Freitag, 17. September 2021
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FIA GT World Cup
30.11.2016

Team HCB-Rutronik Racing in den Top-Ten

Vom 17. bis 20. November fand in der chinesischen Metropole die offizielle GT3-Weltmeisterschaft statt. Fabian Plentz belegte eindrucksvoll Gesamtplatz acht und war damit drittbester Fahrer aus der Gruppe der Piloten, die nicht für die Herstellerwertung nominiert waren.
 
Das Team HCB-Rutronik Racing war mit zwei Audi R8 LMS in Macau vertreten. Diese wurden von den Werksfahrern Fabian Plentz und Tommy Tulpe durch den anspruchsvollen Stadtkurs gesteuert. In das Qualifying am Samstag starteten die HCB-Piloten von den Rängen elf und 22. Nach einem spannenden Rennen über zwölf Runden konnte Fabian Plentz mit Gesamtrang acht die erste Top-Ten Platzierung erreichen. Auch Tommy Tulpe war es möglich bis auf Gesamtplatz 19 vorzufahren.
 
„Wir sind überglücklich mit dem Ergebnis. Wir haben uns vor dem Event ein Wunschziel gelegt, dass wir in die Top-Ten fahren. Dieses Ziel bereits jetzt im Quali-Rennen erreicht zu haben, ist für das gesamte Team ein wahnsinniger Erfolg“, berichtete Fabian direkt nach dem Rennen. Da der Mercedes-Werkspilot Renger van der Zande aufgrund einer unfairen Aktion gegenüber dem Audi Pilot Nico Müller eine Grid-Penalty bekommen hatte, startete Fabian Plentz das Hauptrennen am Sonntag sogar von Startplatz sieben.
 
Der Lauf zum FIA GT World Cup sollte schließlich nur sehr wenig Rennaktion bieten. Bereits nach nur einer gefahrenen Rennrunde rückte erstmals das Safety Car aus, welches dann für zwei weitere Runden das Feld anführte, bevor die Rennleitung sich für die erste Rennunterbrechung entschied. „Eigentlich sah der Vorfall gar nicht so schlimm aus, aber anscheinend hat sich die Leitplanke gelöst, was eine längere Reparatur mit sich zog“, kommentierte Tommy Tulpe den Vorfall während der Rennunterbrechung.
 
Nach mehr als 30 Minuten Verzögerung konnte das Rennen endlich neu gestartet werden, allerdings musste die Renndistanz aufgrund des Zeitlimits von maximal 75 Minuten bereits auf nur acht Rennrunden reduziert werden. Direkt nach dem Re-Start verlor Audi Pilot Laurens Vanthoor die Kontrolle über seinen Audi R8 LMS und landete unsanft auf dem Dach. Dieser Vorfall hatte zur Folge, dass das Rennen erneut von der Rennleitung unterbrochen werden musste. Aufgrund des Zeitlimits war anschließend kein Re-Start mehr möglich. 
 
Für das Rennergebnis wurde dem Reglement entsprechend der Stand eine Runde vor Abbruch herangezogen. „Natürlich sind wir in erster Linie froh, dass es allen Beteiligten gut geht. Dennoch haben wir uns das Rennen sicherlich anders vorgestellt, wenn man dazu überhaupt Rennen sagen kann“, sagte Fabian Plentz, Fahrer und Teammanager bei HCB-Rutronik Racing. „Dennoch bin ich sehr stolz auf den achten Platz bzw. Platz drei gleich bei der ersten Teilnahme. Unsere Zielvorgabe, mit beiden Fahrzeugen die Zielflagge zu sehen und im besten Fall nicht am Ende des Feldes zu stehen, haben wir erreicht. An dieser Stelle möchten wir Audi zum Gesamtsieg gratulieren und uns für die professionelle Unterstützung vor Ort bedanken.“
 
Fabian Plentz beendete den FIA GT World Cup in Macau als zweitbester Fahrer eines Audi R8 LMS, hinter dem Gesamtsieger Laurens Vanthoor und vor Cheng Congfu, der auf Platz zehn ins Ziel kam und damit als drittbester Audi-Pilot die Top-Ten erreicht hat. Teamkollege Tommy Tulpe landete auf Platz 18. „Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Stadtkurs, bin aber mit jeder Runde sicherer und vor allem schneller geworden. Es ist sehr schade, dass das Rennen so früh unterbrochen wurde, aber vielleicht haben wir im nächsten Jahr nochmals die Gelegenheit anzutreten und etwas mehr Runden zu absolvieren“, lacht Tommy Tulpe.
 
Für HCB-Rutronik Racing ist der Macau Grand Prix das Highlight in der noch recht jungen Firmenhistorie. Hauptsponsor Rutronik machte den Einsatz in Macau überhaupt erst möglich. Der Distributor für elektronische Bauelemente nutzte die Veranstaltung, um seine Präsenz im asiatischen Markt weiter auszubauen und Geschäftsbeziehungen zu pflegen. Ausgewählte Kunden aus China hatten die Möglichkeit, eine der größten Motorsport-Veranstaltungen der Welt zu besuchen.