Montag, 11. Dezember 2017
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ADAC GT Masters
26.07.2017

Durchfahrtstrafe verhindert Top-Ergebnis für Norbert Siedler

Eine Durchfahrtsstrafe kostete Norbert Siedler beim ADAC GT Masters in Zandvoort ein mögliches Top-Ergebnis am Sonntag. Wegen eines um 0,4 Sekunden zu kurzen Boxenstopps musste der Österreicher auf Platz vier liegend einmal durch die Boxengasse fahren und kam auf Platz 17 ins Ziel. Am nächsten Wochenende wird Siedler für Rinaldi Racing in einem Ferrari 488 GT3 bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps antreten.

Nach einem kleinen Einschlag von Marco Mapelli (IT) im zweiten Qualifying mussten Norbert Siedler und sein Teamkollege das Rennen am Sonntag von der 19. Startposition beginnen. Mapelli verbesserte sich bis zum vorgeschriebenen Fahrerwechsel auf den elften Rang. Nach der hektischen Boxenstopp-Phase kehrte Siedler auf dem vierten Platz auf die Strecke zurück.

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„Der Fahrerwechsel wirkte zunächst perfekt. Es war sehr eng in der Boxengasse, aber bei uns lief alles nach Plan“, schilderte Norbert Siedler. Doch die Freude weilte nur kurz. „Leider waren wir genau 0,4 Sekunden zu schnell“, ärgerte sich der Tiroler. „Eine Position haben wir dadurch nicht gewonnen, aber die folgende Durchfahrtsstrafe war natürlich berechtigt.“ Vom Ende des Feldes konnte sich Siedler bis zur Zielflagge immerhin noch auf den 17. Platz verbessern.

Auch am Vortag war das Glück nicht auf der Seite von Norbert Siedler. Im Samstagsrennen hatten sich der HB-Racing-Pilot und sein Teamkollege vom 18. Startplatz bereits auf den elften Rang verbessert, als ein Reifenschaden für das vorzeitige Rennende sorgte.

„Im ADAC GT Masters haben wir in diesem Jahr wirklich viel Pech“, bilanzierte Norbert Siedler. „Die 20-minütigen Qualifyings werden oft mit roten Flaggen unterbrochen, sodass man etwas Glück braucht, um eine freie Runde zu fahren. Im Rennen konnten wir trotzdem tolle Aufholjagden zeigen und hätten ohne das Pech am Samstag und den kleinen Fehler am Sonntag sicherlich an beiden Tagen gute Punkte holen können.“


Norbert Siedler bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps wieder im Rinaldi-Ferrari

Am nächsten Wochenende steht für Norbert Siedler mit den 24 Stunden von Spa-Francorchamps wieder ein Langstreckenrennen auf dem Programm. Beim Saisonhighlight der Blancpain GT Series wird der Österreicher einen Ferrari 488 GT3 von Rinaldi Racing steuern. 

Im größten GT-Rennen der Welt wird sich Norbert Siedler das Cockpit mit Profi-Kollege Matteo Malucelli (IT) und den beiden Gentleman-Piloten Alexander Mattschull (DE) und Rinat Salikhov (RU) teilen. „Mit dieser Fahrerpaarung sind wir in der Pro-Am-Klasse gut aufgestellt. Wir möchten auf jeden Fall um den Klassensieg kämpfen. Die Testfahrten vor ein paar Wochen waren vielversprechend“, blickt der 34-Jährige voraus.