Mittwoch, 18. Oktober 2017
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CIK/FIA
12.06.2017

EM-Einstand auf dem Circuit Alonso krönt ersten Champion

Ein beeindruckendes Wochenende zeigte die internationale Kartsport-Elite am vergangenen Wochenende vom 9. bis 11. Juni 2017 in La Morgal auf dem Circuit Alonso in Spanien zur Europameisterschaft. Die Strecke machte den Fahrern der Klassen OK Junior, OK und KZ2 das Leben nicht leicht und sorgte abseits des Renngeschehens für ordentlich Gesprächsstoff. Vor allen Dingen die hohen Curbs erwiesen sich als extrem materialmordend und belastend für die Physis der Piloten. Doch gerade die deutschen Piloten kamen mit der Herausforderung bestens zurecht und heizten der hochkarätigen Konkurrenz mächtig ein.

Im Feld der OK Junioren machte zu Beginn Christopher Lulham (Piers Sexton Racing) die beste Arbeit auf der Strecke des spanischen F1-Piloten Fernando Alonso. Der Youngster konnte gleich zu Beginn mit der Bestzeit den Ton angeben und auch in den Heats mit drei Siegen ein Ausrufezeichen setzen. Doch im Finale kam es zu einer dicken Überraschung: Denn Mattia Michelotto (Chiesa Corse), von dem bis dato auf dem Circuit Alonso nicht viel zu sehen war, startete eine mächtige Aufholjagd von Position 16. Der junge Italiener ließ Fahrer um Fahrer stehen und freute sich nach Fallen der Zielflagge über einen beeindruckenden Sieg vor Christopher Lulham. Harry Thompson (Ricky Flynn Motorsport) war an diesem Wochenende die Konstanz in Person und belohnte sich mit Rang drei im Finale.

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Als bester Deutscher zeigte Hugo Sasse (CRG TB Racing Team) nach Vorbild Michelottos eine ebenfalls starke Aufholjagd. Von Rang 31 ins Finale gestartet, beendete der Youngster das Rennen auf dem starken fünften Platz. Die Landsleute O'neill Muth (Chiesa Corse) und Donar Munding (CRG SpA) ergatterten an diesem Wochenende kein Finalticket im 58-köpfigen Feld.

Im Feld der OK Senioren räumten die deutschen Piloten mächtig ab. Bereits im Qualifying glänzten Niklas Krütten (Ricky Flynn Motorsport) und Hannes Janker (CRG SpA) mit den Rängen zwei und drei als Verfolger von Pole-Setter Noah Milell (Kosmic Racing Departement) aus Schweden. In den darauffolgenden Heats verlor Krütten an Boden, Janker hingegen lief zu Bestform auf. Vier Heats und vier Siege machten den OK-Senioren-Piloten zum Aspiranten auf den Sieg im Finale. Nach einem durchwachsenen Start verlor der Deutsche in diesem jedoch an Boden und musste bereits nach drei Runden das Aus beklagen. Damit war der Weg frei für Lokalmatador Pedro Hiltbrand (Tony Kart Racing Team Srl), der seinerseits vor dem Briten Thomas Joyner (Chiesa Corse) und dem Spanier David Vidales (Tony Kart Racing Team Srl) das oberste Treppchen betreten durfte.

Nach dem Ausfall Jankers wurde Luca Lippkau (CRG TB Racing Team) bester Deutscher, indem er sich trotz einer Zeitstrafe den beachtlichen zehnten Platz sichern konnte. Niklas Krütten fiel zurück auf den 21. Rang im Finale, während David Schumacher einen Ausfall in der neunten Runde verkraften musste. Esteban Muth (Chiesa Corse) schaffte den Einzug in das Finale nicht.

Bei den Schaltkartpiloten der Kategorie KZ knüpfte der Gesamtführende Paolo De Conto (CRG SpA) dort an, wo er in Genk aufgehört hatte. Nachdem im Zeittraining noch Marijn Kremers (Birel Art Racing Srl) mit der schnellsten Zeit die Meute anführte, übernahm De Conto im Zuge der Heats das Zepter und gewann alle ausgetragenen Vorläufe. Und auch im Finale setzte sich der Italiener gegen einen wiedererstarkten Bas Lammers (Sodikart) mit etwas mehr als zwei Zehntelsekunden durch. Als Dritter schaffte der Zeittrainingsbeste Marijn Kremers noch den Sprung auf das Podest. Am Ende durfte De Conto doppelt jubeln: Mit seinem dritten Finalsieg in Folge konnte sich der amtierende Weltmeister bereits vorzeitig den EM-Titel sichern.
 
Weiter geht es für den CIK-FIA-Tross vom 30. Juni bis 2. Juli 2017. Dort werden die Kategorien OK und OK Junior ihr drittes EM-Rennwochenende der Saison in Le Mans (FR) austragen. Zudem treffen sich an genannter Stelle auch die KZ2-Piloten zum zweiten Schlagabtausch der Europameisterschaftssaison. Dias Finale der KZ-Klasse findet vom 28. bis 30. Juli im schwedischen Kristianstad statt.