler (Nürtingen) und den 23 Jahre alten Porsche Young Professional Mathieu Jaminet (FR). Den roten Neunelfer mit der 31 teilen sich Lance-David Arnold (Duisburg), Alex Müller (Reetz) und – ebenfalls erstmalig am Steuer eines Rennwagens von Frikadelli Racing – Marco Seefried (Wernding). Teamchef Klaus Abbelen setzt am Samstag aus: Er übernimmt am heutigen Donnerstag sowie am Freitag die Aufgabe des Testfahrers.

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Wolf Henzler bringt reichlich Erfahrung und Reife mit: 2004 gewann der 43-Jährige den Porsche Supercup, 2005 von der Pole-Position das 24-Stunden-Rennen in Daytona und 2006 den Porsche Cup als erfolgreichster Privatfahrer. 2008 beförderte ihn Porsche zum Werksfahrer, was er unter anderem mit Siegen bei den Langstreckenklassikern in Le Mans und Spa sowie dem Gewinn der American Le Mans-Serie dankte. Auch beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gelang ihm mehrmals der Sprung aufs Podium. „Ich hatte ein Jahr Pause auf der Nordschleife, umso mehr freue ich mich jetzt über meine Rückkehr auf diese fantastische Strecke“, blickt Henzler dem kommenden Wochenende entgegen. „Ich stand früher oft in der Nachbarbox von Frikadelli Racing, das Team hat mich immer positiv beeindruckt. Jetzt schickt es zwei stark besetzte Porsche mit hohen Ambitionen ins Rennen: Wir wollen im Kampf um die Podestplätze ein Wörtchen mitreden. Dazu leiste ich gerne meinen Beitrag.“

Marco Seefried kennt den anspruchsvollen Traditionskurs ebenfalls aus dem Effeff: Der 42-jährige Profi ging 2007 erstmals in der Langstreckenmeisterschaft (VLN) sowie beim 24-Stunden-Rennen in der „Grünen Hölle“ an den Start. 2010 und 2016 fuhr er bei dem Eifel-Klassiker jeweils auf Rang zwei. „Von mir aus kann die Saison endlich starten – ich freue mich total auf die Nordschleife im Porsche 911 GT3 R“, so Seefried, der sich am ersten VLN-Wochenende als aufmerksamer Gast in der Box bereits mit den Abläufen im Team vertraut gemacht hat. „Frikadelli Racing ist ein besonderes Team, das die Fans lieben. Mein Wunsch, einmal für die Mannschaft von Klaus Abbelen und Sabine Schmitz an den Start zu gehen, geht am Samstag in Erfüllung.“

Mathieu Jaminet aus dem französischen Woippy ist zwar erst 23 Jahre jung, aber längst ein Vollprofi. Seit 2015 gehört er zum Fahrerkader von Porsche. 2016 gewann er den Porsche Carrera Cup Frankreich und die Rookie-Wertung des Porsche Supercups. Als Porsche Young Professional war er im vergangenen Jahr unter anderem im ADAC GT Masters, in der VLN und auch beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife unterwegs.

„Der erste VLN-Lauf des Jahres hat uns viel gebracht, wir konnten dazulernen und wollen mit dem Team in Vorbereitung auf den 24-Stunden-Höhepunkt den nächsten Schritt machen“, erklärt Klaus Abbelen. „Was die Arbeit im Team, alle Abläufe und die Rennwagen betrifft, so ist das Rennen am Samstag für uns so etwas wie eine erste Generalprobe – abgesehen davon, dass wir das bestmögliche Resultat erzielen wollen. Und natürlich freue ich mich darauf, mit Wolf Henzler und Marco Seefried zwei besonders routinierte Fahrer sowie mit Mathieu Jaminet ein vielversprechendes Nachwuchstalent am Steuer unserer Porsche zu sehen.“

Die Langstreckenmeisterschaft Nürburgring umfasst auch 2018 wieder neun Rennen. Los geht es am 24. März mit dem ersten Saisonlauf. Die vierstündigen Samstagsveranstaltungen führen über die Nürburgring-Nordschleife sowie die Kurzanbindung des Grand Prix-Kurses, die Streckenlänge beträgt dann 24,358 Kilometer. Am 18. August stehen sogar sechs Stunden auf dem Programm. Das Finale findet am 20. Oktober statt. Saisonhöhepunkt ist das 24-Stunden-Rennen am 12. und 13. Mai, das nicht zur VLN zählt. Dabei nutzen die Teilnehmer die 25,378 Kilometer lange Streckenvariante inklusive Grand-Prix-Kurs ohne Mercedes-Arena.