Donnerstag, 26. November 2020
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Rallye WM
25.01.2016

Hahn-Mitsubishi auf Klassiker lahmgelegt

Es hat nicht sollen sein. Sisteron, eine der bekanntesten Strecken der Rallye Monte Carlo, brachte das Aus für Reiner Hahn und Stefan Schork (Lich/Grünberg) im Mitsubishi Lancer Evo 9. Dabei begann alles zuversichtlich. Von Donnerstag bis Sonnatg standen zwischen Gap in den französischen Seealpen und dem 300 Kilometer südlich gelegenen Fürstentum Monaco 16 Wertungsprüfungen (WP) über 380 Kilometer auf Bestzeit beim Auftakt zur Rallye-Weltmeisterschaft an. 
 
Selbstgestecktes Ziel für die beiden Mittelhessen war es, am Samstagabend unter den besten 60 von 92 Teams zu sein. Nur dann wären sie für die letzte Schleife am Sonntag über den legendären Col de Turini zugelassen. Nach der Startzeremonie am Donnerstag in Monaco standen mit Entreveaux und Barles die ersten beiden und auch einzigen Nachtprüfungen auf dem Plan. Nach 41 Kilometer auf Bestzeit hatten Hahn/Schork mit Platz 60 die erste Standortbestimmung. In Führung lagen Kris Meeke/Paul Nagle im Citroen. Auf der Freitagsschleife Gap- Gap mit sechs WP´s gab es mit Platz 57 eine leichte Verbesserung für das Mitsubishi- Team. „Unser Tempo war etwas gemäßigt, ansonsten war alles ok“, meinte Hahn am Abend.
 
 An der Spitze behaupteten sich die amtierenden Weltmeister und Vorjahressieger Sebastian Ogier/Julien Ingrassia (FR) im VW Polo. Weitere sechs Wertungsprüfungen standen am Samstag auf der Etappe von Gap nach Monaco an. Bis zur Prüfung St Leger les Melezes konnten sich Hahn/Schork auf Rang 51 verbessern, bis Sisteron, der Mitsubishi mit einem Getriebeschaden stehen blieb.
 
„Wir haben heute etwas attackiert und es lief gut, aber dann einfach Pech gehabt“, war das ernüchternde Fazit von Stefan Schork am Samstagabend. Damit war der Traum vom Col de Turini am Sonntag für die beiden geplatzt. 
 
Den Sieg holten sich Ogier/Ingrassia nach 3:49:53,1 Stunden Fahrzeit, bester deutscher Teilnehmer wurde der Mecklenburger Armin Kremer im Skoda Fabia R5 auf Gesamtrang 10 (+20:43,9 min).