Donnerstag, 16. August 2018
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TCR Germany
27.07.2018

Erster erfolgreicher Test für das Hyundai Team Engstler

Das Hyundai Team Engstler hat auf dem Nürburgring ein gelungenes Roll-out mit dem Hyundai i30 N TCR absolviert. Luca Engstler (18/Wiggensbach/DE) und Théo Coicaud (20/Le Havre/FR) lernten auf dem Kurs in der Eifel, auf dem sie beim nächsten Lauf der ADAC TCR Germany (3. bis 5. August 2018) mit den beiden Tourenwagen debütieren werden, ihre beiden Hyundai Rennboliden erstmals kennen.

Dabei legten die beiden Piloten auf der 3,629 Kilometer langen Sprintstrecke zahlreiche Testrunden zurück und konnten – ebenso wie das Einsatzteam – einen ersten Eindruck von den neuen Hyundai i30 N TCR bekommen. Andreas Klinge, Teammanager beim Hyundai Team Engstler, war mit dem Testverlauf zufrieden: „Der Roll-out verlief gut. Es ging vor allem darum, das neue Auto erst einmal kennenzulernen und Daten zu sammeln. Der Hyundai unterscheidet sich in vielen Dingen von unseren bisherigen Einsatzfahrzeugen, daher bedeutet es schon eine gewisse Umstellung. Das ganze Team ist begeistert über die Zusammenarbeit mit Hyundai Motor Deutschland und der Motorsport GmbH.“

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Auch die beiden Fahrer des Rennstalls zogen ein positives Fazit. „Es war ein echt guter Tag“, sagt Luca Engstler, aktuell Gesamtdritter in der ADAC TCR Germany. „Ich bin insgesamt vier Stints gefahren, um mich an das Auto zu gewöhnen. Ich muss meinen Fahrstil an den Hyundai anpassen. Die gute Unterstützung von Hyundai Motorsport hilft uns dabei, uns auf den i30 N TCR einzustellen. Das Getriebe des Autos hat mich sehr beeindruckt, die Schaltvorgänge sind extrem schnell. Der Hyundai bietet aber noch einige andere Vorteile. Man kann zum Beispiel sehr viel einstellen, um das Set-up abzustimmen.“ Der Allgäuer, der trotz seines jungen Alters bereits zahlreiche Erfolge in der TCR-Kategorie gefeiert hat – unter anderem den Gewinn der Rookie-Wertung der ADAC TCR Germany 2017 und den Titel in der TCR Middle East 2018 –, hat seinem neuen Fahrzeug mit der Startnummer „8“ bereits einen Spitznamen gegeben: „Ich habe es ‚Namyang‘ getauft – nach dem Hyundai Entwicklungszentrum in Korea. Ich wollte einen Bezug herstellen zwischen Namyang, dem Nürburgring und den sportlichen N-Modellen von Hyundai.“ Teamkollege Coicaud, der seinem Tourenwagen den Spitznamen „Nürburgring“ gegeben hat, sagte: „Ich bin sehr glücklich mit dem Auto und mir sind im Test gute Rundenzeiten gelungen. Wir haben jetzt eine gute Basis, auf der wir aufbauen können.“

Für Engstler und Coicaud gab es am Nürburgring noch eine besondere Überraschung: Sie bekamen jeweils einen Hyundai i30 N Performance als Dienstwagen für die Straße überreicht. „Das freut mich sehr“, so Engstler. „Ich bin schon einige Kilometer mit dem Auto gefahren und es macht sehr viel Spaß. Man merkt sofort die motorsportlichen Gene, die in ihm stecken.“

Ihren ersten Renneinsatz mit dem Hyundai i30 N TCR haben Engstler und Coicaud in der kommenden Woche vom 3.–5. August auf dem Nürburgring beim vierten Saisonlauf der ADAC TCR Germany. Dort stellt sich der bereits international erfolgreiche Tourenwagen Hyundai i30 N TCR erstmals in der populären deutschen Rennserie mit dann acht Herstellern und rund 30 Fahrzeugen dem Wettbewerb. 

Der Hyundai i30 N TCR ist das erste Rundstreckenmodell, das von Hyundai Motorsport in Alzenau entwickelt wurde. Der Tourenwagen basiert auf der sportlichsten Variante des Hyundai i30, dem Hot Hatch Hyundai i30 N mit bis zu 275 PS in der Serie. Die Rennversion wird dem TCR-Reglement entsprechend von einem Zwei-Liter-Turbomotor mit rund 330 PS aus der Hyundai-Produktfamilie angetrieben. „Wir wollen auf dem Nürburgring, wenn es ideal läuft, auf das Podium“, sagt Luca Engstler. „Das oberste Ziel ist es, möglichst viele Punkte für die Meisterschaft einzufahren. Wir wollen dort viel lernen, damit es bei den verbleibenden drei Rennwochenenden möglichst perfekt läuft.“ Teamkollege Coicaud, der 2017 noch im Formelsport antrat, geht es vor allem darum, Erfahrung zu sammeln: „Ich bin auf der Sprintvariante des Nürburgrings noch kein Rennen gefahren, daher war es gut, dass ich sie beim Test kennenlernen konnte. Mein Ziel ist es, in das zweite Qualifying zu kommen und in den Rennen in die Top 5 zu fahren. Da es meine erste Saison in der TCR-Kategorie ist, möchte ich mich stetig verbessern.“