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Formel 4
08.07.2017

Felipe Drugovich ist Halbzeitmeister

Der Brasilianer Felipe Drugovich (17, Van Amersfoort Racing) hat seinen dritten Saisonsieg in der ADAC Formel 4 gefeiert und sich damit zum „Halbzeitmeister“ der Highspeedschule des ADAC gekürt. In Oschersleben siegte der 17-Jährige vor Marcus Armstrong (16, Neuseeland, Prema Powerteam) und Fabio Scherer (18, Schweiz, US Racing). Damit übernahm Drugovich nach dem elften von 21 Saisonrennen die Führung in der Gesamtwertung und liegt dort mit 142 Punkten knapp vor Juri Vips (16, Estland, Prema Powerteam), der 135 Zähler hat und Armstrong mit 133. 

„Ich bin super glücklich. Aber wie der Name ‚Halbzeitmeister‘ schon sagt: Es ist noch immer die Hälfte der Meisterschaft zu fahren“, sagte der Brasilianer, der als erster Pilot in diesem Jahr drei Saisonsiege feierte: „Ich möchte jetzt an diese Leistung anknüpfen.“ 

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Auf Rang vier kam Juan Manuel Correa (17, USA/Ecuador, Prema Powerteam) ins Ziel, dahinter folgten Rookiemeister Nicklas Nielsen (20, Dänemark, US Racing) und der bisherige Spitzenreiter Juri Vips. Jonathan Aberdein (19, Südafrika, Motopark), Michael Waldherr (20, Ruderting, Neuhauser Racing), Kim-Luis Schramm (19, Wümbach, US Racing) sowie Sophia Flörsch (16, Grünwald, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.) komplettierten die Top Ten. Bester Rookie war erneut Mick Wishofer (17, Österreich, Lechner Racing), der 17-Jährige belegte den 16. Rang. 

Drugovich erwischte einen perfekten Start und lag bereits nach Ende der ersten Runde mit 1,3 Sekunden vorne. Einzig der Neuseeländer Armstrong, der das erste Rennen am Samstag gewonnen hatte, konnte dem Brasilianer folgen. Dahinter folgte eine Gruppe, die von Scherer angeführt wurde. 

Zunächst baute Drugovich seinen Vorsprung auf über zwei Sekunden aus, doch zum Ende des Rennens schmolz sein Polster immer mehr zusammen. Dennoch behauptete er seine Spitzenplatzierung nervenstark und jubelte letztlich über den Erfolg. Hinter dem Spitzenduo verteidigte Scherer seinen dritten Rang, damit steht der Schweizer zum zweiten Mal in diesem Jahr auf dem Podium. 

Das vierte Rennwochenende der ADAC Formel 4 endet mit dem dritten Lauf am Sonntag (ab 11.05 Uhr). SPORT1 und SPORT1+ übertragen das Rennen live im TV, zudem gibt es Livestreams im Internet auf www.SPORT1.de, www.adac.de/Motorsport und bei Facebook. Für die Startreihenfolge dieses Rennens ist das Ergebnis des ersten Laufs maßgeblich. Die Top Ten startet dann in umgekehrter Reihenfolge. Damit wird Michael Waldherr auf der Pole Position stehen, und Sieger Armstrong startet von Rang zehn. 

In Oschersleben fährt die ADAC Formel 4 mit der ADAC TCR Germany im Rahmenprogramm der TCR International Series, und die Motorsport Arena feiert ihr 20-jähriges Jubiläum mit einem großen Fest. Am heutigen Samstagabend werden die Kult-Ostrocker von „City“ ein Konzert im Infield der Strecke geben. 

Weitere Stimmen zur ADAC Formel 4 


Felipe Drugovich (Sieger, Van Amersfoort Racing): „Die ersten zehn Minuten waren echt perfekt. Am Ende ist Marcus immer nähergekommen, aber ich hatte alles im Griff.“ 

Marcus Armstrong (Zweiter, Prema Powerteam): „Das war ein gutes Rennen, ich habe nicht zu viel riskiert und bin froh, dass ich die Punkte geholt habe. Von hinten hatte ich nur wenig Druck, deshalb konnte ich das ganz in Ruhe kontrollieren.“ 

Fabio Scherer (Dritter, US Racing): „Das war ein ganz schwieriges Rennen. Ich durfte die Nerven nicht verlieren. Jeder Fehler wäre fatal gewesen. Zum Glück habe ich keinen gemacht, das führte schließlich zum dritten Platz. Ich wusste, dass man eigentlich nur an zwei Stellen überholen kann - in den ersten zwei sowie in der dritten Kurve. Ich bin super zufrieden.“ 

Mick Wishofer (16. und bester Rookie, Lechner Racing): „Im ersten Rennen war unsere Pace besser. Wir hatten im zweiten Rennen etwas Probleme mit den Reifen, aber im Großen und Ganzen bin ich mit dem Rookiesieg zufrieden. Im Saisonverlauf ist es für uns klar nach vorne gegangen, ich bin ganz zufrieden mit den vier Rookiesiegen und hoffe, dass noch einer dazu kommt. Toll wäre natürlich eine Top-Ten-Platzierung, aber das ist echt schwer im ersten Jahr. Wir arbeiten hart daran - das Team und ich.“