Donnerstag, 9. Dezember 2021
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FIA Formel E
27.10.2015

Buemi holt für Renault e.dams die Maximalpunktzahl

Renault e.dams und Sébastien Buemi sind optimal in die zweite Saison der FIA Formel E-Weltmeisterschaft gestartet. Der Schweizer sicherte sich und dem neu entwickelten Renault Z.E. 15 nach der Pole-Position auch den Sieg im ePrix von Peking und fuhr obendrein die schnellste Rennrunde. Nicolas Prost im zweiten rein elektrisch angetriebenen Formelauto des französischen Teams musste nach einem Problem mit dem Heckflügel vorzeitig aufgeben.
 
Seine Konkurrenzfähigkeit stellte der von Renault e.dams für die Saison 2015/2016 neu entwickelte Elektroantrieb sowohl im freien Training am Samstagmorgen als auch während des Qualifyings und im Rennen unter Beweis: Sébastien Buemi und Nicolas Prost lagen mit schnellen Rundenzeiten stets weit vorn. Im Abschlusstraining konnten sie mit dem Renault Z.E. 15 jeweils ihre Qualifying-Gruppe dominieren und zogen souverän in das neue „Super Pole“-Zeitfahren ein. Während Prost dort lange die Führung verteidigte, so war es am Ende doch sein Teamkollege, der sich mit einer eindrucksvollen Runde den ersten Startplatz neben dem Franzosen sicherte.
 
Dem ließ der Schweizer am Nachmittag ein nahezu perfektes Auftaktrennen folgen. Buemi führte vom ersten bis zum letzten Meter und drehte auf dem Weg zum ersten Saisonsieg für Renault e.dams auch die schnellste Rennrunde. Prost erwischte keinen optimalen Start und musste seinen zweiten Platz an Nick Heidfeld abtreten, bevor auch Lucas di Grassi noch vorbeischlüpfte. Dieses Trio lieferte sich im ersten Rennabschnitt ein engagiertes Duell um Rang zwei, während Buemi als Führender seinen Vorsprung weiter ausbauen konnte.
 
Beim obligatorischen Fahrzeugwechsel gegen Halbzeit des ePrix von Peking rückte Prost durch einen präzisen Boxenstopp an Heidfeld vorbei und wieder auf die dritte Position vor. Ein kollabierter Heckflügel läutete jedoch seinen Ausfall ein, da die Rennleitung sein Fahrzeug als unsicher einstufte. Unbeeindruckt hiervon überquerte Buemi die Ziellinie mit einer Elf-Sekunden-Führung und freute sich über seinen „Grand Slam“: Dank Pole Position, Sieg und schnellster Rennrunde sicherte sich der Eidgenosse das Maximalergebnis von 30 Punkten und reist damit als Tabellenführer zum zweiten ePrix der Saison im malaysischen Putrajaya. Zweiter und Dritter wurden in Peking di Grassi und Heidfeld. Platz eins in der Teamwertung ging an Renault e.dams.
 
Vincent Gaillardot, Projektleiter Renault Sport Formula E: „Wir haben bei den Testfahrten in Donington hart gearbeitet, fühlten uns für den Saisonauftakt in Peking gut gerüstet und erlebten auch einen entsprechend problemfreien Tag. So konnten wir uns auf die Abstimmung des Renault Z.E. 15 konzentrieren, während die Fahrer die begrenzte Zeit auf der Strecke voll nutzten. Der Start ist gelungen, doch wir haben auch gesehen, dass einige der anderen Hersteller nicht viel von uns trennt.“
 
Nicolas Prost (startnummer 8): „Es ist sicherlich enttäuschend, ein so viel versprechendes Rennwochenende auf diese Weise zu beenden. Ich hätte sicher einen Podestplatz erringen können, das wäre für das Team noch schöner gewesen. Wir wissen noch nicht genau, was dem Heckflügel zugestoßen ist – vermutlich hat sich irgendetwas gelöst, ich durfte meine Fahrt auf jeden Fall nicht fortsetzen. Doch diese Dinge geschehen im Motorsport. Ich hoffe, dass ich mich mit einem besseren Resultat in Putrajaya zurückmelden kann.“
 
Sébastien Buemi (startnummer 9): „Es fühlt sich gut an, das erste Rennen der Saison gewonnen und alle verfügbaren Punkte eingestrichen zu haben – das hatte ich noch nie zuvor in meiner Karriere. Alles funktionierte perfekt: der neue Elektroantriebsstrang von Renault, die Batterie und das ganze Team. Ehrlich gesagt war mein Start alles andere als gut. Trotzdem ist es mir gelungen, meine Führungsposition zu verteidigen und in einen Sieg umzumünzen. Nach so einem tollen Auftakt und der vollen Punkteladung freue ich mich jetzt auf den nächsten Formel E-Lauf in Malaysia.“
 
Der ePrix von Putrajaya findet am 7. November statt.