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ATS Formel 3 Cup
15.06.2014

Markus Pommer ist Halbzeitmeister im ATS Formel 3 Cup

Auch wenn Markus Pommer ein Rennen an diesem Wochenende mit null Punkten beendet hatte, darf sich der Neckarsulmer vom Team Lotus Halbzeitmeister des ATS Formel 3 Cup nennen. Beim dritten Rennen auf dem Hockenheimring konnte der 23-Jährige erneut einen Sieg verbuchen und verweist Nabil Jeffri nach einem spannenden Rennen auf den zweiten Rang.

Der Dritte auf dem Podium war Nicolai Sylvest. Der Däne vom Team JBR Motorsport & Engineering startete von Platz sieben und fuhr als Dritter übers Ziel. Das Rennwochenende auf dem 4,574 km langen Hockenheim im Rahmen des „Stuttgarter Rössle“ war das vierte von insgesamt acht in 2014.

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Der Neckarsulmer Markus Pommer startete von der Pole-Position und konnte die Führung behalten. Nabil Jeffri aus Kuala Lumpur heftete sich an seine Fersen und ging mit knapp einer Sekunde Abstand in die erste Kurve. Seinen dritten Startplatz konnte der Niederländer Indy Dontje nicht halten. Allerdings kollidierten der 21-Jährige aus Schoorl, der Malaysier Weiron Tan und der US-Amerikaner Santino Ferrucci in der ersten Runde und mussten in die Box. Gewinner dieser Situation war der Däne Nicolai Sylvest, der vom siebten Platz aus ins Rennen gestartet war und fortan auf dem dritten Rang das Rennen bestritt. Dahinter folgten Nikita Zlobin aus Moskau, der Kolumbianer Andrés Méndez und der Brite Sam MacLeod. Der Sieger aus dem zweiten Rennen konnte zwar noch aufholen, den Kampf um Platz drei musste er allerdings gegen Sylvest aufgeben.

Pommer konnte bis zum Ende den ihm nicht vom Heck weichenden Jeffri in Schach halten und fuhr als Erster über die Ziellinie – sein achter Sieg in dieser Saison. Der 20-Jährige aus Kuala Lumpur war nach einem konstanten Rennen der Zweite. Der dritter Platz ging an Nicolai Sylvest, der zum zweiten Mal auf dem Podium stand und wichtige Punkte im Kampf um die Rookie-Meisterschaft verbuchen konnte.

Neben der Rennstrecke

Die erste Hälfte der Rennsaison ist absolviert, der Halbzeitmeister gekürt. Markus Pommer gewinnt, hat aber mit seinen Mitbewerbern um den Meistertitel kein leichtes Spiel. Sam MacLeod, Indy Dontje und Nabil Jeffri wollen es wissen. Und auch über den Sommer lehnen sich die Nachwuchspiloten des ATS Formel 3 Cup nicht zurück. Als bedeutender Termin steht das Formel 3 Masters Anfang Juli in Zandvoort im Kalender. Jeffri, Dontje, MacLeod und Nikita Zlobin werden sich in den niederländischen Dünen beweisen. Und nicht nur dort, auch die britische Formel 3 in Spa ist bei Jeffri, Dontje und MacLeod eingeplant. Pommer kämpft um weitere Podiumsplätze bei der Auto GP und Santino Ferrucci wird am kommenden Wochenende zu seinem ersten Rennen in der FIA Formel 3 Europameisterschaft antreten.

Dino Zamparelli kämpft um Punkte in der GP3 Series. Der Teamkollege des amtierenden ATS Formel 3 Cup-Champions Marvin Kirchhöfer bereitete sich an diesem Wochenende in Hockenheim speziell auf ein Rennen im Juli vor, um die Strecke besser kennenzulernen. Einige der Rennfahrer fliegen nach Hause und treten dort unter anderem bei lokalen Rennen an, wie beispielsweise Andrés Méndez in Kolumbien. Thomas Amweg nimmt bei der Schweizer Bergmeisterschaft teil und kämpft beim Remus Formel 3 Pokal um Punkte.

Markus Pommer: „Heute war das erste Mal der Start nicht ganz so perfekt, das muss ich nachher mal analysieren, was da war. Die ersten Runden war ich dann extrem schnell und ab Runde zehn hat das Auto ein bisschen abgebaut. Ich weiß nicht, ob das nicht mit dem Crash von gestern zusammenhängt. Ich wusste, hier ist es schwer zu überholen, aber es hat geklappt.“

Nabil Jeffri: „Ich freue mich über mein Rennen heute, es war besser als gestern und es ist schön, Vize-Halbzeitmeister zu sein. Nach der Sommerpause werde ich noch stärker zurückkommen. Ich habe immer noch das Ziel, die Meisterschaft zu gewinnen und freue mich auf starke Zweikämpfe mit Markus.“

Nicolai Sylvest: „Ich kann gar nicht sagen, wie gut sich der dritte Platz anfühlt. Ich hatte einen schlechten Start und dann sind sie vor mir kollidiert. Da konnte ich dann vorbei. Später habe ich dann MacLeod in meinem Rückspiegel gesehen, aber ich konnte meinen Speed halten. Es ist großartig.“