Freitag, 21. September 2018
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ADAC GT Masters
12.09.2018

Frustrierendes Wochenende für Asch auf dem Sachsenring

Die Erwartungen waren hoch – berechtigt. Sebastian Asch reiste voller Vorfreude zur vorletzten Saisonstation des ADAC GT Masters an den Sachsenring. Auf dieser Strecke hatte er im Mercedes-AMG GT3 sowohl 2016 als auch 2017 gewonnen. Da bekanntlich aller guten Dinge drei sind, war das Ziel für die beiden Läufe im Jahr 2018 klar definiert. 

Gemeinsam mit seinem Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing-Teamkollegen Luca Stolz ging es für den Ammerbucher um die erste Podiumsplatzierung der Saison. Bereits am Freitag merkte das Duo jedoch, dass noch etwas Zeit zur Spitze fehlte. Dies untermauerten auch die Startplätze 17 von Stolz am Samstag und 15 von Asch am Sonntag. Auf dem sehr engen, von Kiesbetten umrandeten Sachsenring, der kaum Überholmöglichkeiten bietet, eine schwierige Ausgangslage. Während sie im ersten Lauf die Ziellinie nach einigen Zwischenfällen auf Rang 19 überquerten, schieden Asch und Stolz am Sonntag nach einem technischen Problem aus. 

Nach zwei Siegen in den vergangenen beiden Jahren war Platz 19 in Rennen 1 sicherlich nicht das, was du dir für den Auftakt am Sachsenring erhofft hattest...
Sebastian Asch: „Von Startplatz 17 war ohnehin klar, dass wir nicht die Welt erreichen können. Grundsätzlich waren wir mit der Pace nicht da, wo wir hingehören. Deshalb waren Punkte in diesem Rennen außer Reichweite – von mehr ganz zu schweigen. Kurz nach dem Start gab es vor Luca ein Durcheinander in Kurve 1. Er hat super reagiert und ist allen ausgewichen, sonst wären wir gleich raus gewesen. Allerdings waren wir danach nur noch 22. Nach dem Fahrerwechsel hatte ich ein Duell mit einem Lamborghini und bin etwas von der Strecke abgekommen, das hat uns nochmal ein paar Positionen gekostet. Wir haben uns zwar im Rennen immer wieder ein bisschen nach vorne gearbeitet, aber mehr als Rang 19 war nicht drin.“

Umso motivierter wart ihr am Sonntag. Bis zu eurem technischen Defekt sah es wirklich vielversprechend aus...
„Wir arbeiten mit dem Auto auf jeden Fall in die richtige Richtung. Selbst mein 15. Platz und die Zeit von 1:19.050 Minuten im Qualifying waren ein Aufwärtstrend. Natürlich sind wir noch nicht da, wo wir gerne hinwollen, aber die Tendenz zählt. Auch das Rennen lief anfangs super. Sowohl der normale als auch der Re-Start nach dem Safety Car haben gut funktioniert. Ich war schnell an den Top-Ten dran und habe Zeit auf meine Vordermänner gutgemacht. Leider hat sich schon vor dem Boxenstopp ein technisches Problem angekündigt. Wir haben versucht, weiterzufahren. Schließlich mussten wir das Auto aber abstellen. Das war erneut ein trauriges Ende des Rennwochenendes. Trotzdem versuche ich, das Positive zu sehen und hoffe, dass wir den Aufwärtstrend zum nächsten Rennen mitnehmen können.“

Das steht schon in zwei Wochen an: das Saisonfinale auf dem Hockenheimring. Mit welchen Erwartungen fährst du zu deinem Heimrennen?
„Der Hockenheimring ist ein ganz besonderer Ort für mich. Keine andere Strecke liegt näher an meiner Heimat Ammerbuch, daher kommen jedes Jahr viele Fans und die Familie. Zudem verbinde ich mit dem Hockenheimring die Erinnerung an meine beiden Meistertitel 2012 und 2015. Das waren die größten Erfolge in meiner Karriere und beide habe ich dort dingfest gemacht. In diesem Jahr ist eine Prognose schwierig. Die Strecke sollte dem Mercedes-AMG GT3 zwar grundsätzlich liegen, auf den langen Geraden – vor allem der Parabolika – fehlt uns jedoch traditionell die Top-Speed. Ich hoffe, wir können das mit den anderen Streckenabschnitten etwas kompensieren und zum Saisonabschluss noch ein gutes Ergebnis erzielen.“