Dienstag, 18. Dezember 2018
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FIA GT World Cup
23.11.2018

Christopher Haase beim FIA GT-Weltcup auf Platz sechs

Es gehört zu den berühmtesten und berüchtigtsten Rennen der Welt: Der Stadt-Grand-Prix in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau, rund 50 Kilometer westlich von Hong Kong gelegen, ist eine Mischung aus Monaco und Singapur, die Strecke selbst eine einzige Mutprobe und viel schneller als der noch bekanntere Kurs von Monte Carlo. Für Christopher Haase war es die Premiere – und die hat er sowohl im Qualifikationsrennen am Samstag als auch im Hauptrennen am Sonntag mit Bravour bestanden!

Schon die Vorbereitung lief ausgezeichnet: Neben viel Simulator-Zeit war die Zusammenarbeit mit dem Audi Sport Team Rutronik sehr gut: Beim Besuch im Workshop verstand man sich bestens, die ausführliche Video-Analyse lieferte zusätzlichen, wichtigen Input für den Piloten. Mit entsprechend gutem Gefühl ging Christopher Haase in die zwei 30-minütigen freien Trainings, wobei er vor allem im ersten aufzeigen konnte: „Von 15 Pro-Autos konnte ich mich auf Rang drei klassieren, davon war ich fast überrascht“, so Haase, der im zweiten Training, an dessen Ende er auf Rang sieben lag, allerdings ‚Bekanntschaft' mit den Reifenstapeln von Macau machen musste: „Letzte Runde, letzte Kurve, aber als Macau-Neuling kommt man offensichtlich nicht um diese Erfahrung herum. Danke an dieser Stelle an Audi Sport und an das Audi Sport Team Rutronik, alle haben an einem Strang gezogen, um den Audi R8 LMS rechtzeitig für das Qualifying flott zu bekommen.“

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Nach Platz acht im Qualifying – damit zweitbester Audi-Pilot direkt hinter Robin Frijns – war für Christopher Haase klar, dass zwei schwierige Rennen auf ihn warten würden: „Der Speed war okay, aber wir wussten, dass ein Podiumsplatz nur mit etwas Glück möglich ist.“ Im Quali-Rennen hatten die Audi-Piloten dann bereits direkt am Beginn des Rennens Glück, nicht in den Abflug eines Mitbewerbers in der Vollgas-Passage ‚Mandarin' verwickelt zu werden: „Dort kommen wir mit 265 km/h an, Gott sei Dank ist keinem was passiert“, so Haase, der nach der kurzen Safety-Car-Phase seine Position halten und auf Platz sieben ins Ziel fahren konnte. Das war gleichzeitig auch die Startposition für das Hauptrennen, das extrem anstrengend war: „Wir hatten auf dem knapp sieben Kilometer langen Kurs keine einzige Safety-Car-Phase, bei der Luftfeuchtigkeit und den Temperaturen in Macau werden 18 Runden ganz schön lang. Wenigstens konnte ich mich auf Rang sechs verbessern, wir waren ein wenig schneller als am Vortag. An einen Angriff nach vorne war aber leider auch am Sonntag nicht zu denken. Dennoch, mit zwei fehlerlosen Rennen und zwei Mal zweitbester Audi-Pilot zu sein, damit bin ich sehr zufrieden. Es war toll, mit Fabian Plentz und dem Audi Sport Team Rutronik zu arbeiten, vielen herzlichen Dank für die Unterstützung – nächstes Jahr möchte ich unbedingt wieder in Macau dabei sein!“