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Automobilsport
08.08.2014

Peter Mücke beim Oldtimer Grand Prix am Start

Rund 500 historische Rennwagen, ebenso viele Fahrer und Peter Mücke, Chef des in der DTM, FIA Formel-3-EM und im ADAC Formel Masters engagierten Teams Mücke Motorsport, mitten drin: Der Berliner wird am Wochenende im von seinem Sohn Stefan Mücke neu aufgebauten Ford „Zakspeed“ Turbo Capri beim Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring am Start sein.

Er wird in dem 540 PS starken Turbo Capri, in dem Klaus Ludwig 16 Siege in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft zwischen April 1980 und Juni 1982 eingefahren hatte sowie 1981 Gesamtsieger geworden war, zwei Rennen im „Revival Deutsche Rennsport-Meisterschaft 1972 – 1981“ bestreiten und hat dabei auf der Strecke rund 40 Konkurrenten.

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„Ich freue mich schon riesig darauf, wieder einmal selbst hinterm Lenkrad zu sitzen“, sagt Peter Mücke. „Und dann noch bei solch einer hochkarätigen Rennveranstaltung mit wunderschönen historischen Autos – das verspricht Spaß und Adrenalin pur. Und wenn ich mit dem Super-Renner noch ein gutes Ergebnis herausholen könnte, wäre es umso besser.“ Ende April hatte der 67-Jährige erstmals diesen Turbo Capri bewegt und im tschechischen Brünn von der Pole-Position aus zwei souveräne Start-Ziel-Siege im Histo-Cup eingefahren. „Das war eine sehr gut bestandene Feuertaufe für den Ford Capri im ersten Renneinsatz nach knapp 32 Jahren. Und auch der Fahrer hat nichts verlernt, war unheimlich schnell unterwegs“, sagt Stefan Mücke, der als Aston Martin-Werksfahrer in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC selbst hinterm Lenkrad sitzt und bei den Einsätzen seines Vaters als dessen Renningenieur tätig ist. Am Donnerstag, den 7. August, hatte Peter Mücke bereits die Möglichkeit zu einem ersten Funktionstest mit der Turbo Capri auf dem Nürburgring. „Es ist schon beeindruckend, was mit dem Auto alles geht und ich bin schon gespannt auf die Rennen“, sagt er.

Im Vorjahr war das Mücke-Duo ebenfalls beim Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring angetreten. Im legendären Ford Capri RS 3100 hatte Peter Mücke im zweiten Rennen vom Ende des Feldes noch einen Klassensieg eingefahren. Am Tag zuvor hatte der Vollblutmotorsportler mit mehr als 250 km/h in der ‚Hatzenbach‘-Kurve in Führung liegend auf einer Ölspur einen gewaltigen Abflug. Zum Glück ist ihm da nichts passiert, denn gut einen Meter vor der Leitplanke hatte er den Renner, an dem nur die Heckklappe beschädigt war, zum Stehen gebracht. Nach der folgenden Safety-Car-Phase fuhr der Berliner wieder auf die Strecke und wurde noch Fünfter in seiner Klasse.

„Auf solche Action können wir diesmal gut und gerne verzichten. Allerdings freue ich mich schon auf die Zweikämpfe mit der Konkurrenz“, sagt Peter Mücke, der unter anderem mit dem Ford Capri RS 3100 „Cosworth“ 2002 als erster Deutscher niederländischer Youngtimer-Champion wurde sowie mit diesem und anderen „alten“ Rennfahrzeugen schon zahlreiche Siege in der Historischen Tourenwagen-Europameisterschaft oder im Histo-Cup einfuhr.
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