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VLN
26.10.2016

WTM-Racing fuhr beim VLN-Finale auf Platz acht

Erfolgreiches Saisonfinale für das Wochenspiegel Team Manthey (WTM-Racing) bei der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Beim 41. DMV Münsterlandpokal fuhr der Wochenspiegel-Porsche 911 GT3 R auf Platz acht. Der Wochenspiegel-Porsche Cayman GT4 MR belegte Rang 45 im Gesamtklassement und Platz vier in der Klasse SP10. Teamchef Georg Weiss: „Ein zufriedenstellendes Ergebnis. Bei den schwierigen Witterungsverhältnissen haben beide Autos keinen Kratzer abbekommen.“

Das Wetter präsentierte sich wenig freundlich beim Saisonfinale. Es war kalt und am Vormittag regnete es zum Teil heftig. Entsprechend schwierig waren die Bedingungen im morgendlichen Training. Die Streckenbedingungen wechselten ständig, es war wichtig, zum richtigen Zeitpunkt die schnelle Runde zu fahren. Das gelang dem Wochenspiegel-Team, das wieder mit den vier Fahrern Georg Weiss, Oliver Kainz, Jochen Krumbach und Mike Stursberg an den Start ging, nur bedingt. Am Ende reichte die Rundenzeit von 10.04,747 Minuten für Startplatz zwölf. Weiss: „Die Startposition ist in Ordnung. Es hat keinen Sinn gemacht, mehr zu riskieren.“

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Startfahrer Kainz konnte die Position zunächst halten. Doch die Reifenwahl und ein störrischer Bentley verhinderten zu Beginn eine Verbesserung. Weiss: „Wir haben uns für die normalen Regenreifen entschieden. Dafür war aber am Anfang zu viel Wasser auf der Strecke. Das Überholen auf der Nordschleife ist nicht einfach, speziell bei solchen Bedingungen.“ Zum Zeitpunkt des ersten Boxenstopps hörte der Regen auf und die Strecke begann abzutrocknen.

Krumbach fuhr aber zunächst auf den gebrauchten Regenreifen weiter und machte gegen die Konkurrenz, die zum Teil schon auf Slicks unterwegs war, Zeit gut. Auch nach dem Wechsel auf Trockenreifen kämpfte sich der Wochenspiegel-Porsche weiter nach vorn. Stursberg übernahm das Auto auf Platz acht. Diese konnten er und Weiss, der als Letzter in den Porsche stieg, bis ins Ziel halten. Weiss: „Damit konnten wir gut leben.“

Der Wochenspiegel-Porsche Cayman GT4 Clubsport startete in der Klasse SP10 mit den Fahrern Weiss, Rene Offermann und Ralf Goral. Im Training fuhr das Trio eine Rundenzeit von 11.37,056 Minuten. Das bedeutete Startplatz vier in der Klasse und Rang 90 unter 139 Startern in der Gesamtwertung.

Im Rennen arbeitete sich der GT4-Porsche mit konstant schnellen Rundenzeiten langsam nach vorn. Startfahrer Weiss übergab an Goral. Offermann überquerte als 45. schließlich die Ziellinie. Weiss: „Wir haben in dieser Saison viel gelernt. Eine Zielankunft zum Ende der Saison war eine gute Sache.“

Die Fahrerstimmen zum Saison-Finale

Georg Weiss: „Ende gut, alles gut. Wir haben unser Soll erfüllt und einen Platz in den Top-Ten geholt. Da wir heute zu viert gefahren sind, hatten wir leider keine Möglichkeiten bei diesen Verhältnissen taktisch vernünftig zu reagieren.“

Oliver Kainz: „Bei meinem Stint ist einiges danebengegangen. In den ersten Runden habe ich die Reifen nicht auf Temperatur gebracht, weil zu viel Wasser auf der Strecke war. Anschließend habe ich Zeit verloren, da ich nicht am Bentley vorbeigekommen bin.“

Jochen Krumbach: „Die Entscheidung auf den gebrauchten Regenreifen weiterzufahren war richtig. Ich konnte angreifen und war schnell unterwegs. Dadurch konnten wir den Porsche ein paar Plätze nach vorn bringen.“

Mike Stursberg: „Das war ein schöner Saisonabschluss. Es war ein gutes Jahr mit WTM-Racing, in dem wir einige gute Rennen gezeigt haben.“

Rene Offermann: „Das war endlich mal wieder eine gute Vorstellung. Wir sind ohne Probleme durchgekommen und konnten heute viele Runden fahren.“

Ralf Goral: „Es hat Spaß gemacht. Ich wäre gern noch etwas schneller gefahren, aber auf der Strecke gab es oft sehr viel Verkehr und zahlreiche gelbe Flaggen.“

Eine Erklärung von Georg Weiss zum Ende der VLN-Saison 2016: „Das Saisonfinale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2016 war für uns das letzte Rennen, das wir bei Manthey-Racing bestritten haben. Wir können auf zehn gemeinsame Jahre zurückblicken, in denen wir viele Erfolge, aber auch einige bittere Niederlagen erlebt haben. Wir haben diese Erlebnisse gemeinsam bewältigt, zusammen gelitten und gefeiert. Es war eine gute Zeit mit einer höchst vertrauensvollen Zusammenarbeit. Jetzt aber ist der Zeitpunkt gekommen, getrennte Wege zu gehen. Ich möchte ein anderes Projekt anschieben und noch einmal einen Neuanfang starten. Ich trenne mich in Frieden von Manthey-Racing und bedanke mich für die großartige Zusammenarbeit in den letzten zehn Jahren. Über das neue Wochenspiegel-Projekt werden wir zu gegebener Zeit informieren.“
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