Dienstag, 18. Mai 2021
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Kart-Trophy Weiß-Blau
08.07.2016

Hochattraktive Rennen der KTWB in Ampfing

Am vergangenen Wochenende fand auf der Kartbahn in Ampfing der vierte Lauf zur Kart-Trophy Weiß-Blau 2016 statt. Nach den Turbulenzen in Cheb freute man sich schon auf Ampfing. Und, um es vorwegzunehmen: Ampfing war wieder eine tolle Veranstaltung, so wie man es eben auch von der KTWB gewohnt ist: Tolle und spannende Rennen – hart aber immer fair – insgesamt ein mehr als gelungener Auftritt aller Jungs und Mädels in Ampfing.

Bambini-Klassen

In der Raket Rookie-Trophy waren in Ampfing insgesamt elf Piloten am Start. Mann des Tages war sicherlich Louis Bade in der Klasse RT. Im Zeittraining lief es noch gar nicht rund und aus diesem Grunde musste Louis vom letzten Platz aus ins erste Rennen gehen. Trainingsschnellster war der Führende in der Meisterschaft Maxim Rehm vor Jannick Schiele und Sven Langenmeir. Der Start verlief problemlos und das Führungstrio gab das Tempo vor. Doch zu diesem Trio gesellte sich sehr schnell Horst Felix Felbermayr und nach wenigen Runden auch schon der vom letzten Startplatz ins Rennen gegangene Louis Bade. Es schien als hätte er Flügel, so schnell war er an der Spitze dran. Runde um Runde schnappte sich Louis einen seiner Konkurrenten. Gegen Ende des Rennens übernahm Louis Bade schließlich die Führung. Maxim Rehm konnte ihm noch einigermaßen folgen. Mit etwas Abstand dahinter der Kampf um Platz drei zwischen Felbermayr und Schiele. Am Ende siegte Louis Bade vor Maxim Rehm und Horst Felix Felbermayr. Auf den weiteren Plätzen Jannick Schiele, Emma Felbermayr, Luca Frommeld und Leon Hartfil.

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So ging es in dann am Nachmittag ins zweite Rennen, da der Zieleinlauf vom ersten gleichzeitig die Startaufstellung für den zweiten Lauf ist. Somit belegte Louis Bade die Startposition eins vor Maxim Rehm und Horst Felix. Auch dieser „fliegende“ Start verlief ohne Probleme. Doch schnell sah man, wer von Beginn an die Pace vorgab: Louis Bade gefolgt von Rehm und Felbermayr. Im zweiten Rennen war es dann schon deutlicher. Louis zog seine Runden und setzte sich, wenn auch nur gering, aber mehr und mehr von der Konkurrenz ab. Spannender war es dann schon im Kampf um Platz zwei. Diesmal war es Jannick Schiele und wiederum Horst Felix Felbermayr, die sich um diesen Platz stritten. Am Ende gewann Louis Bade relativ souverän das zweite Rennen. Auf Platz zwei landete Horst Felix Felbermayr vor Jannick Schiele, Maxim Rehm musste sich mit dem vierten Platz zufrieden geben. Luca Frommeld wurde Fünfter vor der starken Emma Felbermayr.  

Im Kampf um den Titel in der Klasse RT haben sich nun mit Maxim Rehm, Jannick Schiele, Horst Felix Felbermayr und Louis Bade gleich vier Piloten vom Rest des Feldes schon etwas abgesetzt. Wer am Ende die Nase vorn hat, wird sich aber erst beim Saisonfinale in Wackersdorf entscheiden.

Die Klasse A hat Chris Lohoff, mit Trainingsbestzeit und zwei Laufsiegen, die Tageswertung vor Michael Gmeiner und Oscar Aigner für sich entschieden. Bei den Waterswiftern der Klasse AW war dies Oskar Steinbach vor Anton Heinrich. In der Klasse M der Micro Max gewann Julian Kamm.

Juniorenklassen 

Acht Piloten waren in der Klasse E nach Ampfing gereist. Schnellster im Qualifying am Sonntag früh war Gerrit Hartwig mit einer Zeit von 44,097 Sekunden. Auf Platz zwei kam Maximilian Rosenschon vor Tobias Pfisterer, Niclas Wiedmann und Lukas Reiböck. So ging man in den ersten Lauf. Auch hier verlief der rollende Start ohne Probleme und die Schnellsten vom Zeittraining gingen in eben dieser Reihenfolge in die erste Kurve. Auch in der Klasse E ging es recht eng zu. Kein Pilot konnte sich über den gesamten Verlauf des Rennens richtig absetzen. In Führung liegend und diese auch bis zum Ende nicht mehr abgebend, war der Führende in der Meisterschaft Gerrit Hartwig. Deutlich knapper war es im Kampf um Platz zwei. Am Ende war es Niclas Wiedmann der diesen erreichte. Dritter wurde Maximilian Rosenschon vor Lukas Reiböck, Tobias Pfisterer und Luca Baumgarten.

Fast ein Spiegelbild des ersten Rennens war der zweite Lauf. Wiederum war es Gerrit Hartwig, der nach einem spannenden Rennen, vor Niclas Wiedmann und Maximilian Rosenschon, siegte. In der Tageswertung belegten, genau auch in dieser Reihenfolge die Plätze eins bis drei.  

In der Klasse B der Rotax Junioren hatte man mit Gaststarter Marke Mizera ein neues Gesicht an Bord. Marek war es dann auch, der mit einer Zeit von 46,603 Sekunden die Pole-Position einfuhr. Zweiter im Qualifying wurde Vincent Weidlich vor Felix Arndt (dem Führenden in der Meisterschaft der Klasse B) und Adam Kralik. Obwohl die Leistung von Felix Arndt nicht geschmälert werden soll, hatte man das Gefühl, dass es diesmal in Ampfing nicht ganz rund lief. Er belegte am Ende aber dennoch einen guten dritten und vierten Platz.

Sieger in beiden Rennen wurde Marek Mizera. Wäre schön, wenn er auch in Bopfingen wieder am Start sein könnte, denn es macht die ganze Sache noch spannender. Mit einem zweiten und einem dritten Platz, beendete Vincent Weidlich sein Wochenende in Ampfing. Adam Kralik wurde im ersten Lauf Vierter und im zweiten Rennen kam er auf einen zweiten Platz. Tagessieger wurde Mizera, vor Weidlich und Arndt.

Die Klasse C hat Timmy Oscar, mit Trainingsbestzeit und zwei Laufsiegen, die Tageswertung für sich entschieden.

Seniorenklassen

In der Klasse F der IAME X30 holte sich Tobias Margutsch mit einer Zeit von 43,784 Sekunden die Bestzeit. Tobias kommt nun mehr und mehr in Fahrt. Seine Dominanz vom letzten Jahr konnte er auch in Ampfing wieder bestätigen. Zweiter im Zeittraining wurde Florian Kuhmann vor Alexander Steinfeltz und Andreas Greineder. Fünfter wurde Mick Kappler, dem derzeit Dritten in der Meisterschaft der Klasse F. Um es vorweg zu nehmen: Tobias Margutsch war am Sonntag in Ampfing nicht zu stoppen. Er gewann beide Läufe relativ souverän.

Enger, um nicht zu sagen sehr eng war der Kampf um Platz zwei. Um diesen stritten sich Florian Kuhmann und Alexander Steinfeltz. Ersterer konnte diesen dann zweimal belegen. In beiden Läufen war die Platzierung genau dieselbe wie die vom Qualifying. Das hört sich vielleicht langweiliger an, als es am Ende war. Denn auch hier sah man zwei tolle Läufe. Tobias Margutsch konnte seine Führung in der Meisterschaft wieder etwas ausbauen. Entschieden ist diese aber noch lange nicht. Auch hier wartet man auf das große Finale im Oktober in Wackersdorf. Vorher reist man aber noch in der ersten Septemberwoche nach Bopfingen.

Die Klasse MO der MegaOpen hat Nild Henkel, mit Trainingsbestzeit und zwei Laufsiegen, die Tageswertung für sich entschieden.
 
Klasse GS


Mit 25 Fahrern war diese auch in Ampfing wieder die teilnehmerstärkste Klasse. Sehr eng war der verlauf im Zeittraining. Innerhalb einer halben Sekunde lagen dann gleich acht Fahrer. Schnellster im Zeittraining war mit einer Zeit von 42,551 Sekunden Andreas Stapf vor dem derzeit Führenden in der Meisterschaft Lucky Lindinger. Platz drei ging an Thomas Dehnel vor Markus Häuper und dem starken Überraschungsfünften Helmut Beck. Auf den weiteren Plätzen folgten: Christian Faltermeier, Erich Huber, Andreas Linnebacher, Florian Neukam und Robert Grimm auf Platz zehn.

Der Start zum ersten Rennen verlief reibungslos. Schon sehr bald kristallisierte sich ein Vierkampf (Stapf, Lindinger, Dehnel und Häupler) heraus. Wobei Helmut Beck die Pace gut mitgehen konnte. Lindinger konnte ca. Mitte des Rennens die Führung übernehmen. Ein kleiner Fehler von Thomas Dehnel kostete ihm schlußendlich eine gute vordere Platzierung. Dehnel wurde im ersten Lauf „nur“ Neunter. Mehr als eng ging es im Dreikampf um die Spitze weiter. Man hatte das Gefühl, das Stapf schneller könnte, aber man muss erstmal an Lucky vorbeikommen. Der alte Kartfahrer-Spruch: „Einholen ist leichter als überholen“ hat sich auch in Ampfing wieder bewahrheitet. Wobei es schon von Können zeugt, dass man eine Führung verteidigen kann, und das kann Lindinger. Am Ende gewann Lindinger ganz knapp vor Andreas Stapf und genauso knapp dahinter der Drittplatzierte Markus Häupler. Helmut Beck konnte am Ende mit seinem vierten Platz mehr als Zufrieden sein. Fünfter wurde Andreas Linnebacher vor Christian Faltermeier und dem starken Fitim Mucoli. Fitim hatte an diesem Wochenende endlich zweimal Grund zur Freude. Diesmal verliefen seine beiden Rennen ohne größere Probleme und Pech.

Zum zweiten Rennen musste man bei der Startaufstellung auf den Lokalmatador Helmut Beck warten. Kurz vor dem Start schaffte er es gerade noch. Doch sein Auftritt war sehr kurz. Schon in der Aufwärmrunde musste Helmut, aufgrund eines technischen Defekts, leider aufgeben. Genauso spannend wie der erste Lauf, sollte auch der zweite von statten gehen. Zum starken Trio – Stapf, Lindinger, Häupler – gesellte sich ein weiterer hinzu. Christian Faltermeier fuhr einen bravourösen zweiten Lauf. An der Spitze konnte sich diesmal Andreas Stapf durchsetzen. Diese vier fuhren, wie an einer Schnur gezogen die volle Renndistanz. Knapper geht wohl nicht mehr. Am Ende siegte Andreas Stapf vor Lucky Lindinger, Christian Faltermeier und dem Viertplatzierten Markus Häupler. Diese vier Fahrer lagen bei der Zieldurchfahrt innerhalb von 1,8 Sekunden. Dann kam ein Trio mit Robert Grimm, dem Seyffenstein und Friedrich Neef durchs Ziel. Diese drei lagen innerhalb von sieben Zehntel.

Klasse G

Etwas enttäuschend die Starterzahl der KZ2. Leider waren in Ampfing „nur“ 18 Piloten vor Ort. Verdient hätte diese Klasse sicher mehr Starter. Aber diese 18 Piloten boten den Zuschauern schon im Zeittraining eine tolle Show. Nicht weniger als zwölf Fahrer lagen innerhalb von einer halben Sekunde. Schnellster im Qualifying war Daniel Eder mit einer Zeit von 42,047 Sekunden. Platz zwei ging an Patrick Loidl und Dritter wurde Stefan Haak. Die weiteren Platzierungen Max Loidl, Lukas Gusenbauer, Luca Walter, Philipp Regensperger und Tobias Binder um die ersten Acht zu nennen. Start zum ersten Rennen: Die beiden Loidls, Haak und Gusenbauer gaben die Pace vor. Der Pole-Setter Daniel Eder fiel etwas zurück. Und auch hier, wie schon in der Klasse GS war es ein super Rennen. Es gab nicht wirklich viele Überholmanöver, doch die Spannung wer am Ende den Lauf gewinnt, hielt bis zum Schluss. Und nur eine Zahl stellt dies unter Beweis. Die ersten sechs Fahrer waren am Ende gerademal 1,3 Sekunden von einander getrennt. Sieger wurde Patrick Loidl vor Stefan Haak und auf dem dritten Platz kam Max Loidl. Auf den Plätzen vier bis zehn waren dies: Lukas Gusenbauer, Tobias Binder, Daniel Eder, Luca Walter, Daniel Guzga, Philipp Regensperger und Daniel Hibbitt.

Spannung pur für den zweiten Lauf. Wieder war es Patrick Loidl, der den besten Start erwischte. Diemal erwischte es Max Loidl, der ein wenig zurückfiel. Stefan Haak, Bilder, Eder und Gusenbauer die weiteren Verfolger. Wiederum ein Rennen für die Galerie. Absolute Spannung während der ganzen 17 Runden. Fünf, sechs Fahrer innerhalb einer Sekunde und am Ende hieß der Sieger wiederum Patrick Loidl. Zweiter wurde Stefan Haak, Platz drei ging diesmal an Lukas Gusenbauer vor Daniel Eder und auf dem fünften Platz landete Tobias Binder. Die ersten vier vom zweiten Lauf belegten dann am Ende auch die Plätze eins bis vier in der Tageswertung. Und auch in der Klasse G ist der Anblick des Meisterschaftsstands hochinteressant. Vier Fahrer sind bei noch vier zu fahrenden Rennen gerade mal neun Punkte von einander getrennt. Mehr Spannung geht nicht!

Ganz tolle Rennen – hart aber immer fair. Das ist das Resümee vom vergangenen Sonntag in Ampfing. Die vierte Veranstaltung zur Kart-Trophy Weiß-Blau 2016 war zu Ende. Viele fragen sich, ob man dies noch topen kann? Sicherlich – a bisserl was geht immer. Der Veranstalter möchte sich wie immer auf diesem Wege wieder bei allen Teilnehmern, den fleißigen Helfern, den Anwesenden und beim Bahnbetreiber herzlich bedanken. Nun steht eine etwas längere „Sommerpause“ an. Aber im ersten Septemberwochenende geht es weiter bei der KTWB. Dort wird man zu Gast in Bopfingen sein. Alle weitere Infos, News, Galerien, Ergebnisse unter www.ktwb.de.