Montag, 6. Dezember 2021
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Histo Cup Austria
21.09.2017

20 Jahre Histo Cup: Saisonfinale am Salzburgring

Vor genau 20 Jahren keimte die Idee in Österreich eine historische Motorsportszene zu etablieren und umzusetzen. Gerade einmal 7 Piloten waren am Anfang dabei. Der Start war wirklich nicht leicht. Die Idee setzte sich dann dennoch durch, 2003 waren schon rund 40 Piloten im Einsatz, 2005 wurde dann um die Young Timer (Rennfahrzeuge bis zum Baujahr 2000) erweitert, 2006 kam der größte und erfolgreichste historische Markenpokal – die BMW 325 Challenge hinzu.

2008 wurde abermals erweitert um die sehr erfolgreiche Classica Trophy und die Formel Historic. Im letzten Jahr wurde dann mit den „Touring Car Open“ die Lücke zum moderneren Motorsport geschlossen.

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Bei seiner fünften Auflage findet das legendäre „BOSCH Race“ 2017 zum zweiten Mal am Red Bull Ring in Spielberg statt. Wenn sich die größte und erfolgreichste Motorsport-Serie Österreichs in der Obersteiermark ein Stelldichein gibt, so kommen nicht nur die Anhänger des historischen Motorsports dabei garantiert auf ihre Kosten, im Mini Cooper Cup und der Touring Car Open geben auch moderne Rennfahrzeuge Vollgas. 

Nun kommen rund 230 Rennfahrer des Histo Cups mit 8 Rennserien zum Saisonfinale nach Salzburg. 

Das Histo Cup Saisonfinale am 23. und 24. September am Salzburgring wird ein Pflichttermin für Motorsportfans. Nicht nur Anhänger des historischen Motorsports kommen dabei garantiert auf ihre Kosten. Im Mini Cooper Cup und der Touring Car Open geben auch moderne Rennfahrzeuge Vollgas.

Von den historischen Tourenwagen und Formel-Boliden, über die packenden Überholmanöver im hartumkämpften Markenpokal der BMW 325 Challenge bis hin zu den modernen und schnellen Fahrzeugen in den Rennen der Touring Car Open und des Mini Cooper Cup – das ultimativ letzte Rennwochenende des Jahres bietet für jeden Geschmack das passende Starterfeld. 


Volles Programm an beiden Renntagen

Mit hochbrisanten Duellen um die „Goldene Ananas“ – die begehrte Trophäe aus echtem Gold – bietet das Rennwochenende an beiden Renntagen ist von 8.00 bis 18.00 Uhr durchgehend Rennaction. Wer nicht die Zeit hat, das gesamte Rennwochenende live vor Ort mitzuverfolgen, kann die Rennen am Salzburgring auch via Live-Stream im Internet erleben. 


Die Serien des Histo Cup Finales 2017 am Salzburgring im Detail

Histo Cup Anhang K 1961 bis 1985: Die echten „Historischen“ erleben in diesem Jahr geradezu eine neue Renaissance. Bis zu 40 Teilnehmern war das Starterfeld stark und es ist ganz spannend. Die Fahrzeuge müssen die Fahrzeuge genau nach dem damaligen Reglement aufgebaut sein. Vorjahressieger Alfred Weißengruber ist mit seinem BMW 635i dem derzeit führenden Salzburger Manfred Pledl, Ford Escort BDA knapp auf den Fersen. Die Beiden waren am Red Bull Ring in einen Unfall verwickelt, dementsprechend motiviert werden die beiden Piloten an die Mission „goldene Ananas“ herangehen. Auch der Tscheche Jaroslav Rejka hat mit seinem Jaguar XJS noch Titelchancen. In allen Klassen wird noch hart um die Podiumsplätze gekämpft. Um die V8 Historic Trophäe kämpfen auch die Amerikanerin Amanda Hennessy und der Schweizer Robert Dubler, beide Chevrolet Corvette.

Spezialtourenwagen (1961 bis 1985): In dieser Kategorie ist es ebenfalls sehr spannend. Derzeit liegen der Deutsche Franky Riedel, De Lago Corvette und der Oberösterreicher Johann Retschitzegger mit seinem Audi 80 Coupé punktegleich in Führung, gefolgt von Erwin Warislowich, BMW 320 Gruppe 5 und Marcel Langoth, VW Golf GTI. Ein Ohrenschmaus wird wieder das Konzert der V8-Amerikaner werden, allen voran Markus Bereuter, Chevrolet Corvette und die beiden Schweizer Urs Metzger und Beat gubler mit den beiden Plymouth Barracuda. Mit dabei auch die Lokalmatadoren Gerog und Michael Steffny, die einen BMW 320 Gruppe 5 einsetzen. 

Young Timer 1986 bis 2004: Der Salzburger Herbert Leitner führt mit seinem Toyota Corolla das Gesamtklassement an und ist schon der neue „Meister“ der Young Timer. Dahinter wird noch hart um den Vize-Titel gekämpft. Der Salzburger Norbert Greger, BMW M3 E36 GTR und Mike Wehrli aus der Schweiz haben noch Chancen auf den zweiten Platz. Spannend auch die Positionskämpfe in den einzelnen Klassen.

Touring Car Open: Der Histo Cup ist mit den Young Timern mit dem Jahr 2004 begrenzt. Die „TCO“ schließen die Lücke zum modernen Motorsport in Österreich. Vorerst fahren die „moderneren“ Fahrzeuge mit den Young Timern, aber in einer eigenen Wertung. Unterstützt wird diese Serie von Hankook“, die sehr günstige und sehr gute Rennreifen liefern. Als Führender kommt der Niederösterreicher Oliver Michael, Porsche 991 vor dem Schweizer Alfons Riedweg, Chevrolet Corvette nach Salzburg. Da Riedweg am Red Bull Ring einen Motorschaden hatte, ist der Titel dem Porschepiloten Michael fast nicht mehr zu nehmen. Als Gesamtdritter kommt der Niederösterreicher Erwin Eder, Ford Focus zum Finale. 

MINI Cooper Cup: Im Vorjahr gab es die Premiere des neuen MINI Cooper Cup Austria. Die schnellen „Fronttriebler“ waren in den Jahren 2004 bis 2013 erfolgreich in einigen europäischen Ländern „werksunterstützt“ unterwegs. Nun haben sie im Rahmen des Histo Cups ein neues Betätigungsfeld. Heuer waren 12 Fahrer genannt. Ziel ist es ab 2018 an die 20 Fahrzeuge und ein eigenes Rennen zu haben. Als Gesamtführender und neuer Meister kommt der junge Bayer Matthias Jocher vor dem Tiroler Philipp Kluckner nach Salzburg. Auch der MINI Cooper Cup wird von Hankook aktiv unterstützt. 

BMW 325 Challenge: Mit rund 25 eingeschriebenen Fahrern ist Challenge bereits in der 12. (!) Motorsportsaison! Heuer gab es nach dem Abgang von einigen jungen Piloten in andere Meisterschaften und durch Änderungen im Reglement (Einheitsnockenwelle und Einheitskolben) einen kleinen Einbruch bei den Starterzahlen. Als überlegener Leader und neuer Meister kommt der junge Salzburger Jakob Schober aus Altenmarkt im Pongau zu dem Finale nach Salzburg. Er zeigte in jedem Rennen sein Können und war immer am Podest. Sein Teamkollege ist der blutjunge Steirer Max Zupanic aus Graz. Dieser junge Mann ist der schnellste Pilot im Feld, aber noch ein wenig ungestüm. Der Routinier Manfred Zaunbauer liegt hinter den beiden Race-Performance Piloten an dritter Stelle vor seinem Teamkollegen Matthias Heinemann. 

Formel Historic: Die historischen Formel Fahrzeuge kämpfen beherzt um jeden Meter. Die seit 2012 neu dazugekommenen „Sportwagen“ bis 2000ccm ergänzen die Szene. In dieser Kategorie führt der niederösterreichische Rookie Philipp Thiel, Formel Ford Van Diemen überlegen und ist bereits der neue Meister. Der Burgenländer Roman Pöllinger, Formel Renault und der Niederösterreicher Peter Peckary, Formel 3 kämpfen noch um den Vizemeister und sind dementsprechend „motiviert“. Mit den fünf Gaststartern aus Italien und Monte Carlo wird das Starterfeld der historischen Formelfahrzeuge noch zusätzlich aufgewertet. 

Classica Trophy: Wer sein Sportgerät oder schönes Straßenauto nicht unbedingt den Kämpfen ums „Blech“ aussetzen will, der ist bei der „Race Regularity“ bestens aufgehoben. Es gilt die geringste Abweichung in 100tel Sekunden zur Basisrunde zu erzielen. Das Salzburger Team Herbert Margreiter/Konnie Aistleitner, Alfa Romeo Spider sind in der Teamwertung bereits Meister. Um den Vizetitel wird noch hart gekämpft. Chancen haben die Oberösterreicher Joachim und Sabine Hofstadler, Porsche 914 und die Steirer Wilfried Lind / Wolfgang Ringwald und Egmont und Claudia Wimmeder, Jaguar E. Die Regensburgerin Astrid Witzany, Ford Mustang kommt als Gesamtführende der Solowertung zum Finale, gefolgt von den Salzburgern Ralf Schatzl, BMW und Hois Russegger, Porsche 944. Die in Graz lebende und sympathische Astrid Witzany ist die erste Lady, die die Classica Trophy als Gesamtsiegerin beenden könnte! 

Formel Vau Europa: Gerade die Formel Vau – auf Basis des legendären VW Käfers – hat in Österreich eine ganz besondere Tradition. In den 60er und 70er Jahren ist fast jede spätere Rennsportlegende auch in dieser Nachwuchs-Serie sehr erfolgreich aktiv gewesen. Jochen Rindt, Niki Lauda Helmut Marko, Helmut Koenigg, Dieter Quester oder der Liechtensteiner Manfred Schurti sind nur ein kleiner Teil der vielen Piloten aus der Formel Vau Zeit. Die Österreicher waren auch als Konstrukteure sehr erfolgreich, Porsche Salzburg und Kurt Bergmann prägten die Zeit aktiv mit.