Mittwoch, 21. November 2018
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Porsche Carrera Cup
12.09.2018

Toni Wolf überzeugt bei seinem Heimrennen

Toni Wolf aus Schönbrunn überraschte bei seinem Heimrennen am vergangenen Wochenende im Porsche Carrera Cup Deutschland auf dem Sachsenring alle und war in Top-Form. Auf der Berg- und Talbahn in Hohenstein-Ernstthal fuhr Toni Wolf das beste Porsche-Rennwochenende seines Lebens. Vor mehr als 20.000 Zuschauern zeigte Toni starke Nerven und seine angekündigte Top-Platzierung beim Heimrennen. Seine Leistung sorgte bei allen Experten für großen Respekt. Das Porsche-Talent wurde in den Rennen Sechster und toller Vierter, nachdem der Vogtländer am Sonntag lange auf Podiums-Kurs lag.

Das 19-jährige Talent sorgte schon im Zeittraining für Furore mit den Startplätzen vier und sechs für die Rennen. Rennen eins am Samstag startete Wolf von Platz sechs aus der dritten Startreihe. Das zweite Rennen am Sonntagmittag nahm das Porsche Carrera Cup Deutschland Talent-Pool Mitglied aus der zweiten Startreihe in Angriff. Startplatz vier war eine mega Ausgangsposition, um einen Platz auf dem Podium zu erreichen.

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In den Rennen konnte Toni die „Pace“ der Lechner-Piloten und Meisterschafts-Führenden mitgehen und wurde mit insgesamt 23 Punkten beim Heimspiel belohnt. So viele Punkte wie noch nie zuvor in seiner Porsche-Karriere. Im ersten Rennen am Samstag holte Wolf 10 Punkte, am Sonntag dann 13 Punkte. In der Gesamtwertung ist alles sehr knapp, Toni hat aktuell 74 Punkte auf dem Konto und kann mit einem guten Wochenende in Hockenheim noch mindestens Gesamt-Siebter in der Meisterschaft werden. Insgesamt war es das beste Wochenende, das Toni jemals im Porsche Carrera Cup absolvierte.

Diese Top-Leistung ist deshalb so wertvoll, da Toni für das Team Car Collection Motorsport fährt, welches erst diese Saison in den Porsche Carrera Cup Deutschland einstieg und über wenig Erfahrung mit dem Porsche 911 GT3 Cup verfügt. Der Schönbrunner hat zusammen genommen in dieser Saison keine drei Testtage absolviert und fährt trotzdem um absolute Spitzenplätze. Dazu arbeitet Wolf ohne Fahrer-Coach. Die Konkurrenz hat teilweise bereits über 20 Testtage absolviert und sitzt „Tag- und Nacht“ im Rennauto. Wolf absolviert zudem neben seinen Motorsport-Aktivitäten eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit Spezialisierung auf Nutzfahrzeuge.

Das Podium war im Sonntagsrennen möglich, aber auch der vierte Platz ist sehr hoch einzuschätzen. Es war Wolfs bestes Wochenende des Jahres und ausgerechnet beim Heimrennen zeigte er wie stark er ist und zu den besten Piloten im Carrera Cup überhaupt gehört. Toni Wolf hat sich Respekt an der Spitze und in der Porsche-Szene verschafft.

Mit seinem Rennwochenende war Toni Wolf trotz des undankbaren vierten Platz im zweiten Rennen sehr zufrieden: „Das war trotzdem super. Angefangen haben wir mit einem elften Platz im Training. Das Training habe ich eigentlich nur genutzt um das Set-Up rauszufinden und um zu trainieren und was auszutesten. Im Qualifying bin ich dann auf Platz vier gewesen mit meiner schnellsten Runde und mit der zweitschnellsten Runde auf Platz sechs. Das waren eigentlich ganz gute Ausgangspositionen für die Rennen. Im ersten Rennen bin ich dann von Platz sechs auf vier nach dem Start. Musste dann über das Rennen die Position wieder abgeben, weil die anderen etwas schneller waren und ich die Pace nicht mitgehen konnte bis zum Ende. Im zweiten Rennen dann von vier gestartet und in der ersten Kurve gleich auf Platz drei vorgefahren. Ich konnte den zwei Lechner Piloten Thomas Preining und Michael Ammermüller folgen und sogar angreifen. Und musste dann aber gegen Mitte des Rennens beide ziehen lassen. Und dann ist in der 14. Runde, ich hatte einen ganz kleinen Fehler drin, ist Larry ten Voorde durchgeschlüpft leider und deswegen nur Platz vier. Trotzdem ein super Ergebnis fürs Team, dafür das sie das erste Jahr im Carrera Cup mit dabei sind und gute Punkte wieder auf jeden Fall.“