Donnerstag, 15. November 2018
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Tourenwagen Allgemein
16.10.2018

Pfister-Racing: Doppel-Einsatz im Octavia Cup und Bördesprint Cup

Das Rennwochenende vom 12. bis zum 14. Oktober 2018 stand für das Pfister-Racing Team ganz im Zeichen des doppelten Einsatzes: Das fränkische Team ging sowohl in der Motorsportarena Oschersleben im ADAC Bördesprint Cup als auch am Nürburgring im Skoda Octavia Cup an den Start.


Insgesamt fünf Tourenwagen im Einsatz

Im ADAC-Logan-Cup-Rennwagen mit der Startnummer 211 fuhr das bekannt schnelle Duo mit Lucian Aron (DE) und Dennis Bröker (DE) in Oschersleben, sowie im ADAC Bördesprint Cup Claus Gramlich (DE) und Christian Meurer (DE) im CHEVROLET Cruze Cup bzw. ADAC Logan Cup Rennwagen.

Im Skoda Octavia Cup startete Wolfgang Kriegl (AUT) mit der Startnummer 3 in das finale Rennen der Saison, unterstützt wurde er dabei von seinem Teamkollegen Andreas Pfister (DE) in der Startnummer 77 als Gaststarter.

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Teamleiter Andreas Pfister sagte dazu: „Wir freuen uns über den Einsatz von insgesamt fünf Tourenwagen und das damit verbundene große Interesse an unserem Team. Dabei ist der ADAC Logan Cup nach wie vor eine günstige und tolle Einstiegsmöglichkeit in den Tourenwagen-Motorsport. In dem dortigen 2-Stunden-Rennen können die Fahrer viel Erfahrung zu geringen Kosten sammeln. Im ADAC Bördesprint Cup haben wir mit unserem ADAC Logan Cup Rennwagen und dem Chevrolet-Cruze-Cup-Rennwagen zwei heiße Eisen in unserer Wertungsklasse im Feuer.“

„Im Octavia Cup messen wir uns erstmals mit zwei Rennwagen mit der starken Konkurrenz und freuen uns den Cup damit bereichern zu können. Der doppelte Einsatz auf zwei Rennstrecken ist für uns auch logistisch eine große Herausforderung, aber wir haben ein starkes Team mit voll motivierten Teammitgliedern und können auch das erfolgreich stemmen“, so Pfister weiter.


Einige Pokale aber auch harte Arbeit in Oschersleben

Dabei begann der Renntag in der Motorsportarena Oschersleben mit einem Schockmoment für das Team: Bereits nach wenigen Runden im freien Training musste der Fahrer Lucian Aron in der Startnummer 211 die Boxengasse mit Motorproblemen ansteuern. Die Mechaniker vor Ort Bozo Erak und Heiko Kraft begannen nun umgehend mit der Fehlersuche und dem Austausch möglicher Fehlerquellen. Trotz größtem Engagement konnte schlussendlich nur ein mechanischer Schaden am Motor diagnostiziert werden, welcher zu einem Leistungsverlust führte. Dennoch konnte das Duo Aron / Bröker im ersten Rennen an diesem Tag mit einem „waidwunden“ ADAC Logan Cup Rennwagen einen wichtigen vierten Platz einfahren.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag tauschten die Mechaniker nun den Motor vor Ort in der Box, der dazu vom Team extra nach Oschersleben gebracht wurde. Belohnt wurden die herausragenden Bemühungen mit schnellen Rundenzeiten und einem tollen zweiten Platz im ADAC Logan Cup Rennen am Sonntag. Auch Claus Gramlich und Christian Meurer sorgten mit ihren Klassensiegen im ADAC Bördesprint Cup für freudige Gesichter beim Team vor Ort.


Technik-Pech und anspruchsvolle Aufholjagd im Skoda Octavia Cup

Auch im Octavia Cup wurde das Pfister-Racing Team auf die Probe gestellt. Nachdem das freie Training noch nach Plan verlief, geriet der Rennwagen von Andreas Pfister (#77) im Zeittraining in Probleme: „Wir hatten mit Ladedruck-Verlust zu kämpfen, was die Motorleistung verminderte. Aus diesem Grund mussten wir sogar im ersten Rennen die Boxengasse ansteuern. Zum zweiten Rennen konnten unsere Mechaniker Mirek Göbel und Alois Pfister, trotz Zeitdruck, das richtige Bauteil austauschen, und es gelang mir vom letzten Startplatz mit einer Aufholjagd auf Platz sechs nach vorne zu fahren“, so Andreas Pfister.

Wolfgang Kriegl erreichte bei seinem Debüt am Nürburgring den Anschluss an das Mittelfeld. Er erlebte ebenso ein actionreiches Rennwochenende und konnte in beiden Rennen den zwölften Rang mit seinem 280 PS starken Octavia Cup Rennwagen über die Ziellinie bringen.

„Wir möchten uns bei unseren Fahrern für das Vertrauen und die schlussendlich tollen Ergebnisse bedanken. Besonderer Dank geht auch an unsere Mechaniker, die auf beiden Rennstrecken stark im Einsatz waren. Solche unvorhergesehenen Probleme können vor Ort an der Rennstrecke nur durch ein starkes Teamwork gelöst werden, und das haben wir bewiesen. Wir sind davon überzeugt dass sich unser Engagement auch für die zukünftigen Rennen positiv auszahlen wird“, gab Andreas Pfister zu Protokoll.