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26.08.2015

Chevrolet Cruze Eurocup: Max Kottmayr ist Champion 2015

Es gibt Rennwochenenden und es gibt Rennwochenenden. Aber das Chevrolet Cruze Eurocup Finale 2015 am Slovakiaring wird wohl den Fans und Fahrern noch sehr lange in Erinnerung bleiben. Vom 21. bis 23. August 2015 fanden sich Teams und Fahrer am hochmodernen Slovakiaring ein, um den „Großen Preis der Slovakei“ in verschiedenen Rennserien auszufahren.

Serienorganisator Andreas Pfister dazu: „Wir sind stolz darauf, dass wir auch beim Finale des Chevrolet Cruze Eurocup 2015 den Fans und Fahrern wieder ein tolles Rahmenprogramm bieten können. Von verschiedenen hochkarätigen GT-Rennen, über spannende Formel-Klassen, bis hin zu einer Formel1-Showfahrt. Da macht es den Fahrern im Chevrolet Cruze Eurocup gleich doppelt Spaß, vor großer Zuschauerkulisse ins Cockpit zu klettern!“
 
Besondere Spannung versprach natürlich der Titelkampf zwischen Max Kottmayr (DE, RAVENOL-Racing) und Antonio Citera (IT, RAVENOL-Racing), aber auch auf den weiteren Plätzen war für Wolfgang Kriegl (AT, Pfister-Racing by MAIN-POSTLOGISTIK) und Reinhard Schmiedel (DE, Pfister-Racing by TOP-EXPRESS) noch lange nicht das letzte Wort gesprochen. Der Rookie Tim Stupple (DE, TOYO TIRE MOTORSPORT) gab nach seinem Debüt am Red Bull Ring an diesem Wochenende sein Comeback im Chevrolet Cruze Eurocup und sollte für große Furore sorgen.
 
Dramatik bereits im ersten Rennen: Citera im Aus, Wolfgang Kriegl mit erstem Saisonsieg
 
Nachdem sich die Piloten in den ersten freien Trainingssitzungen erfolgreich auf die knapp sechs Kilometer lange, anspruchsvolle Rennstrecke einschießen konnten, gab es im Zeittraining einen spannenden Kampf um die Pole-Position. Am Ende hatte hier Wolfgang Kriegl (AT) die Nase vorne, und sicherte sich den Startplatz an der Sonne, vor einem starken Tim Stupple (DE) und Max Kottmayr (DE), die beide nur knapp hinter der Bestzeit lagen. Den vierten Startplatz erreichte Christian Neiß (AT, Pfister-Racing by BRIEFLOGISTIK OBERFRANKEN) vor Antonio Citera (IT) und Reinhard Schmiedel (DE).
 
Damit war kurz vor dem Start des ersten Rennens alles Offen, denn Antonio Citera stand in der Startaufstellung direkt hinter Max Kottmayr. Sollte er es schaffen vor dem jungen Deutschen ins Ziel zu kommen, würde die Meisterschaftsentscheidung auf das Sonntagsrennen vertagt werden. Und der 38-jährige Italiener Citera gab Alles um die Titelchance am Leben zu halten: In einem hochklassigen Start schnellte er nach Vorne und übernahm noch vor der ersten Kurve die Führung.
 
Doch auch Christian Neiß sah nach einem guten Start seine Chance gekommen, und Wolfgang Kriegl wollte seine Pole-Position verteidigen, was zu einem Dreikampf in der ersten Kurve führte. Der Österreicher Kriegl kollidierte mit Citera, während Christian Neiß beinahe von der Strecke driftete. Den Dreikampf nutzte Tim Stupple, der dann plötzlich als Führender auftauchte. Doch Wolfgang Kriegl ging sofort zum Angriff über, und überraschte Stupple mit einem gekonnten Angriff, welcher ihm wieder die Führung einbrachte.
 
Kriegl konnte sich indes an der Spitze einen hauchdünnen Vorsprung vor Stupple verschaffen, der sich seinerseits mit einem stark auffahrenden Max Kottmayr ausseinandersetzen musste. Dahinter riss die Dramatik nicht ab: Antonio Citera fuhr nach der Startkollision wieder nach Vorne und kämpfte mit Christian Neiß um Platz vier, im Infight kam Citera dann aber auf die rutschige Linie, und musste seinen Chevy im Kiesbett abstellen.
 
Nach spannenden neun Rennrunden holte sich Wolfgang Kriegl in einer fehlerfreien Fahrt seinen ersten Saisonsieg vor Tim Stupple und Max Kottmayr, sowie Christian Neiß und Reinhard Schmiedel.
 
Tim Stupple mit Premieren-Sieg im zweiten Rennen – Antonio Citera wird Vize-Champion
 
Das zweite Rennen am Sonntag fand wie auch das erste Rennen unter sonnigen und nahezu perfekten Rennbedingungen statt. Nach den überraschenden Ergebnissen des ersten Rennlaufes stand zwar mit Max Kottmayr der Champion bereits fest, doch Wolfgang Kriegl brachte sich mit einem Sieg in die Position sogar noch um den Vize-Titel mit Antonio Citera zu kämpfen. Dazu musste es ihm aber gelingen auch das zweite Rennen zu gewinnen.
 
Nach erlöschen der Startampeln hatte indes aber Tim Stupple die Nase vorn und übernahm die Führung, wurde aber von Wolfgang Kriegl stark unter Druck gesetzt. Auch Max Kottmayr schloss zum Führungsduo auf, und so entbrannte ein Rundenlanger sehenswerter Dreikampf um den Sieg, der sowohl den Streckensprecher als auch die Fans fesselte. Und auch dahinter wurde mit harten Bandagen gekämpft: Antonio Citera konnte schnell aufschließen und fuhr gegen Reinhard Schmiedel und Christian Neiß um den vierten Platz.
 
Nachdem die Führung des Rennens beinahe jede Runde zwischen Wolfgang Kriegl, Tim Stupple und Max Kottmayr wechselte, kam es kurz vor Rennende zu einem entscheidenden Manöver im zweiten Sektor der Rennstrecke, und Stupple übernahm in einem risikoreichen Infight die Führung, welche er mit weniger als zwei Zehntelsekunden vor Wolfgang Kriegl über die Ziellinie brachte, der wiederum nur äußerst knapp vor Max Kottmayr den Zielstrich kreuzte. Christian Neiß wurde Vierter vor Antonio Citera, der sich damit den Vize-Titel 2015 sicherte, und Reinhard Schmiedel, der mit immer schnelleren Rundenzeiten aufhorchen ließ.
 
Renntermine 2016 werden in Kürze bekannt gegeben
 
„Wir bedanken uns an dieser Stelle sehr herzlich bei allen Fahrern für das entgegengebrachte Vertrauen, und beglückwünschen natürlich den Sieger Max Kottmayr. In der für den Gesamtsieger ausgelobten Testfahrt mit dem SEAT Leon ETCC-Rennwagen kann er nun im Oktober sein Talent für höhere Aufgaben unter Beweis stellen. Leicht gemacht wurde es ihm nicht, und allen Fahrern sprechen wir höchsten Respekt aus für die gezeigten Leistungen auf der Rennstrecke.
 
Ein großes Dankeschön geht an das Pfister-Racing-Team für die Organisation (Alois Pfister, Kai Denner, Hannes Kerst, Steven Meinzer, Kai Sutter, Matthias Hutzel, und weitere) sowie geht ein Dank an die Serienpartner RAVENOL, TOYO TIRES und CARAMBA CHEMIE. Auch in der Saison 2016 werden wir das Konzept mit bezahlbarem und spannendem Tourenwagen-Motorsport fortsetzen, und in Kürze den Rennkalender bekannt geben“, so Andreas Pfister.