Montag, 15. Oktober 2018
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Rallye Allgemein
11.10.2018

Großes Finale der Rallye-EM mit Skoda Dreikampf um den U28-Titel

Eines steht jetzt schon fest: Der U28-Titel in der FIA Rallye-Europameisterschaft geht in jedem Fall an einen Skoda FABIA R5-Piloten. Drei streiten beim großen Saison-Finale in Lettland darum, einer davon ist Skoda Auto Deutschland Pilot Fabian Kreim (DE). Er will zusammen mit Copilot Frank Christian (DE) bei der Rally Liepaja (12. bis 14. Oktober) nach vier EM-Podestplätzen in Serie erneut glänzen. Ein Top-Drei-Platz in der U28-Gesamtwertung ist dem noch amtierenden Deutschen Rallye-Meister Fabian Kreim in seiner Premierensaison im Kontinentalchampionat schon jetzt nicht mehr zu nehmen.

„Natürlich werde ich bis zum letzten Meter alles versuchen! Aber man muss einfach realistisch sehen, dass meine Skoda Titelkonkurrenten Nikolay Gryazin und Chris Ingram vor allem auf Schotter wesentlich mehr internationale Erfahrung haben als ich. Aber alle müssen erst mal ins Ziel kommen, abgerechnet wird erst dort“, sagt Fabian Kreim, der am 2. Oktober seinen 26. Geburtstag gefeiert hat. Er kennt die Punktesituation in der U28-Gesamtwertung, will sich aber auf seine eigene Leistung konzentrieren und nicht länger mit Rechenspielchen beschäftigen, denn „das würde mich im Auto nur ablenken.“

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Momentan liegt der zweimalige Deutsche Rallye-Meister mit 122 Punkten auf Platz drei der U28-Punktetabelle – nur einen Zähler hinter Ingram (123) und acht Punkte hinter dem Titelfavoriten Gryazin (130). Erschwert werden die Prognosen für das Saisonfinale durch das Reglement, nach dem nur die vier besten Resultate der sechs U28-Läufe in diesem Jahr in die Wertung kommen. Kreim wird Champion, wenn er selbst gewinnt und Gryazin als aktueller U28-Spitzenreiter im Klassement sehr weit hinten ins Ziel kommt. Um noch auf Platz zwei in der Endabrechnung zu springen, muss der Deutsche mindestens Position zwei bei der Rally Liepaja belegen und zudem vor Chris Ingram landen.

Eine schwierige Ausgangsposition für Kreim im Titeldreikampf der Skoda FABIA R5 Piloten, zumal seine beiden Konkurrenten über wesentlich mehr Erfahrung auf den schnellen Schotterpisten verfügen, auf denen in Lettland gefahren wird. Nikolay Gryazin hat hier im vergangenen Jahr sogar im Gesamtklassement triumphiert. Das war einer von drei Skoda Siegen bei den bislang fünf Auflagen der Rally Liepaja – das Event ist ein gutes Pflaster für die tschechische Marke. 2018 warten rund um die Ostseestadt 205,83 Kilometer in zwölf Wertungsprüfungen auf die Teilnehmer. Wie fast alle Rallyes in dieser EM-Saison ist auch das Saisonfinale Neuland für Fabian Kreim und Frank Christian.

„Wie zuletzt in Polen gilt auch die Rally Liepaja als eine sehr schnelle Schotter-Rallye. Wir sind also ungefähr darauf vorbereitet, was uns erwartet. Ich habe zuletzt ein gutes Fahrgefühl auf dem für mich ungewohntem Untergrund entwickelt, das ich gern ausbauen will. Die Devise heißt wie immer, die richtige Balance aus Angriff und kontrolliertem Risiko zu finden“, sagt Kreim. Genau das ist ihm in dieser EM-Saison bislang blendend gelungen: Vier U28-Podestplätze in Serie mit dem Höhepunkt des EM-Premierensieges bei der Rally di Roma Capitale stehen auf der Habenseite.

„Fabian Kreim und Frank Christian haben die Chance in ihrer ersten gemeinsamen Saison in der FIA Rallye-Europameisterschaft mit Top-Leistungen genutzt und internationale Klasse nachgewiesen. Wir freuen uns auf den Skoda Dreikampf um den Titel und wollen dieses erfolgreiche Jahr mit einem guten Resultat beim Saisonfinale beenden. Ein Sieger steht ja schon jetzt fest: der Skoda FABIA R5! Der neue U28-Champion wird in jedem Fall ein Pilot unserer Marke sein“, sagt Andreas Leue, verantwortlich für Motorsport und Tradition bei Skoda Auto Deutschland.