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Formel 1
17.05.2014

Teams testen Pirelli-Reifen für 2015

Der zweite Reifentest der Saison 2014 fand im Anschluss an den Großen Preis von Spanien in Barcelona statt. Erprobt wurden die aktuellen Entwicklungsstände der Strukturen und Mischungen für die Reifen-Range 2015. Zunächst testeten die Teams von Sauber und Toro Rosso die Prototypen, tags darauf waren Force India und McLaren für Pirelli auf der Strecke.

Am Dienstag, dem ersten Testtag, war der Circuit noch lange Zeit nass. Daher konnten die Teams am Morgen nur die neuen Mischungen für den Intermediate fahren. Daraufhin wurde das Tagesprogramm mit dem Ziel geändert, möglichst viel auf trockener Strecke testen zu können.

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So kamen am Nachmittag noch einige Prototypen der Slicks für die kommende Saison zu ihrem ersten Einsatz, wobei der Fokus auf den neuen Konstruktionen lag. Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse konnte jedoch nur etwa die Hälfte des geplanten Testprogramms absolviert werden. Am zweiten Testtag regnete es nicht und die Temperaturen auf der Strecke erreichten bis zu 40 Grad Celsius. So konnten die Fahrer von McLaren und Force India die neuen Konstruktionen und Mischungen ausgiebig testen. Für McLaren absolvierte Stoffel Vandoorne das Programm, der mit den aktuellen Mediums der Saison 2014 die schnellste Runde des Tages fuhr. Die Runde fuhr Vandoorne im Rahmen eigener Testläufe, die McLaren den aktuellen Regularien entsprechend durchführte. Daniel Juncadella war für Force India auf der Strecke. Aufgrund einiger Verzögerungen gelang es ihm jedoch nicht, das angesetzte Arbeitsprogramm komplett zu absolvieren.

Paul Hembery, Motorsport Direktor Pirelli, kommentiert: „Der Regen beeinträchtigte den ersten Testtag und führte von Beginn an zu Störungen im Programmablauf. Doch weil wir wissen, dass Wetterkapriolen immer möglich sind, haben wir das bei der Planung berücksichtigt. Zudem bot sich uns dadurch die Gelegenheit, einige Varianten der neuen Intermediates für 2015 auszuprobieren. Als das Wetter besser wurde und die Strecke trocken war, konzentrierten wir uns auf die Slicks für 2015. Nach dem ersten Reifentest der Saison in Bahrain erhalten wir nun ein klares Bild über den Stand unserer Entwicklungsarbeit für das kommende Jahr. Wir müssen nun eine Fülle hilfreicher Daten analysieren und uns dann auf dieser Basis für den nächsten Reifentest nach dem Großen Preis von Großbritannien in Silverstone vorbereiten.“

Fakten zum Test

Am ersten Tag regnete es und war sehr kühl. Die Außentemperaturen betrugen lediglich elf Grad Celsius, die Streckentemperatur stieg nie über 20 Grad Celsius. Die schnellste Runde während der beiden Testtage fuhr Pastor Maldonado mit 1:24,871 Minuten auf den supersoften Slicks in der letzten Stunde der Veranstaltung. Jean-Eric Vergne von Toro Rosso hatte am Morgen des ersten Tages technische Probleme an seinem Auto und konnte nur 52 Runden fahren. Demgegenüber absolvierte Guido Van der Garde von Sauber 86 Runden. Beide wurden durch die schlechten Witterungsverhältnisse behindert.

Am zweiten Testtag saß Stoffel Vandoorne erstmals in einem Formel 1-Auto und fuhr beeindruckende 136 Runden auf Prototypen-Reifen von Pirelli. Auch Daniel Juncadella war in seinem Sauber insgesamt gut unterwegs und drehte 91 Runden. Neben den vier Teams, die für Pirelli die Entwicklungsreifen für die Saison 2015 testeten, führten weitere Teams eigene Tests durch. Dazu nutzten sie Reifen aus der aktuellen Range. Jedem Team stehen in diesem Jahr maximal 135 Reifensätze zu Testzwecken zur Verfügung, einschließlich der Testfahrten in der Saison.

Der nächste Reifentest im Saisonverlauf findet nach dem Grand Prix von Großbritannien statt. Ferrari und Lotus werden am ersten Tag für Pirelli fahren, am kommenden Tag werden Red Bull und Marussia auf der Strecke sein. Die letzte Testveranstaltung wird nach dem Rennen in Abu Dhabi stattfinden. Dort werden die Teams dann erstmals die brandneue Reifen-Range für die Saison 2015 auf der Strecke testen.
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