Samstag, 25. November 2017
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VLN
25.10.2017

Zwei Klassensiege für rent2Drive-FAMILIA-racing

Alle VLN-Rennen 2017 mit Klassensiege – so lautet die erfolgreiche Bilanz des in Döttingen beheimateten rent2Drive-FAMILIA-racing Teams. Leider gab es beim neunten und letzten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auch einen Wermutstropfen, aber dazu später mehr.
Zunächst begann der Renntag mit sehr wechselhaften Witterungsbedingungen. Das Training begann auf einer feuchten Strecke. Später trocknete die Strecke an und nur wenige Minuten vor Trainingsende, setzte Regen ein. Demzufolge war auch die Startphase des Rennens von einer nassen Strecke geprägt, die jedoch im weiteren Verlauf abtrocknete.


Startfahrer des Porsche GT3 Cup MR war Christian Menzel, der es liebt, im Regen zu fahren. Menzel schaffte es zwischenzeitlich mit dem SP7-Porsche, sich zwischen den GT3-Boliden, auf einen hervorragenden dritten Gesamtplatz zu schieben. Als die Bedingungen etwas besser wurden, übergab Christian an seinen Mitfahrer Dmitriy Lukovnikov, der den zweiten Klassensieg 2017 souverän bis in Ziel verwaltete.

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Der Cup Porsche mit Jörg Wiskirchen, Stefan Müller und Teamchef David Ackermann profitierten vom Ausfall bis dato Führenden in der Klasse. Gegen Rennmitte lag man hier auf einem komfortablen zweiten Platz. So erbte man den ersten Platz in der Klasse und Teamchef David Ackermann konnte die Führung in der Klassenmeisterschaft weiter ausbauen.

Immer besser lief es auch mit dem BMW 325i in der Klasse V4. Nachdem man in den letzten Rennen schon erste VLN-Luft schnuppern konnte, gelang es dem Vater-Sohn-Gespann Richard und Philipp Gresek zeitweise in die Top-Ten der hart umkämpften Klasse vorzufahren. Leider verhinderte ein kleiner Ausrutscher den weiteren Vorwärtsdrang. Das Duo erreichte am Ende einen ordentlichen zehnten Platz bei immerhin 19 Teilnehmern.

Dramatik pur gab es dann in der Klasse VT2. Hier ging es schließlich noch um die Jahresmeisterschaft. Die Überraschung erfolgte im Zeittraining. Nicht die üblichen Verdächtigen, sondern die Italiener Stefano Croci, Graziano Grazzini und Alerardo Bertelli auf dem Renault Megane RS, fuhren die absolut schnellste Trainingszeit. Auch wenn sie nur ab und an mal ein VLN-Rennen fahren, haben die drei Piloten gezeigt, was sie können. Da ihnen die Erfahrung im Regen fehlte, wurde die Pole schnell vom zweiten Renault Megane RS mit den Stammfahrer Axel Jahn und Andrei Sidorenko abgeben. Unterstützt wurden die beiden bei diesem Rennen vom Nachwuchstalent Tobias Dauenhauer, der im laufenden Jahr bereits in einigen anderen Rennserien Ausrufezeichen setzen konnte.

Startfahrer Axel Jahn kam bestens mit den schwierigen Witterungsbedingungen zurecht und schaffte es, in einem hervorragenden Doppelstint einen Vorsprung von über zwei Minuten auf den Klassenzweiten raus zufahren. Die beiden folgenden Fahrer mussten diesen Vorsprung nur noch verwalten, was sie auch mit Bravour meisterten. Selbst Dauenhauer, der zum ersten Mal auf dem Renault saß, fügte sich nahtlos ein und fuhr im Schlussstint sofort die Rundenzeiten seiner Kollegen. Als um 16 Uhr die Zielflagge geschwenkt wurde, fühlten sich die Drei als verdiente Sieger des neunten VLN-Laufes und somit auch als Meister in ihrer Klasse. Einige Minuten später wurde eine Zeitstrafe ausgesprochen. Einer der Fahrer war bei Code 60 zu schnell gewesen. Nach Rücksprache stellte sich heraus, dass er die Flagge einfach übersehen hatte. Dieses Missgeschick führte jedoch zu einer Vier-MinutenZeitstrafe. Damit war der Klassensieg wie auch der Meistertitel hin.