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Kartsport Allgemein
28.02.2018

BNL-Karting-Series: Valentin Kluss besteht internationale Feuerprobe

Insgesamt 110 Kartrennfahrer fanden sich am vergangenen Wochenende in Genk (BE) zum Kick Off der BNL-Karting-Series ein, die traditionell mit ambitionierter, internationaler Präsenz aufwartet. Der zehnjährige Bad Mergentheimer Valentin Kluss vom Nees-Racing-Team hatte gleich zwei Premieren zu bewältigen: Der amtierende Rotax-Micro-Meister des Baden-Württemberg Kart Cup und der ACV Kart Nationals wagte den Umstieg zu den Rotax-Minis – mit mehr PS, größerem sowie schwererem Chassis, breiteren Reifen und effektiveren Bremsen. Außerdem betrat er zum ersten Mal internationales Parkett.

Valentin Kluss war der einzige deutsche Starter im 16-köpfigen Feld der Rotax-Mini-Piloten aus sieben europäischen Nationen. Bei eisigen Temperaturen um den Gefrierpunkt galt es im Rahmen der freien Trainingssitzungen zunächst, mit dem ungewohnten Motorenreglement klarzukommen. Genau dies erwies sich für das deutsche Nees-Racing-Team als große Herausforderung. Fehlende Motorleistung brachte den ehrgeizigen Rotax-Piloten an den Rand der Verzweiflung. Noch am Samstagnachmittag fehlten Kluss mehr als eine Sekunde auf den Rest des Feldes. Es drohte ein deprimierender Rennsonntag, doch dank des unermüdlichen Einsatzes von Technikchef Manuel Nees wurde in der Nacht auf Sonntag der Motorenfehler aufgespürt, sodass dem deutschen Piloten gerade noch rechtzeitig zum Qualifying erstmals ein konkurrenzfähiger Antrieb zur Verfügung stand.

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Lohn der Anstrengungen: Mit Rang acht gab es einen Startplatz in der ersten Hälfte des Starterfeldes, was die Qualitäten des Deutschen bestätigte, der bei seinem Debüt als Mini-Pilot international etablierten Konkurrenten wie dem Niederländer Melvin Ezinga und Charlie Wurz (AT) das Nachsehen gab.

In den drei nachfolgenden Rennen präsentierte sich Kluss solide: Jeweils auf der Außenbahn startend, gelang es dem Deutschen zwar jedes Mal, sich aus jeglichem Gerangel herauszuhalten, dies jedoch regelmäßig auf Kosten von zwei bis drei Plätzen. P10 und P12 in den ersten beiden Rennen waren das Resultat einer vor allem „auf Ankommen“ ausgerichteten Rennstrategie. Im dritten Rennen legte Kluss sein gestärktes Selbstvertrauen in die Waagschale: Nach missglücktem Start auf den vierzehnten Rang zurückgefallen, zeigte der deutsche Rookie in den folgenden zwölf Runden druckvolles Racing.

Mit Platz neun zum Abschluss kam Kluss zu einem positiven Fazit: „Nach den zwei schlimmen Trainingstagen bin ich froh, dass ich heute einigermaßen mithalten konnte. Vielen Dank an mein Team um Manuel Nees, der mir vertraut hat und die Motorprobleme lösen konnte.“

„Unter die ersten Fünf zu kommen, ist mein Ziel“, so Kluss. Die nächste Gelegenheit bekommt er am 14./15. April, beim ersten offiziellen Saisonrennen der BNL-Karting-Series, an dem dann auch Meisterschaftspunkte vergeben werden.