Mittwoch, 14. November 2018
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17.10.2018

PoLe Racing Team: Rookie-Titel und Vizemeister in Europawertung

Das PoLe Racing Team setzte seine Erfolgsserie fort: Beim Saisonfinale zur europäischen Meisterschaft innerhalb der Internationalen 24h-Serie fuhr die Sauerländer Mannschaft beim 12h-Rennen in Spa-Francorchamps auf den hervorragenden dritten Gesamt- und zweiten Klassenrang. Somit sicherte sich das PoLe Racing Team zum dritten Mal in Folge den Rookie-Titel sowie den Vizetitel sowohl in der Fahrer- als auch in der Teamwertung.

Auf der berühmten und berüchtigten Ardennen-Achterbahn in Belgien zeigten die vier Piloten Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Elmar Grimm (Münster), Ingo Vogler (Schalksmühle) und Max Edelhoff (Hemer) am Steuer des Audi R8 LMS eine fehlerfreie Leistung und schafften 236 Runden auf der 7,004 Kilometer langen Strecke. Der siegreiche Ferrari aus der Profi-Klasse drehte nur einen Umlauf mehr.

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„Es war ein zwölf Stunden Sprintrennen, der kleinste Fehler entschied über Sieg oder Niederlage“, sagte Johannes Kirchhoff. „Die Mannschaft von Car Collection hatte unseren Audi bestens vorbereitet, die Boxenstopps verliefen perfekt, unsere Taktik war gut und wir Fahrer haben auch unseren Teil dazu beigetragen. Es hätte nicht besser laufen können.“

Gleich die Startrunde verlief turbulent. Vom siebten Platz aus nahm Max Edelhoff das Rennen auf. Gleich in der ersten Kurve drehte sich der PROsport-Mercedes GT3, seines Zeichens der Tabellenführer. Dank einer blitzschnellen Reaktion konnte der 22-Jährige eine Kollision verhindern und sogar noch Plätze gutmachen. Nach der ersten Runde lag Edelhoff bereits auf Gesamtrang vier. Die erste Runde war wegweisend für den weiteren Rennverlauf, denn schlechter als auf Position vier wurde der PoLe-Audi nicht mehr geführt.

„Die erste Runde war richtig gut“, freute sich Max Edelhoff. „Ich habe instinktiv alles richtig gemacht und mich in der Spitzengruppe festgesetzt. Für mich war es der erste Start in Spa und habe diese Strecke direkt in mein Herz geschlossen. Kurven wie Eau Rouge und Blanchimont sind einfach unglaublich, weltweit einzigartig.“

Das Feld mit 59 Startern sorgte immer wieder für Code 60-Phasen. „Aufgrund der sehr sehr langen Boxengasse haben wir viele dieser Code 60-Runden für Fahrerwechsel und Nachtanken genutzt. Das war einer der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Elmar Grimm, der vom PoLe-Quartett die meiste Spa-Erfahrung mitbrachte. „Diese Strecke macht unglaublich viel Spaß. Es ist eine Naturrennstrecke wie der alte Nürburgring, eine richtige Fahrerstrecke.“

Die Schlussphase verlief extrem dramatisch, am Ende siegte in der Klasse A6-Am der SPS-Mercedes-GT3 mit 18,5 Sekunden vor dem PoLe-Audi. Dieser hatte gerade einmal 3,3 Sekunden Vorsprung auf den Hofor-Mercedes GT3.

„Es war unglaublich“, sagte Ingo Vogler über den letzten Stint von Max Edelhoff. „Wir standen in der Box und verfolgten das Rennen. Die letzten 90 Minuten waren im Dunkeln, man sah also nicht sehr viel. Wir fieberten mit, es wurde einem kalt und warm. Immer wenn Überrundungen anstanden stieg die Anspannung noch mehr. Max hat einen phantastischen Job abgeliefert. Und als er dann den Zielstrich überquerte, fielen wir uns in die Arme. Wir hatten alle feuchte Augen und waren so stolz über dieses Ergebnis in diesem starken Feld.“

Vom 16.-18. November steht das letzte Saisonrennen zur International 24h-Series auf dem Programm. Beim 24h-Rennen im US-Amerikanischen Cota kämpft das PoLe Racing Team um den Titel in der Kontinentalwertung. Derzeit liegt die Sauerländer Mannschaft gemeinsam mit dem Leipert-Lamborghini punktegleich an der Tabellenspitze.