Freitag, 17. November 2017
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GT Open
02.07.2017

Enttäuschender Rennsonntag für Emil Frey Lexus Racing

Das Emil Frey Lexus Racing Team hatte beim Debütwochenende am Hungaroring nicht das Glück auf ihrer Seite. Trotz einer starken Performance mit Platz vier im ersten Rennen der International GT Open am Samstag, musste das Schweizer Team den ersten Ausfall in dieser Saison im Rennen am Sonntag verbuchen. Nach einer unverschuldeten Kollision in Runde zehn, konnte der #54 Lexus RC F GT3 das Rennen nicht fortsetzen.

Mit dem siebten und achten Meisterschaftslauf nun komplettiert, liegen die Fahrer Albert Costa Balboa und Philipp Frommenwiler zur Halbzeit der Saison auf Platz vier der Fahrerwertung, das Team ist auf den fünften Rang zurückgefallen.

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Im Zeittraining für das erste Rennen übernahm Albert Costa Balboa das Steuer des #54 Lexus RC F GT3 und qualifizierte sich an fünfter Position. Somit startete der Spanier aus der dritten Startreihe in das 70-minütige Rennen und erlebte einen spannenden Auftakt. Zuerst verlor er Platz fünf an den BMW von Tiago Monteiro, doch in einem beherzten Überholmanöver schnappte sich Costa Balboa den Platz gleich nach der ersten Runde wieder zurück. Danach lieferte sich der Lexus-Pilot rundenlang einen starken Zweikampf mit Duncan Tappy im #24 McLaren und zeigte insbesondere in den Turns sieben und acht Mut und Kampfgeist, als er versuchte außen an dem McLaren vorbeizuziehen.

Die Lexus Mannschaft entschied sich für einen sehr späten Boxenstopp und dies sollte ein kluger, strategischer Schachzug werden. Costa Balboa übergab das Steuer an Philipp Frommenwiler an Platz fünf liegend und der Schweizer kam als Vierter wieder auf die Strecke. Dank der guten Strategie gewann man in der Boxengasse einen Platz und zog am #24 McLaren vorbei. Mit ca. zehn Sekunden Rückstand auf den dritten Platz legte Frommenwiler eine schnelle Runde nach der anderen hin und fuhr pro Runde gut 0,5 Sekunden schneller als die Konkurrenz. In den letzten fünf Rennminuten ereignete sich ein Drama in der Führungsspitze und der bis dato führende Ferrari #488 wurde auf den dritten Platz durchgereicht. Frommenwiler sah die Chance aufs Podium, doch wurde in der vorletzten Runde vom #8 Ferrari über mehrere Kurven am Überrunden gehindert und verlor somit Boden auf den #488.

Frommenwiler kam als Vierter über die Ziellinie. Durch den Sieg des #1 Lamborghini verlor das Fahrergespann Costa Balboa/Frommenwiler die Führung in der Fahrergesamtwertung und lag nach dem siebten Meisterschaftslauf auf Platz zwei mit drei Punkten Rückstand. In der Teamwertung konnte Emil Frey Lexus Racing den dritten Platz behaupten.

Das zweite Qualifying verlief für die Lexus Mannschaft mit einem 18. Platz enttäuschend. Trotz der neunten Reihe in der Startaufstellung, erwischte Philipp Frommenwiler einen Wahnsinnsstart in das Rennen und machte insgesamt acht Positionen bis zum Ende der ersten Runde gut. Nach den hervorragenden Eröffnungsrunden ereignete sich bei einem Überholmanöver eine seitliche Berührung mit dem #51 BMW und Frommenwiler war gezwungen, den Lexus aufgrund des Schadens an der Box abzustellen.

Im achten Rennen ereilte somit dem Emil Frey Lexus Racing Team der erste Ausfall aufgrund einer unverschuldeten Kollision. In der Meisterschaftswertung liegen die Fahrer Costa Balboa und Frommenwiler nun auf Platz vier, während das Team Platz fünf eingenommen hat.