Dienstag, 24. Oktober 2017
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Blancpain
03.10.2017

Siedler freut sich über Platz elf nach Aufholjagd in Barcelona

Mit einer beeindruckenden Aufholjagd holte Norbert Siedler bei seinem Comeback im Emil Frey Jaguar GT3 in Barcelona den elften Platz. Nach einem technischen Defekt im Qualifying waren der Tiroler und seine Teamkollegen Alex Fontana (CH) und Stéphane Ortelli (MCO) zuvor vom 46. Platz in das Saisonfinale der Blancpain GT Series gestartet.

„Das ist deutlich mehr als wir uns nach dem Zeittraining erhofft haben“, zeigte sich Norbert Siedler mit dem elften Platz sehr zufrieden. Zu Beginn des Qualifyings war die Fahrbahn noch feucht, sodass die Rundenzeiten immer schneller wurden und die Entscheidungen im Kampf um die Startpositionen im dritten Abschnitt getroffen wurden. Doch noch bevor Siedler eine einzige Rundenzeit setzen konnte, musste er sein Fahrzeug ohne Vortrieb am Streckenrand abstellen. Für das Jaguar-Trio blieb damit nur der 46. Startplatz.

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„Die letzte Startreihe ist eine denkbar schlechte Ausgangsposition, aber der 14. Startplatz von unserem Schwesterauto macht Mut. Die Pace wäre da gewesen“, analysierte Norbert Siedler das Zeittraining. Sein Optimismus war gerechtfertigt: In den ersten beiden Rennstunden machten Stéphane Ortelli und Alex Fontana viele Plätze gut, sodass Siedler den letzten Stint auf der 17. Position beginnen konnte.

Norbert Siedler knüpfte an die Leistung seiner Teamkollegen an und setzte die Aufholjagd ab seiner ersten Runde fort. Bis zum Fallen der Zielflagge verbesserte sich der Rennfahrer aus Oberau auf die elfte Position und schrammte damit nur knapp an einem Punktergebnis vorbei. „Das war ein hartes Rennen“, bilanzierte er. „Es war extrem viel Verkehr und die überrundeten Fahrzeuge sind teilweise Kampflinie gefahren.“

„Vielen Dank an die Mannschaft von Emil Frey Racing, dass sie mich auch in diesem Jahr wieder für das Saisonfinale verpflichtet haben. Das Team hat mit dem Jaguar in den letzten zwölf Monaten enorme Fortschritte gemacht“, erkannte Norbert Siedler. „Das Auto ist sehr anspruchsvoll zu fahren, aber mittlerweile absolut konkurrenzfähig. Mit einem selbst entwickelten Fahrzeug gegen die herstellerunterstützte Konkurrenz anzutreten, verdient sehr viel Respekt.“

Vor der Winterpause stehen für Norbert Siedler noch zwei Rennen in der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Programm. Schon am nächsten Wochenende wird sich der 34-Jährige beim achten Lauf den Frikadelli-Porsche mit seinem Landsmann Klaus Bachler (A) teilen. Das Saisonfinale der VLN steigt nur zwei Wochen später am 21. Oktober.