Mittwoch, 12. Dezember 2018
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Rallye Allgemein
01.10.2018

Titelkampf im ADAC Rallye Masters spitzt sich weiter zu

Frühherbstliches Wetter und reges Zuschauerinteresse prägten die ADMV Rallye Erzgebirge (28./29. September), den siebten Lauf des ADAC Rallye Masters. Für die Teilnehmer Deutschlands beliebtester Rallye-Breitensportserie galt es an beiden Veranstaltungstagen rund 115 Kilometer auf Bestzeit zu absolvieren, die auf elf Wertungsprüfungen (WP) verteilt waren. Der Rundkurs am Freitagabend und der Servicepark in Stollberg boten Tausenden von Rallyefans eine schöne Kulisse für den siebten Saisonlauf.

Die Sachsen Ruben und Petra Zeltner (beide Lichtenstein, Porsche 911 GT3) waren auf Gesamtrang vier die schnellsten Teilnehmer im ADAC Rallye Masters und feierten den dritten Saisonsieg in ihrer Division. Dank ihres zweiten Platzes in der Division 6 gelang es den Tabellenführern Markus Drüge/Lisa Stengl (Hamm/Koblenz – Suzuki Swift) die Führung im ADAC Rallye Masters zu verteidigen. Nach sieben Läufen liegen sie mit 14 Punkten Vorsprung vor Hermann Gassner jr. im Toyota GT86 CS-R3 und Dennis Rostek im Mitsubishi Lancer Evo X, der vier weitere Punkte Rückstand hat.


Ruben Zeltner gewinnt Division 2, Carsten Alexy sichert sich erstmalig Sieg in Division 3 

Gleich auf den ersten Wertungsprüfungen zeigten Björn Satorius/Lina Meter (Bickenbach/Nonnweiler) im Subaru Impreza WRX STi ihr Können und fuhren in die Top-Fünf im Gesamtklassement. Ein technischer Defekt am Kraftstofftank beendete jedoch am Freitagabend ihre Rallye. Daraufhin übernahmen Ruben und Petra Zeltner (beide Lichtenstein) im Porsche 911 GT3 die Führung in der Division 2. Im Laufe des Samstages baute der Sachse dank konstant schneller Zeiten seine führende Rolle kontinuierlich aus und fuhr seinen dritten Saisonsieg ein. „Der vierte Platz ist für mich absolut OK – mehr war auf diesen anspruchsvollen Prüfungen gegen die starken Allradler nicht drin. Am Freitagabend haben wir uns bei der Reifenwahl ein wenig verspekuliert, dafür lief es am Samstag für uns umso besser. Es hat uns Spaß gemacht – und hoffentlich den Fans auch“, erklärte Zeltner. 

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Den ersten Saisonsieg in der Division 3 sicherten sich Carsten Alexy/Yannik Günther (Rotenburg) im Audi RS4: „Uns hat die Rallye richtig Spaß gemacht. Mir gefällt die Veranstaltung gut – die Strecken sind schön und zugleich selektiv. Wir freuen uns riesig, das erste Mal in dieser Saison unsere Division zu gewinnen. Ein besonderer Dank gilt vor allem meinem Copiloten, der spontan für meine Ehefrau eingesprungen ist. Er hat einen super Job gemacht“, so Alexy. 


Gassner jr. profitiert von Mohes Ausfall und siegt in Division 4 

In der Division 4 dominierten zunächst Carsten Mohe/Alexander Hirsch (Crottendorf/Tannenberg) im Renault Mégane Maxi. Mit allen Divisionsbestzeiten am Freitagabend und Samstagmorgen fuhren sie einen Vorsprung von über einer Minute heraus. Mit fehlendem Öldruck musste Carsten Mohe am Samstagmittag auf Gesamtrang vier liegend seinen Rallyeboliden abstellen. „Nachdem wir beim Shakedown am Donnerstag bereits eine defekte Kopfdichtung wechseln mussten, macht uns jetzt der Öldruck Probleme. Damit konnten wir nicht mehr weiterfahren, ohne einen Motorschaden zu riskieren. Die Prüfungen hier vor heimischer Kulisse haben trotzdem enorm viel Spaß gemacht. Ein großes Lob geht an die Organisation“, so Mohe. Hermann Gassner jr./Ursula Mayrhofer (Surheim/Österreich – Toyota GT86) profitierten von Mohes Ausfall und sicherten sich zum zweiten Mal den Divisionssieg. „Die Rallye hat viel Spaß gemacht und mit dem Divisionssieg sind wir super zufrieden.“ Damit verbessert sich der Bayer auf den zweiten Platz im ADAC Rallye Masters. 


Sepp Wiegand gewinnt Opel-Junioren-Duell in der Division 5 

Einen interessanten Zweikampf lieferten sich in der Division 5 die beiden Junioren Sepp Wiegand (Zwönitz) und Julius Tannert (Lichtentanne) mit baugleichen Opel ADAM R2. Sepp Wiegand samt Copilotin Anna-Katharina Stein (Wutha-Franroda) kontrollierten am Freitagabend das Geschehen und fuhren einen Vorsprung von 23 Sekunden heraus. Mit konstant schnellen Zeiten am Samstag verkürzten Julius Tannert und Copilot Helmar Hinneberg (Hamburg) den Abstand zu Wiegand kontinuierlich, kamen aber nicht mehr an den Zwönitzer heran, der sich auf dem Podium überglücklich zeigte. „Ich bin mit meinem Divisionssieg absolut überglücklich. Besser hätte es nicht laufen können. Ich bin so froh, dass ich hier bei meiner Heimrallye vor meinen Fans am Start sein konnte“ Auch der zweitplatzierte Tannert war zufrieden im Ziel: „Wir sind am heutigen Tag sehr viel besser mit dem Auto und den Bedingungen zurechtgekommen. Der sportliche Zweikampf mit Sepp hat viel Spaß gemacht. Ich hoffe, das haben auch unsere Fans hier im Erzgebirge gespürt.“ 


Hofmann gewinnt erstmalig Division 6, Drüge verteidigt seine Führung im ADAC Rallye Masters 

Silas Hofmann/Daniel Kühn (Bad Ems – Citroen DS3 R1) sicherten sich zum ersten Mal diese Saison den Sieg in der Division 6. Vorausgegangen war ein spannender Dreikampf mit Martin Ritschel/Christoph Kasper (Langenberg/Frankfurt am Main) und Markus Drüge/Lisa Stengl (Hamm/Koblenz) auf baugleichen Suzuki Swift. Das Duell der drei Piloten dominierte am Freitagabend zunächst Martin Ritschel. Er fuhr einen Vorsprung von 15 Sekunden auf seine Konkurrenten heraus und baute diesen am Samstagmorgen kontinuierlich aus. Nachdem ein Fahrfehler seine Rallye auf der fünften Wertungsprüfung beendete, lieferten sich Drüge und Hofmann auf den verbliebenen sechs Prüfungen ein Sekundenduell, das am Ende zugunsten von Hofmann entschieden wurde. „Wir sind überglücklich, das erste Mal in dieser Saison unsere Division zu gewinnen. Das Duell mit Markus Drüge hat echt viel Spaß gemacht und die Prüfungen im Erzgebirge waren super. Heute Abend wird der Sieg gebührend gefeiert“, so Hofmann im Ziel. 

Drüges zweiter Platz reicht aus, um die Führung im ADAC Rallye Masters vor Hermann Gassner jr. und Dennis Rostek zu verteidigen. „Wir sind nicht ganz zufrieden. Nach der zweiten Wertungsprüfung am Freitagabend mussten wir im Service die Hinterachse wechseln. Daraufhin lief das Auto nicht mehr perfekt gerade aus und wir konnten das Tempo von Hofmann am Ende nicht mehr ganz mitgehen. Jetzt gilt es zum Saisonfinale bei der 3 Städte Rallye den Titel zu sichern“, erklärte Drüge.