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ATS Formel 3 Cup
24.07.2014

Was machen eigentlich die Formel 3-Champions?

Er setzte dem ATS Formel 3 Cup 2013 die Krone auf und absolvierte das Abitur des Motorsports mit Auszeichnung. Marvin Kirchhöfer gewann die deutsche Formel 3 souverän und gilt als eines der hoffnungsvollsten Nachwuchstalente. Doch auch in den Reihen dahinter waren zukünftige Profis, die sich im vergangenen Jahr stark weiterentwickelt haben.

Von Sebastian Balthasar, dem Meister in der Trophy-Wertung, hört man ebenfalls Erfolgsgeschichten. Seit Jahren machen die Meister und Vizemeister des ATS Formel 3 Cups in höheren Rennserien Karriere. Pole-Position, Premierensieg und schnellste Rennrunde: Marvin Kirchhöfer hat beim vierten Lauf der GP3 Series 2014 im Rahmen der Formel 1 auf dem Hockenheimring mit einem sensationellen Tripple für ein Glanzlicht der besonderen Art gesorgt.

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Nur zwei Wochen nach seinem ersten Podestplatz in Silverstone feierte der ATS Formel 3 Cup-Champion von 2013 Kirchhöfer bei seinem Heimrennen am Samstag einen dominanten Start-Ziel-Sieg. „Es ist etwas ganz Besonderes, mein Heimrennen zu gewinnen. Ich bin überglücklich. Vor dem Wochenende hatte ich mir einen Podestplatz als Ziel gesetzt. Die Pole-Position, den Sieg und die schnellste Runde erobert zu haben, das ist unglaublich. Mehr geht einfach nicht“, sagte ein freudestrahlender Kirchhöfer.

Sebastian Balthasar beeindruckte ebenfalls in der GP3 Series in Hockenheim. Denn trotz einiger Probleme legte der ATS Formel 3 Cup Trophy-Champion von 2013 mit seinen erst 17 Jahren zwischenzeitlich die schnellste Rennrunde hin und begeisterte Fans sowie Kenner gleichermaßen. „Das Heimrennen in Hockenheim hat mir riesigen Spaß gemacht. Es war ein ganz besonderes Erlebnis. Ich will unbedingt mehr davon. Mit dem Auto komme ich immer besser klar, das war hier schon deutlich sichtbar“, sagte das Talent.

Und noch mehr ehemalige Nachwuchspiloten aus dem ATS Formel 3 Cup mischen aktuell die GP3 Series gehörig auf. Der Champion von 2012, der Schwede Jimmy Eriksson, steht in der Gesamtwertung auf dem zweiten Platz, dahinter Kirchhöfer. Der Vizemeister von 2013, der Brite Emil Bernstoff, folgt auf dem vierten Platz und an fünfter Stelle steht der ATS Formel 3 Cup-Meister von 2011, der Neuseeländer Richie Stanaway. Vier ehemalige ATS Formel 3 Cup-Fahrer unter den Top-Fünf der GP3 Series.

Markus Pommer, der amtierende Führende der Gesamtwertung des ATS Formel 3 Cup 2014, kämpft zusätzlich in der Auto GP World Series um Punkte, ist allerdings derzeit vom Pech verfolgt. Trotzdem belegt der Neckarsulmer einen respektablen fünften Platz in der Gesamtwertung. Übrigens: auch hier bewies sich der ATS Formel 3 Cup als gute Schule im Motorsport. Der derzeitige Führende der Gesamtwertung der Auto GP World Series heißt Kimiya Sato und Sato beendete 2012 seine Saison im ATS Formel 3 Cup mit dem dritten Platz.